„Sommer in Rosenheim“: Schausteller gehen mit ihren Ständen in die Verlängerung

Zahlreiche Familien zog es beim „Sommer in Rosenheim“ in die Innenstadt. Sehr zur Freude der Schausteller, die sich wegen Corona dieses Jahr über jede Möglichkeit arbeiten zu können freuen. Schröder
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Zahlreiche Familien zieht es beim „Sommer in Rosenheim“ in die Innenstadt. Das lindert den Umsatzausfall der Schausteller aufgrund der Corona-Pandemie.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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  • Anna Hausmann
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Die Corona-Pandemie hat den Schaustellern das Geschäft im Jahr 2020 komplett verhagelt. Die Veranstaltungsreihe „Sommer in Rosenheim" hat ein wenig Abhilfe geschaffen. Eigentlich sollte am 6. September Schluss sein. Die Stände bleiben aber noch etwas länger in der Stadt.

Update 9. September

„Sommer in Rosenheim" geht in die Verlängerung

Rosenheim – Die Schausteller von „Sommer in Rosenheim“ gehen in die Verlängerung: Bis zum 20. September bleiben sie mit ihren Ständen in der Rosenheimer Innenstadt. Ursprünglich wäre der 6. September der letzte Tag für sie gewesen, das offizielle Ende der Veranstaltungsreihe.

„Wir sind der Stadt sehr dankbar für diese Chance “, erklärt Schausteller Max Fahrenschon (57). Etwa 2 Wochen vor Ablauf habe er den Antrag auf Verlängerung gestellt. Es sei ein Gewinn für alle Seiten gewesen – für die Schausteller, den Einzelhandel und die Gastronomie. Die Besucher der Stände hätten auch die Geschäfte belebt. „Wir haben extra darauf geachtet, die Schaufenster freizuhalten und den Gastronomen mit unserem Essen nicht in die Quere zu kommen.“

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Die Erstmeldung vom 25. August

Rosenheim – Beim „Sommer in Rosenheim“ zählt man nun wieder ganz besonders genau. Damit es ja nicht zu viele werden. Mit einem Klicker registriert der Sicherheitsdienst nunmehr die Besucher, sagt Projektleiterin Andrea Hailer. So erstellten die Sicherheitsleute minutengenau Protokolle und machten bei zu viel Andrang die Zugänge sofort dicht. Die Besucherzahl  unter freiem Himmel ist auf 100 beschränkt.

Grund ist der Wochenend-Schock. Wie hatte das Staatliche Gesundheitsamt noch gewarnt, dass man sich in Rosenheim der bayerischen Frühwarnstufe nähere. Heißt: der Zahl von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen, und das auf 100.000 Einwohner gerechnet. Und dann reißt Rosenheim am Wochenende sogar die bundesweit verbindliche Messlatte von 50.

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Veranstaltung bereits unterbrochen

Folge: Erneute Beschränkungen fürs öffentliche Leben. Wie bereits beim Auftritt von Roland Hefter noch vor Verschärfung der Regeln. Mitte August wurde das Konzert wegen zu vieler Besucher unterbrochen und an einen anderen Ort verlegt.

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Immerhin: Trotz der verschärften Kontaktbeschränkungen kann der „Sommer in Rosenheim“ weiter stattfinden. Darauf weist Werner Oeckler hin, Geschäftsführer der städtischen Landesgartenschau GmbH. „Das städtische Ordnungsamt und der Sicherheitsdienst stehen wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in engem Kontakt.“ Man habe das Konzept „mit viel Fingerspitzengefühl“ geplant, beteuert er, und vor allem habe man sich schon seinerzeit auf eine Verschärfung der Lage eingestellt. Es müssten also „nur geringfügige Anpassungen umgesetzt werden“, sagt Oeckler.

Strengere Vorgaben für Walking Acts

Projektleiterin Hailer erklärt: „Die Sicherheitswacht war von Anfang an die ganze Zeit unterwegs.“ Damit die Wacht ihre Arbeit tun könne, seien manche Veranstaltungen auch gleich in den Salingarten verlegt worden. Achtsamkeit gelte sogar für die Stelzengänger. „Auch die Walking Acts sollen nicht mehr frei durch die Innenstadt laufen“, sagt Hailer.

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Nur noch 100 statt 200 Besucher: Für die Veranstalter noch erträglich. Schließlich seien zu Beginn der Veranstaltungsreihe Mitte Juli auch nicht mehr erlaubt gewesen, sagt Oeckler.

Maßnahmen können verschärft werden

Allerdings kann es auch noch dicke kommen, wie der Sprecher der Stadt betont. „Wir schließen es nicht aus, im Zweifel die erforderlichen Maßnahmen nachzuschärfen“, sagt Thomas Bugl.

Da darf man hoffnungsfroh auf die nächste Veranstaltung blicken. Am nächsten Wochenende startet das Transit Art Festival. Wenn sich die Künstler in Hebebühnen schwingen, um Fassaden in der Stadt mit Graffittis zu verzieren, ist für die Zuschauer der Abstand leicht zu wahren – zumindest der zu den Künstlern über ihren Köpfen.

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