BETRIEB LÄUFT OHNE PROBLEME

Den Spendern sei Dank: So kämpft sich die Rosenheimer Leibspeise durch die Corona-Pandemie

Was zu Beginn der Pandemie galt, gilt immer noch: Peter Kaiser und seine Frau Kornelia von der Rosenheimer Leibspeise haben im März 2020 die Worte „Wir sind weiter für Euch tätig“ an ihr Schaufenster geklebt.
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Was zu Beginn der Pandemie galt, gilt immer noch: Peter Kaiser und seine Frau Kornelia von der Rosenheimer Leibspeise haben im März 2020 die Worte „Wir sind weiter für Euch tätig“ an ihr Schaufenster geklebt.

Die Mitarbeiter der Rosenheimer Leibspeise haben sich längst auf Corona eingestellt. Dass der Betrieb ohne Probleme weiterläuft, liegt vor allem an den zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung.

Rosenheim – Peter Kaiser ist ein gnadenloser Optimist. Der Leiter der Rosenheimer Leibspeise lässt sich nur selten aus der Bahn werfen, sieht immer „das Licht am Ende des Tunnels“. Auch während der Pandemie. Nicht ein einziges Mal habe er darüber nachgedacht, aufzugeben oder die Arbeit des Vereins ruhen zu lassen. „Wir können die Leute nicht enttäuschen. Das treibt uns an“, sagt er. Hinzu komme, dass er eben auch weiß, dass viele bedürftige Menschen ohne die Arbeit des Vereins keine richtige Versorgung mit Lebensmitteln haben würden.

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Also hat er ein Hygienekonzept zusammengestellt, lässt seine Mitarbeiter immer wieder auf das Corona-Virus testen. Außerdem hat er FFP2-Masken und Handschuhe besorgt. Ausgaben, die auf die ohnehin schon anfallenden Kosten dazukommen. „Wir haben definitiv mehr Kosten als vor Corona“, sagt Kaiser.

Nachrichten auf den Überweisungen

Umso erfreulicher sei, dass die Spendenbereitschaft auch während der Krise nicht nachgelassen hat. „Es zeigt, dass die Leute unseren Dienst anerkennen“, sagt der Leiter. Auf den Überweisungen finde er immer wieder kleine Nachrichten mit den Worten „Weiter so“ oder „Super Job“. Und auch die zahlreichen Anrufe und E-Mails, die er von Spendern erhalten hat, bestärken Peter Kaiser in dem, was er tut.

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Einer davon ist Dr. Tamme Goecke, Leiter der Geburtshilfe im Romed-Klinikum. Schon seit Jahren unterstütze er, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, lokale Projekte. Daran habe auch die Corona-Krise nichts geändert. Im Gegenteil. „Der ursprünglich geplante Betrag war uns nicht nachhaltig genug. Wir wollten noch etwas drauf packen“, sagt Goecke.

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Also entschied er sich, für jedes geborene Kind im Jahr 2020 einen Euro zu spenden. Bei 1824 Einlingen, 43 Zwillingen und einem Drilling mache das eine Summe von insgesamt 1913 Euro, die er dem Verein überwiesen habe. „Die Leibspeise leistet einen wichtigen Beitrag“, begründet Goecke seine Entscheidung. Peter Kaiser selbst sei überwältigt gewesen. „Ich habe mich sehr gefreut“, sagt er. Denn auch ein gnadenloser Optimist, braucht ab und zu ein paar positive Nachrichten.

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