Den Start ins Berufsleben erleichtern

Rosenheim – Jungen Menschen den Weg in ihren Beruf ebnen – das ist das Ziel des neuen Modellprojekts „Start ins Berufsleben“ des Rosenheimer Vereins Pro Arbeit.

Pro Arbeit arbeitet seit 23 Jahren mit Jugendlichen, begleitet sie während der Schulzeit und auch darüber hinaus. Laut dem Vereinsvorsitzenden Harald Neu kennen die Mitarbeiter auch die „Schwachstellen im System“. Den Weg in den Beruf vergleicht er mit einem Marathon. Die letzten Meter seien entscheidend, um „durchs Ziel“ zu kommen. Einigen, die alle Hilfsstationen durchlaufen hätten, bekämen aber auf den „letzten Metern“ keine Unterstützung mehr. Hier setze das neue Modellprojekt an. Die Zielgruppe: Junge Menschen in Ausbildung oder Arbeit unter 25 Jahren, die es wünschen oder benötigen, währenddessen gefördert und begleitet zu werden. In Deutschland gibt es 326 duale Ausbildungsberufe. Welcher kommt überhaupt in Frage? Muss der Traumberuf ein Traum bleiben? All das klärten Sozialpädagogen bei Pro Arbeit zunächst mit den Jugendlichen, heißt es in einer Mitteilung. Wünsche und individuelle Fähigkeiten miteinander abzugleichen solle gemeinsam mit einem Blick auf das Abschlusszeugnis bei der Entscheidung helfen.

In den Beratungsgesprächen würden Umgangsformen eingeübt, wie zum Beispiel Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Außerdem werde darüber gesprochen, wie wichtig ein gepflegtes Aussehen sei. Wer sich als Arbeitgeber bereit erkläre, einem Programmteilnehmer „eine Chance zu geben“, finde beim Verein Pro Arbeit fachliche Hilfe. Falls etwas nicht wie gewünscht funktioniere, teilt der Verein mit.

Auch junge Geflüchtete, die in einem Wohnprojekt der Malteser in Bad Aibling betreut werden, können an der Aktion von Pro Arbeit teilnehmen. „Unsere Leute wissen, welche Firmen ansprechbar sind, wer zu wem passt und wo Praktikumsstellen bestenfalls in eine Ausbildung münden“, sagt Claudia Georgii, Geschäftsführerin von Pro Arbeit. Der Rotary-Club Rosenheim unterstützt das neue Modellprojekt mit 90 000 Euro. Mit ihrer Spende finanzieren die Rotarier unter anderem über drei Jahre hinweg eine Sozialpädagogen-Halbtagsstelle bei Pro Arbeit. re

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