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Die Gründe für die Rebellion

Dem Katholischen Frauenbund laufen Mitglieder weg: Welche Rolle spielt der Missbrauchsskandal?

Gottesdienst
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Teilnehmer hören in einer Kirche während eines Sonntagsgottesdiensts der Predigt zu.
  • Heidi Geyer
    VonHeidi Geyer
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Es rumort in vielen Ortsvereinen des Katholischen Frauenbundes, einige lösen sich sogar auf wie in Breitbrunn. Das sagt der Dachverband dazu und was der Missbrauchsskandal damit zu tun hat.

Rosenheim - Der Unmut an der Basis ist groß. In immer mehr Gemeinden beschließt der Katholische Frauenbund, sich aufzulösen. Hintergrund ist der Ärger über eine Gebührenerhöhung des Dachverbandes Katholisch Deutscher Frauenbund. Im Ortsverband Breitbrunn will man diese nicht mittragen. Der Jahresbeitrag soll von 25 auf 30 Euro ansteigen und im Weiteren eine zeitlich unbeschränkte jährliche Erhöhung von zwei Euro nach sich ziehen. Damit wäre man zum Beispiel im Jahr 2026 mit dem Mitgliedsbeitrag bereits bei 40 Euro, erklärt Gertraud Hauer vom Frauenbund Breitbrunn.

Die OVB-Heimatzeitungen haben nun den Dachverband mit der Kritik der Basis konfrontiert. „Ja, wir haben die Beiträge erhöht“, ist die Antwort von KDFB-Sprecherin Ulrike Müller-Münch. Hintergrund der Entscheidung sei gewesen, dass man bereits vor über zehn Jahren beschlossen habe, den Beitrag zu erhöhen und infolge für zehn Jahre auf weitere Beitragserhöhungen verzichtet habe. Dieser Zeitraum sei nun verstrichen.

„So wie es angekündigt war, wurde dann der Beschluss gefasst, dass man den Beitrag erhöht“, so Müller-Münch. Schließlich seien in der Zwischenzeit auch die Kosten gestiegen. „Zum Beispiel für Mitarbeiter in den Geschäftsstellen, die nach Tarif bezahlt werden. Auch Sachkosten und Kosten für Dienstleister sind gestiegen, die eine Anpassung erforderlich machen“, sagte die Sprecherin auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Eine stufenweise Erhöhung, die laut Müller-Münch lange im Vorfeld kommuniziert und beschlossen wurde.  

Angesichts der Auflösung vieler lokaler Frauenbünde wegen der Beitragserhöhung, weist sie auf die schwierige Gesamtsituation hin: „Die Beitragsanpassung wurde kurz vor der Pandemie beschlossen. Zum Teil haben sich die Vereine schwer damit getan, ihr Vereinsleben in dieser Zeit aufrecht zu erhalten.“ In vielen Dörfern sei dies aber sehr gut gelungen. Doch es gab auch andere Faktoren: „Dann kam natürlich der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hinzu.“ Insofern sei es nicht ungewöhnlich, dass sich nun einige Frauenbünde auflösen. 

„Reißen sich Haxn aus“

Dem wolle man entgegenwirken: „Unsere Führungskräfte auf Diözesan- und Landesebene reißen sich gerade wirklich alle Haxn aus und versuchen, in Kontakt mit den Zweigvereinen zu treten und zu erklären. Da wird Enormes geleistet.“ Auf der anderen Seite sei es grundsätzlich schwierig, zu vermitteln, was der Frauenbund eigentlich für Frauenrechte alles leiste: „Der dritte Rentenpunkt, das Weiheamt - das kann man nur machen, wenn man eine schlagkräftige Organisation mit vielen Mitgliedern ist.“

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