Aus dem Schulausschuss

Im Kampf gegen das Coronavirus: 644 CO2-Sensoren für Rosenheimer Schulen und Kindergärten

Insgesamt drei dieser mobilen Luftreinigungsgeräte befinden sich im Rosenheimer Karolinengymnasium. Auf dem Bild zu sehen ist Schulleiterin Sigrid Rechenauer.
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Insgesamt drei dieser mobilen Luftreinigungsgeräte befinden sich im Rosenheimer Karolinengymnasium. Auf dem Bild zu sehen ist Schulleiterin Sigrid Rechenauer.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Im Kampf gegen das Coronavirus in Schulen und Kindergärten sollen Luftreiniger und CO2-Sensoren helfen. In Rosenheim sind alle Einrichtungen mit technischen Lösungen ausgestattet. Das hat Oberbürgermeister Andreas März (CSU) in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses bestätigt.

Rosenheim – An den drei mobilen Luftreinigungsgeräten, die sowohl in der Aula, als auch im kleinen Turnsaal stehen, stört sich im Rosenheimer Karolinengymnasium schon lange niemand mehr. „Die Geräte sind sehr hochwertig und leise“, sagt Schulleiterin Sigrid Rechenauer.

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Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt hatte für das Rosenheimer Karolinengymnasium insgesamt drei diese mobilen Luftreinigungsgeräte beschafft. „Die Geräte stehen in zu Unterrichtszwecken genutzten Räumen, die nicht ausreichend anderweitig gelüftet werden können“, heißt es aus dem Rathaus.

Mobile Luftreinigungsgeräte für Kindertagesstätten

Ebenfalls gekauft wurde je ein mobiles Luftreinigungsgerät für zwei Kindertagesstätten, die ebenfalls in Aufenthaltsräumen eingesetzt werden, die nicht anderweitig ausreichend gelüftet werden können.

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„Die Kosten für die fünf Geräte betrugen rund 16 700 Euro und sind zu 100 Prozent förderfähig“, teilten die Verantwortlichen während der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses mit.

Schüler kümmern sich um das Lüften

Zudem habe die Stadt für die Schulen 629 CO2-Sensoren und für die Kindertagesstätten 15 CO2-Sensoren besorgt. „Sobald die Sensoren ein Signal geben, springen gleich mehrere Schüler auf, um die Fenster zu öffnen“, berichtet Sigrid Rechenauer.

Viele positive Rückmeldungen

Ähnlich positive Rückmeldungen habe die Verwaltung von anderen Schulen bekommen. „Die Geräte werden stark und gerne genutzt, führen zu einem verbesserten Lüftungsgefühl und vermitteln auch Sicherheit“, heißt es aus dem Rathaus.

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Es sei deshalb nicht geplant flächendeckend „mobile Luftreinigungsgeräte für alle Unterrichts- beziehungsweise Aufenthaltsräume zu beschaffen“.

Bei anderen kreisfreien Städten nachgefragt

Das habe auch die Nachfrage bei anderen kreisfreien Städten ergeben, die die Beschaffung von Luftfiltergeräten sehr moderat handhaben würden. „Keine dieser Städte stattet ihre Schulen flächig mit Luftfiltergeräten aus“, so die Verwaltung.

Stadtrat Karl-Heinz Brauner (Grüne) erinnerte während der Sitzung noch einmal daran, wie wichtig „frische Luft in geschlossenen Räumen“ ist.

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