Schnee und Kälte

Mit welchem Winter der Rosenheimer Baubetriebshof rechnet und welches neue Mittel er einsetzt

Eines von 25 Räumungsfahrzeugen: Der Rosenheimer Baubetriebshof ist bereit für den ersten starken Schneefall.
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Eines von 25 Räumungsfahrzeugen: Der Rosenheimer Baubetriebshof ist bereit für den ersten starken Schneefall.
  • Korbinian Sautter
    vonKorbinian Sautter
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Der Rosenheimer Winterdienst bereitet sich auf den ersten dauerhaften Schneefall vor. Tonnen von Streumittel stehen bereits zur Verfügung. Um die Straßen in der kommenden Saison zu sichern, wird dieses Jahr ein ganz spezielles Salz verwendet.

Rosenheim – „Jederzeit bereit“ ist das Motto des städtischen Baubetriebshofes (BBH) Rosenheim, wenn es um die Vorbereitung für den Winter geht. Mit 900 Tonnen Salz und circa 150 Kubikmeter Streusplitt rüstet sich die Stadt für die Saison. Das Ziel des Winterdienstes ist es, die Straßen und Radwege möglichst umweltschonend zu sichern.

Rosenheimer Winterdienst mit Feuchtsalz im Einsatz

„Der BBH wird der Witterung angepasste Mengen an Feuchtsalz, eine Mischung aus 70 Prozent Salz und 30 Prozent Salzlösung verwenden“, berichtet Christian Schwalm, der Pressesprecher der Stadt Rosenheim. Im Gegensatz zum klassischen Streumittel haftet das Feuchtsalz besser auf der Straße, weshalb für eine gleiche Wirkung weniger ausgestreut werden muss. Daher wird der Winterdienst dazu angehalten nicht mehr als 15 Gramm je Quadratmeter auszustreuen.

Für die Verteilung des Salzes sind 25 Räumungsfahrzeuge im Einsatz. Vom Lkw über Schmalspurfahrzeuge und Traktoren bis hin zum Radlader stehen Christian Bielmeier, dem Leiter des Baubetriebshofes, diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Für den Notfall könne man außerdem auf Fahrzeuge von Subunternehmen zurückgreifen. Bei besonders starken Schneefall können zudem bis zu 77 Mitarbeiter des BBH im Schichtdienst für Räum- und Streudienste eingesetzt werden.

Räumung beginnt mitten in der Nacht

Wenn der Schnee kommt, sind diese dann in der Regel ab 1 Uhr nachts unterwegs, um die Straßen für den morgendlichen Berufsverkehr zu säubern. Für einen Räum- und Streueinsatz braucht es laut Schwalm ungefähr sechs Stunden. Dann sind die Straßen mit hoher Verkehrsbedeutung und besonderen Gefahrenpotential gesichert. Zudem gibt es einen Beobachtungs- und Alarmierungsdienst, der täglich 24 Stunden unterwegs ist, um die aktuelle Schneelage einzuschätzen. Im Notfall kann dieser einen Winterdiensteinsatz außerhalb der gewohnten Räumungszeiten einberufen.

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Ein wiederkehrendes Problem ist die Räumung der Radwege. Denn diese fallen nur „an Straßen mit hoher Bedeutung“ in den Aufgabebereich der Stadt. Die Anwohner werden vom BBH allerdings dazu aufgefordert, nur den ans Grundstück angrenzenden Gehweg vor Schnee- und Eisglätte zu sichern oder eine Gehbahn von mindestens 1,5 Meter Breite zu schaffen. Die Folge sind teilweise nicht geräumte oder vom Schnee des Gehwegs wieder zugeschüttete Radwege für die Schwalm noch keine Lösung anbieten konnte. Er bittet daher, den geräumten Schnee neben dem Gehweg so zu lagern, dass der Verkehr möglichst nicht gefährdet oder erschwert wird.

Corona kein Problem für den Winterdienst

Keine Schwierigkeiten erwartet man beim Baubetriebshof durch die aktuelle Corona-Situation. Da die Mitarbeiter des Winterdienstes im Freien arbeiten und sich vorwiegend nachts durch die Stadt bewegen, wenn kaum Passanten unterwegs sind, sollte es kaum zu Kontakten kommen. Daher seien in dieser Hinsicht auch keine besonderen Vorschriften bei den Räumungen notwendig.

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BBH-Leiter Bielmeier rechnet daher mit einem normalen Winter, für den er und seine Mitarbeiter schon jetzt bestens gerüstet sind. Auf den ersten andauernden Schneefall könne man jederzeit reagieren, um die Straßen in Rosenheim zu räumen und mit dem Feuchtsalz zu streuen.

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