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Corona verhagelt Planungen

Nach Wiesn-Absage: Auch Rosenheimer Herbstfest findet 2021 nicht statt

Herbstfest in Rosenheim
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Herbstfest in Rosenheim
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Ministerpräsident Markus Söder gilt als Verfechter harter Maßnahmen. Was Rosenheimer Herbstfest, Münchner Wiesn und Co. betrifft, haben aber die Oberbürgermeister der betreffenden Gemeinden das Sagen. Und am Montag haben sie sich geeinigt. Was das fürs Herbstfest heißt. 

Rosenheim - Das Herbstfest in Rosenheim findet auch 2021 nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen nicht statt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) berichtete am Montag in einer Pressekonferenz vom Ergebnis einer Schalte mit den Oberbürgermeistern von Städten mit großen Volksfesten, darunter auch Rosenheim. Ergebnis der Unterredung war, wie Söder sagte, die „Empfehlung, die großen Feste nicht stattfinden zu lassen“.

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Aus wirtschaftlichen Gründen sei es wichtig, nicht bis zuletzt auf eine Besserung der Pandemielage zu spekulieren, sagte Söder. Außerdem dürften die Marken der großen bayerischen Feste nicht beschädigt werden. Wichtige Pandemie-Regeln wie Abstand und Maske seien in Bierzelten auch nicht durchzuhalten, sagte Söder. 

Söder will „dezentrale“ Veranstaltungen

Söder versprach aber Unterstützung für „dezentrale“ Veranstaltungen, wie sie 2020 auch beim „Sommer in Rosenheim“ stattfanden. Man wolle auch sehen, wie man zum Beispiel die hohen Ausfälle für Schausteller kompensieren könne.

Rosenheims Oberbürgermeister März: „Unglücklich“ über Aus fürs Herbstfest

Als „eine der traurigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Amtszeit“ bezeichnete Oberbürgermeister Andreas März (CSU) das Aus fürs Herbstfest. Er sei unglücklich, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Stadt und Wirtschaftlichem Verband.

Doch seien sich der Wirtschaftliche Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim als Veranstalter und die Stadt Rosenheim als Sicherheitsbehörde in der Entscheidung einig gewesen. März blickte voraus: Er sei überzeugt, dass mit fortschreitenden Impfungen die notwendige weitreichende Immunität hergestellt werden könne, „so dass wir ab Samstag, 27. August, alle zusammen 161 Jahre Rosenheimer Herbstfest feiern können“.

Im übrigen begrüßt es März, dass der Freistaat für alternative, dezentrale Veranstaltungen möglichst günstige Rahmenbedingungen schaffen wolle.

Münchens Oberbürgermeister Reiter: „Schmerzliche Entscheidung“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach von einer schmerzlichen Entscheidung, für die er bei den vielen Fans etwas der Wiesn um Verständnis bat. Auch der Fortschritt der Impfkampagne werde die Wiesn 2021 nicht retten können. Wer hätte, so fragte Reiter, im April 2020 damit gerechnet, dass man heute, im Mai 2021, noch immer in der Pandemie stecke?

Das war’s also für dieses Jahr mit den Volksfesten in Bayern. Reiter regte im Gegenzug eine vorsichtige Öffnung der Außengastronomie an. Daran, dass das typische Flair zurückkehre, hege er keinen Zweifel. 

Wirtschaftlicher Verband äußert Verständnis für Wiesn-Zwangspause

Die Zwangspause für das Rosenheimer Herbstfest 2021 freut niemanden, stößt aber auch auf Verständnis. „Es war keine Überraschung mehr“, sagte Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim, der das Herbstfest veranstaltet.

„Natürlich ist das trotzdem ein trauriger Tag.“ Hertreiter äußerte Zustimmung zu der gemeinsam von den Oberbürgermeistern und dem Ministerpräsidenten gefälltenEntscheidung. „Natürlich hätte man hoffen können, dass es im optimalen Falle vielleicht klappen kann“, sagte er.

Für eine solche Großveranstaltung aber sei eine frühzeitige klare Entscheidung wichtig. Die Pandemie schaffe viele Unwägbarkeiten. „Hoffen wir, dass wir das Herbstfest 2022 wieder stattfinden lassen können.“

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