Standort Salzstadel

Das sind die Gewinnerinnen des Projekts „Stadtmöbel für Rosenheim“ der TH

Sie sind die Gewinner des Projekts „Stadtmöbel für Rosenheim“: (von links nach rechts) Studentinnen Anne Frick, Lara Batdorf und Katja Filipczyk. Auf den Tafeln in ihren Händen sind die Konzepte zu sehen, die sie entworfen haben.
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Sie sind die Gewinner des Projekts „Stadtmöbel für Rosenheim“: (von links nach rechts) Studentinnen Anne Frick, Lara Batdorf und Katja Filipczyk. Auf den Tafeln in ihren Händen sind die Konzepte zu sehen, die sie entworfen haben.
  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Anne Frick, Lara Batdorf und Katja Filipczyk haben das Projekt „Stadtmöbel für Rosenheim“ gewonnen. Das steckt hinter ihren Designs und dem Projekt.

Rosenheim – „Der rote Faden“, „Rosi“ und „The Mountains“: So heißen die Konzepte, die beim Projekt „Stadtmöbel für Rosenheim“ der Technischen Hochschule Rosenheim gewonnen haben. Dahinter stecken die Innenarchitekturstudentinnen Lara Batdorf, Katja Filipczyk und Anne Frick. Alle drei sind im siebten Semester. Es werden Prototypen von den Stadtmöbeln produziert, die am Salzstadel aufgestellt werden sollen. Ein Überblick über die Designs.

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„The Mountains“ von Anne Frick, 23, aus Rosenheim:

Anne Frick hat sich für ihr Konzept von den Alpen inspirieren lassen. „Ich finde, die Berge sind ein Markenzeichen von Rosenheim. Sie stehen für die Stadt“, sagt sie. Zuerst habe sie Skizzen gemacht und über schon bestehende Stadtmöbel recherchiert. Am Ende musste sie sich für eine von drei Ideen entscheiden. Die Wahl fiel nach Absprache mit ihrer Professorin und Kommilitonen schließlich auf „The Mountains“.

Aus Papier faltete sie bergähnliche Strukturen. Anschließend finalisierte sie ihr Konzept in einem 3D-Programm am Computer. Ihr Möbelstück soll aus Holz und Edelstahl bestehen. Holz für die Sitzfläche, weil es „traditionell zu Rosenheim gehört“. Und Edelstahl für die großen Pyramiden, die in die Holzfassung eingelassen werden sollen. An die könne man sich beim Sitzen anlehnen. Anne Frick mag die „kühle, kantige Wirkung“, die das Material hat. „Es schimmert und stellt so den Schnee auf den Bergen dar“, erklärt die 23-Jährige. Außerdem bilde der Edelstahl einen schönen Kontrast zu dem Holz.

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Ihr Stadtmöbel besteht aus verschiedenen Modulen. Das bedeutet: Die einzelnen Teile können beliebig angeordnet werden. Wie es gerade ins Stadtbild passt oder es gewünscht ist. „Es ist kreisförmig, in einer Linie, versetzt oder auch einzeln möglich.“

„Roter Faden“ von Lara Batdorf, 27, aus München:

Für ihr Konzept musste sich die gelernte Schreinerin mit einem Material auseinandersetzen, das ihr nicht ganz so vertraut ist wie Holz: Metall. Denn das macht einen Großteil ihres Möbelstücks aus. Die Tragkonstruktion besteht aus einem Stahlrohr. Dieses windet sich wie ein Faden um eine Holzbank, die die Sitzfläche bildet. Zur Vorbereitung habe sie Drahtmodelle gebaut und sie dann im 3D-Programm am Computer gezeichnet.

Dass das Konzept Bezug zu Rosenheim haben müsse, sei klar gewesen. Doch sie wollte keinen bestimmten Punkt oder Ort in der Stadt darstellen, sagt Lara Batdorf. Vielmehr sollte ihr Möbelstück ganz gezielt durch die Stadt führen. „Wie ein roter Faden.“

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Ihre Idee: An interessanten Orten sollen Bänke aufgestellt werden, auf denen man sitzen und nachdenken kann. Ihr Möbelstück soll für die gesamte Bevölkerung „sitzbar“ sein, sagt die Münchnerin. Das ist ihr wichtig. Das Stahlrohr diene nicht nur als Tragkonstruktion, sondern auch als Rücken- und Armlehne. Es sei sowohl für Jung als auch Alt bequem.

Weiter geht das Rohr als auf dem Boden gezeichnete Linie. Diese markiert den Weg zur nächsten Bank. Dort wachse aus diesem Strich die nächste Metallkonstruktion, erklärt die 27-Jährige. So spinne man ein Netz durch Rosenheim – für Touristen, aber auch für Einheimische. Jeder könne so die Stadt neu entdecken und kennenlernen.

„Rosi“ von Katja Filipczyk, 22, aus Rottal-Inn:

Auch Katja Filipczyk hat für das Projekt über Stadtmöbel recherchiert. „Ich habe mich gefragt, wie man Rosenheim an die Außenwelt tragen kann“, sagt sie. Sie arbeite gerne mit Wörtern und Schrift im Raum. Deshalb habe sie sich für einzelne Sitzhocker entschieden, die das Wort „Rosenheim“ bilden. Erst habe sie die Buchstaben am Computer modelliert. Um sie sich in der Realität besser vorstellen zu können, habe die 22-Jährige sie im 3D-Drucker ausgedruckt. Diese einzelnen Hocker sollen später aus Beton gegossen werden. Man könne sie auch „kunterbunt“ aufstellen, wie es gerade passe.

Katja Filipczyk sieht noch mehr Potenzial in ihren Hockern. „Vielleicht könnte man mit ihnen einen Bezug zu aktuellen Situationen schaffen. Also in der Corona-Krise mit den Möbeln das Wort ‚Abstand’ schreiben zum Beispiel“, sagt sie. So könnten öffentlich Botschaften transportiert werden.

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