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Klares Ergebnis

Die Stimme der Jugend: Diese Partei haben die Rosenheimer Jugendlichen bei der U18-Wahl gewählt

Über 100 Stimmzettel: Happi Wörndl (links) und Markus Bundil vom Rosenheimer Stadtjugendring haben das Wahllokal am Max-Josefs-Platz betreut und die Wahlurne geleert.Schlecker
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Über 100 Stimmzettel: Happi Wörndl (links) und Markus Bundil vom Rosenheimer Stadtjugendring haben das Wahllokal am Max-Josefs-Platz betreut und die Wahlurne geleert.Schlecker
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Wenige Tage vor der Bundestagswahl hatten jetzt auch die Jugendlichen bei der fiktiven U18-Wahl des Stadtjugendrings die Chance ihr Kreuz in der Wahlkabine zu setzen. Insgesamt haben über 830 Kinder und Jugendliche aus Stadt und Landkreis Rosenheim ihre Stimme zur U18-Bundestagswahl 2021 abgegeben.

Rosenheim – Julian Ühlein (15) war einer der ersten, der am Freitag seine Stimme abgegeben hat. Im Erdgeschoss der Stadtbibliothek lässt er sich von FSJ-lerin Luna Mohr Stift und Stimmzettel geben, dann verschwindet er in der Wahlkabine. Wenige Sekunden später kommt er wieder raus und wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne, die – passend zur Örtlichkeit – aus Büchern besteht.

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„Für mich war es relativ schnell klar, wen ich wähle“, sagt der 15-Jährige, während ihm Luna Mohr einen Stempel auf den Handrücken drückt, der das Symbol der U18-Wahl zeigt. Er habe sich vorab in den Medien über die jeweiligen Wahlprogramme informiert, freue sich über die Möglichkeit, trotz seines Alters, seine politische Meinung mitzuteilen.

Im Wahllokal der Stadtbibliothek: Der 15-jährige Julian Ühlein und FSJ-lerin Luna Mohr.

Von 13 bis 18 Uhr

Es ist eine Aussage, die auch Luna Mohr (16) unterstreicht. Sie absolviert im Moment ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Stadtbibliothek und kümmert sich um die Organisation der Wahl vor Ort. Von 13 bis 18 Uhr klärt sie Gleichaltrige auf und gibt ihnen die notwendigen Wahlunterlagen. „Ich interessiere mich sehr für Politik“, sagt sie. Und das schon, seit sie 14 ist.

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„Es ist wichtig, dass wir als Jugendliche unsere Meinung vertreten. Eben auch, weil es um unsere Zukunft geht.“ Aus diesem Grund würde sie sich auch wünschen, dass es ein Wahlrecht ab 16 gibt. „Ich freue mich sehr darauf, wenn ich endlich alt genug bin, um selbst wählen zu gehen“, sagt sie.

Acht Wahllokale in der Stadt

Bis es soweit ist, setzt sie ihr Kreuz aber immerhin schon mal bei der fiktiven U18-Wahl, die der Rosenheimer Stadtjugendring bereits seit 2009 organisiert. An insgesamt acht Wahllokalen in der Stadt haben die jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Neben der Stadtbibliothek hat der Stadtjugendring auch ein Wahllokal auf dem Max-Josefs-Platz aufgestellt, das von Markus Bundil und Happi Wörndl betreut wird. Sie klären auf, verteilen Stempel und motivieren die vorbeilaufenden Jugendlichen ihr Kreuz zu setzen.

Im Landkreis Rosenheim gab es in neun Kommunen 11 Wahllokale, die in Jugendtreffs, Rathäusern, Schulen und einem Pfadfinderheim zu finden waren, und in denen insgesamt 641 Stimmzettel ausgefüllt wurden. 

Bei der Auszählung: Elena Ostermann (links) und Romy Braun zählen die Stimmen der Jugendlichen.

Die Wähler von morgen“

„Die U18-Wahl soll den Jugendlichen zeigen, wie wichtig die Demokratie ist“, sagt Bundil und fügt hinzu: „Für die Erwachsenen dient die Wahl zudem als Gradmesser, welche Partei die Jugendlichen wählen würden. Sie sind schließlich die Wähler und Wählerinnen von morgen.“

Grüne haben die Nase deutlich vorn

Eine davon ist Elena Ostermann (16). Sie unterstützt Bundil und Wörndl am Stand und freut sich darüber, dass es eine solche Aktion gibt. „Ich finde es gut, dass man sich schon jetzt Gedanken darüber machen kann, wen man wählen würde“, sagt sie. Zwar gebe es im Moment noch keine Partei, die sie zu 100 Prozent überzeugt, ihre Stimme hat sie trotzdem bei der U18-Wahl abgegeben. „Ich habe mir die jeweiligen Programme ganz genau angeschaut und mit meinen Eltern gesprochen“, sagt sie. Geht es nach ihr, soll es auch in Zukunft beim Wahlrecht ab 18 Jahren bleiben. „Ich glaube, dass man davor noch zu unwissend ist.“

26,91 Prozent wählen die Grünen

Die Ergebnisse im Wahlkreis 222 (Stadt und Landkreis Rosenheim) stehen nach Auszählung aller Stimmen fest: Die Grünen liegt mit 26,91 Prozent deutlich vor der CSU mit 16,51 Prozent und der SPD mit 12,56 Prozent. Es folgen die FDP mit 8,01 Prozent, Die Linke mit 7,06 Prozent vor der AfD mit 5,74 Prozent.

Das Direktmandat im Wahlkreis 222 hätte Victoria Broßart von den Grünen mit 239 Erststimmen deutlich vor Daniela Ludwig von der CSU mit 186 Stimmen und Pankratz Schaberl von der SPD mit 99 Stimmen gewonnen.

Die Videos zur U18-Wahl finden Sie auf dem Instagram-Kanal der OVB-Heimatzeitungen.

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