Gegen den Lockdown und die Coronamaßnahmen

Demo in Rosenheim: „Krankenhäuser belegt wie jedes Jahr“

Der bekannte Corona-Kritiker Karl Hilz bei der Demo im Rosenheimer Mangfallpark am vierten Advent.
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Der bekannte Corona-Kritiker Karl Hilz bei der Demo im Rosenheimer Mangfallpark am vierten Advent. Man müsse laut ihm über die tatsächliche Lage aufklären. Die Krankenhäuser seine belegt wie jedes Jahr.
  • Jens Zimmermann
    vonJens Zimmermann
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  • Jennifer Bretz
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Rosenheim - Am vierten Adventssonntag fand eine Kundgebung im Rosenheimer Mangfallpark Süd statt. Es ging einmal mehr um die Coronamaßnahmen des Bundes und der Länder. Dabei lief die Kritik friedlich ab.

Update, 17.02 Uhr: Corona-Demo nun offiziell beendet

Zum Abschluss der Demonstration haben die Demonstranten Grablichter und Sternwerfer angezündet. Ohne Zwischenfälle wird die Veranstaltung beendet. Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung könnt ihr in Kürze auf rosenheim24.de lesen.

Zum Abschluss der Demonstration haben die Demonstranten Grablichter und Sternwerfer angezündet.

Update, 16.10 Uhr: Kritik an Markus Söder - Krankenhäuser belegt wie jedes Jahr

Nun spricht der bekannte Corona-Kritiker Karl Hilz, ehemaliger Hauptkommissar der Polizei München. „Wir denken, dass wir über die tatsächliche Lage im Land aufklären können und sollen. Die Lage ist nämlich eine andere, denn die Krankenhäuser sind genauso belegt wie jeden Herbst und Winter die Jahre zuvor.“ Er kritisiert vor allem den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Auch gebe es keine Übersterblichkeit. „Mit dieser Krankheit soll verdeckt werden wie die Politik im Gesundheitssystem versagt hat.“

500 Personen waren für die Demo im Rosenheimer Mangfallpark angemeldet. Rund 200 sind am vierten Advent gekommen, um gegen die Coronamaßnahmen ein Zeichen zu setzen.

Update, 15.26 Uhr: Bislang keine Zwischenfälle - Religionslehrer hat wegen Corona aufgehört

Bislang verläuft die Demo im Rosenheimer Mangfallpark ruhig und friedlich. Bisher gibt es keinerlei Zwischenfälle.

Herbert Buchner, ehemaliger Religionslehrer aus dem Landkreis Traunstein, ergreift das Wort. 25 Jahre war er als Lehrkraft tätig und hat nach eigener Aussage jetzt aufgehört, weil es ihm gereicht hat. Er kritisiert vor allem, dass Gottesdienste an Weihnachten ausfallen und verboten sind, obwohl es geeignete Rahmen dafür gebe wie beispielsweise im Englischen Garten in München oder in Fußballstadien. „Ich finde es traurig, dass unsere großen von der Kirche klein bei geben.“

Update, 15.17: „Hatten noch nie so ein trauriges Weihnachtsfest vor uns wie dieses Jahr“

Die strikten Vorgaben hätten mit der Demo von Dr. Bodo Schiffmann zu tun. Damals ist die Demo ausgeartet und spontan zu einem Spaziergang erklärt worden. „Das müssen wir jetzt ausbaden, obwohl wir nichts mit ihm zu tun haben“, so der Veranstalter.

Zudem hätte sie noch nie so ein trauriges Weihnachtsfest vor sich wie in diesem Jahr“. Es gehe aber um Solidarität. „Wir gehören zusammen. Wir setzen hiermit ein Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und für die Liebe“, so der Veranstalter.

Update, 14.57 Uhr: Der erste Redner spricht

Nun hat auch der offizielle Teil begonnen. Der Veranstalter kritisiert zunächst die Stadt Rosenheim, dass der geplante Spaziergang am gestrigen Samstag ausgefallen ist. „Was die Stadt Rosenheim hier macht ist unnötig Druck auszuüben. Es werden keine Face-Shields oder Atteste ohne Diagnose akzeptiert. Das hat mit Datenschutz und Bürgerrechten nichts zu tun“, so der Veranstalter.

Update, 14.43 Uhr: Vorgaben werden eingehalten

Immer mehr Menschen finden sich ein. Mittlerweile sind etwa 200 Teilnehmer vor Ort. Alle halten sich an die Vorgaben: Die Teilnehmer tragen Maske und halten Abstand. Auch die Polizei ist mit vielen Kräften vor Ort um die Veranstaltung im Mangfallpark abzusichern.

Update, 14.36 Uhr: Bislang rund 100 Teilnehmer

Noch ist wenig los auf der Demonstration gegen die Coronamaßnahmen in Rosenheim. 500 Menschen sind bei der Stadt angemeldet, bisher sind aber nur rund 100 vor Ort. Sie sind gekommen um gegen die Einsamkeit durch die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

Die ersten Demonstranten haben sich im Rosenheimer Mangfallpark eingefunden.

Vorbericht:

Heute wird in Rosenheim demonstriert. Die Stadt genehmigte für Sonntag, 20. Dezember die Versammlung. Eine Privatperson hatte zunächst einen Spaziergang durch die Stadt unter dem Motto „Adventsspaziergang gegen die Einsamkeit (Vereinsamung als Folge des Lockdowns)“ angemeldet, was die Stadt jedoch so nicht genehmigte, so Pressesprecher Christian Schwalm gegenüber rosenheim24.de. Dagegen klagte der Veranstalter. Das Gericht bestätigte jedoch die Entscheidung der Stadt. „Es gab dann ein Kooperationsgespräch in dem man sich darauf geeinigt hat, dass die Versammlung im Mangfallpark stattfindet.“ 500 Personen sind angemeldet. Beginn ist um 14.30 Uhr, dauern soll die Versammlung bis 17 Uhr. Vor Ort gelten die üblichen Hygienemaßnahmen mit Abstand und Maskenpflicht.

Autokorso am Samstag nicht erlaubt

Der für Samstag, 19. Dezember von einer Privatperson angemeldete Autokorso durch die Stadt mit dem Titel „Einschränkungen der Grundrechte - gegen den beabsichtigten Lockdown“ wurde von Seiten der Stadt Rosenheim untersagt. Man habe sich im Kooperationsgespräch mit der Polizei für diesen Schritt entschieden, erklärte Pressesprecher Christian Schwalm gegenüber rosenheim24.de. Der Bescheid wurde dem Antragsteller schriftlich zugestellt und bestätigt.

Bereits am 22. November waren mehr als 500 Teilnehmer in den Mangfallpark gekommen, um gegen die aktuelle Corona-Politik zu protestieren (Plus-Artikel). Nach der Auflösung einer Demo einige Tage zuvor, war es den Veranstaltern besonders wichtig, dass alles friedlich abläuft, was ihnen gelang. 

jb

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