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Seit erstem Corona-Lockdown ohne Einnahmen

Bars und Clubs aus Rosenheim hoffen auf Öffnung im Herbst

Wohl nicht vor dem Herbst werden die meisten Clubs und Nachtgastronomen wieder öffnen.
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Wohl nicht vor dem Herbst werden die meisten Clubs und Nachtgastronomen wieder öffnen.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Während sich die Speisegastronomie ab Montag über weitere Öffnungsschritte freuen darf, bleiben die Türen der Clubs und Diskotheken auch weiterhin geschlossen. Dennoch geben die Betreiber aus dem Raum Rosenheim die Hoffnung nicht auf. Die leise Zuversicht richtet sich nun in Richtung Herbst.

Rosenheim – „Im Sommer vielleicht“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gestern in Hinblick auf mögliche Öffnungen der Nachtgastronomie. Auch Besitzern von reinen Schankwirtschaften, die über keinen Außenbereich verfügen, bleibt derzeit nur das Abwarten.

Zurück zum gewohnten Rhythmus

Die Asta-Kneipe an der Rosenheimer Hubertusstraße will in diesem Juni ganz vorsichtig wieder den Betrieb aufnehmen. Schon am heutigen Samstag (5. Juni) öffnet der Biergarten der Schenke zum ersten Mal nach dem Lockdown im November vergangenen Jahres. Auch mittwochs will das Lokal aufsperren, dann mit dem Kneipen-Quiz. Und sollte die Inzidenz weiterhin unter 50 bleiben und damit die Vorlage eines Negativtests vor dem Besuch entfallen, wäre auch noch der Donnerstag drin.

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Am Schluss will die Asta-Kneipe wieder in ihren gewohnten Rhythmus zurückfinden und in diesem Sommer wieder von Mittwoch bis Samstag öffnen, dann vielleicht auch mit Livemusik. Der Wermutstropfen: „Wir würden gerne ein wenig länger aufhaben“, sagt Matthias Griehl vom Team der Kneipe über die geltende Sperrstunde ab 22 Uhr. Die hält er für alles andere als sinnvoll, denn schlimmstenfalls stünden die Leute anschließend betrunken auf der Straße herum.

Ein Signal an die Gäste

Auch die Lausa Bar an der Kaiserstraße will mit einem Außenbereich zumindest noch das Signal an ihre Gäste senden, dass man noch da ist und auch gedenkt zu bleiben. Sitzgelegenheiten für etwa 20 Gäste plant Eigentümer Stephan Rech. Finanziell rentierte sich das nicht. „Für uns ist die Außengastronomie ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Rech. Aber die Arbeit helfe, um „jung im Kopf zu bleiben“ und ganz nebenbei bleibe man im Gespräch.

Derzeit fehlt jedoch noch ein Handwerker, der die Tische und Bänke zimmert. Derweil behilft sich Rech mit dem Betrieb des Gingartens auf der Loretowiese, der am Mittwoch öffnete. Je nachdem, wie lange das Strandkorb-Festival auch nach seinem Ende nachwirkt und Besucher bringt, will Rech dort weiter Gäste bewirten.

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Still ruht der See hingegen beim Wuid-Club an der Adlzreiterstraße. Betreiber Marco Koob verweist auf seine Konzession als Diskothek, da bleibe für den Betrieb nur den Innenbereich. Frühestens für den Herbst rechnet er damit, wieder aufmachen zu können. Die Zeit bis dahin nutzen Koob und sein Team, um das Konzept des Clubs zu überarbeiten.

Tröstlich sind für ihn wohl die vielen Anfragen, wann der Betrieb endlich wieder losgeht. Und auch Koob und seine Kollegen sitzen auf heißen Kohlen: „Die Vorfreude überwiegt. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn es wieder losgeht. Sowohl ich als auch die Mitarbeiter von mir sind heiß drauf, endlich wieder aufmachen zu dürfen.“

Der Reiz, auf andere Leute zu treffen

Auch beim Club Nerdz in der Samerstraße rechnet Inhaber Franz Fischer nicht vor Herbst mit der ersten Möglichkeit, seinen Laden wieder zu öffnen. Beschäftigt sind er und sein Team dennoch: Derzeit ertüchtige man die Lüftungsanlage und werte diese hygienisch auf. Auch im Club selbst verändere sich das ein oder andere Detail.

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„Wir sind mitten im Umbau“, sagt Fischer. Dabei zeigt er Verständnis, dass er mit seinen Kollegen der Nachtgastronomie im Gegensatz zu den Speiselokalen nicht öffenen dürfen: Bei den Clubs gehe es ums Feiern, darum, sich gehen zu lassen. „Dieses Aufeinandertreffen mit anderen Leuten macht ja den ganzen Reiz aus.“ Und da ließen sich schwerlich die Abstände zwischen den Personen so einhalten wie im Restaurant.

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