Vereinzelte Verstöße gegen Vorschriften zu Mund-Nasen-Schutz

Demo gegen Corona-Beschränkungen in Rosenheim: Rund 380 Menschen auf dem Max-Josefs-Platz

Ginge es nach der bayerischen Polizeigewerkschaft, dann wären Corona-Demos vorerst auf Eis gelegt.
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In Rosenheim versammelten sich unter Polizeibegleitung mehr als 300 Menschen zu einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen. (Symbolfoto)
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Rund 380 sind am Sonntag (24 Januar) am Rosenheimer Max-Josef-Platz zusammengekommen, um gegen die geltenden Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Von 14 bis etwa 15.30 Uhr haben die Teilnehmer ihrem Unmut gegen die Restriktionen Ausdruck verliehen. 

Rosenheim – Wie die Polizei-Inspektion Rosenheim auf Anfrage schildert, sei die Demonstration friedlich verlaufen. Lediglich wegen vereinzelter Verstöße gegen die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase nahmen die Beamten vor Ort Anzeigen auf.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich beim Anmelder der Demo um den gleichen, der regelmäßig Mahnwachen gegen die Corona-Beschränkungen auf dem Rosenheimer Ichikawa-Platz organisiere.

Angemeldet von „Privatperson aus der Querdenkerszene“

Bei der Kundgebung hatte es ein offenes Mikrofon gegeben. Zu den Sprechern gehörte auch das Rosenheimer AfD-Stadtratsmitglied Andreas Kohlberger. Am vergangenen Freitag (22. Januar) hatte eine Sprecherin der Stadt Rosenheim bestätigt, dass die Veranstaltung fristgerecht von einer „Privatperson aus der Querdenkerszene“ angemeldet worden sei.

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Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim begründete auf Anfrage die Durchführung der Demonstration auf dem Max-Josefs-Platz: „Grundsätzlich finden Demonstrationen an dem Platz statt, für den sie angemeldet werden.“ Würde es in Bezug auf den Wunschort sicherheits- oder infektionsschutzrechtliche Bedenken geben oder der Platz schon belegt sein, könne der Versammlungsort in Absprache mit dem Anmelder verändert werden. Auch ob der Platz für die angemeldete Teilnehmerzahl ausreiche, sei ein Kriterium.

Beschränkung für die Stadt Rosenheim gelockert

Erst am vergangenen Samstag war in Rosenheim die Beschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer aufgehoben worden. Hintergrund der Entscheidung war, dass die sogenannte 7-Tages-Inzidenz in der Stadt dauerhaft unter 200 gesunken ist.

Der Rosenheimer Bürgermeister Andreas März verteidigt die Corona-Beschränkungen. „Das Durchhalten zeigt beim Infektionsgeschehen Wirkung“, so März zur Entscheidung des städtischen Ordnungsamts, die 15-Kilometer-Beschränkung aufzuheben.

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