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Söder lockert: Diese Corona-Regeln gelten ab 27. Januar in Bayern

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Söder lockert: Diese Corona-Regeln gelten ab 27. Januar in Bayern

München/Landkreis – Am Dienstagvormittag (25. Januar) hat die bayerische Staatsregierung einmal …
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Viele Infektionen an den Schulen

Kinderkurve geht durch die Decke: Schüler haben in Region Rosenheim die höchsten Corona-Inzidenzzahlen

Kam der Abschied von der Maske zu früh? An den Schulen auch in der Region werden zur Zeit besonders viele Infektionen registriert.
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Kam der Abschied von der Maske zu früh? An den Schulen auch in der Region werden zur Zeit besonders viele Infektionen registriert.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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7-Tage-Inzidenzen um die 700 in der kreisfreien Stadt Rosenheim: So geht die „Kinder-Kurve“ der Corona-Pandemie durch die Decke. In den Schulen der Region Rosenheim wurden allein am Montag (18. Oktober) 30 neue Fälle gemeldet.

Rosenheim – Inzidenzzahlen knapp unter 700 bei den Jüngsten bis 14, zahlreiche Infektionen vor allem an den Schulen: Das Voralpenland im Südosten Oberbayerns sorgt wenige Wochen nach dem Start ins neue Schuljahr für weitere Gipfel in der Pandemie-Kurve. Allein aus den Schulen und Kitas der Region Rosenheim wurden am Montag 30 neue Fälle gemeldet.

Lesen Sie auch: Angespannte Corona-Lage in Rosenheim: Klinik muss Patienten bis nach Murnau verlegen

Vor allem die Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit in Erlangen (LGL) schockieren auf den ersten Blick. Eine Inzidenzzahl von 383,62 weisen die Erlanger für die zwölf- bis 15-Jährigen im Landkreis aus, in der kreisfreien Stadt Rosenheim sind es gar 756,9.

Bei den Grundschülern registriert das LGL eine Inzidenz von 377,85, für die kreisfreie Stadt liegt die Zahl der Ansteckungen binnen sieben Tage bei 518,13. Allerdings ist auch diese 7-Tagesinzidenz eine auf 100 000 hochgerechnete statistische Größe. Insgesamt steckten sich in der vergangenen Woche in der Stadt 17 Grundschüler an – das sind viele. Doch ist die Zahl weniger alarmierend, als es die Mega-Quote von 518 nahelegt.

Die Inzidenz sagt etwas über die Dynamik aus

Vergleicht man all diese Zahlen aber mit anderen Altersklassen, so wird klar, wo eine besondere Dynamik herrscht: an den Schulen. Bei den 16- bis 19-Jährigen in der Stadt etwa misst das LGL den Pegelstand von 423,55. Nicht einmal ein Fünftel davon registriert die Behörde bei den überwiegend geimpften und weniger mobilen Menschen ab 80 aufwärts.

Ebenfalls interessant: Wie schützt man Kinder vor Long Covid? Rosenheimer Kinderarzt Otto Laub redet Klartext

Auch bei den östlichen Nachbarn sind Schulen offensichtlich Infektionstreiber. Das besagen die Statistiken des RKI, die allerdings etwas gröber gefasst sind. Für Traunstein weist das RKI für die Altersklasse von 0 bis 14 eine 7-Tageinzidenz von 398,8 aus, bei den Jugendlichen und jungen Erwachsen von 15 bis 34 sogar eine Quote von 527,5.

Wieder weit vorn in der Statistik, nach Altersklassen wie auch mit seiner Gesamtinzidenz: das Berchtesgadener Land. Es verzeichnet bei den Jüngsten von 0 bis 14 hochgerechnet auf 100 000 eine Quote von 695,6.

Schon holt das Gesundheitsamt erste Lockerungen zurück

21 positive Tests meldeten Schulen aus Stadt und Landkreis Rosenheim dem Staatlichen Gesundheitsamt noch am Freitag, der Höchstwert bislang war Anfang vergangener Woche mit der Zahl von 32 gemeldet worden.

Ist an den Schulen womöglich zu früh die Maskenpflicht gelockert worden? Der Wegfall der Maskenpflicht habe ihn schon gewundert, sagt der Kinderarzt Otto Laub. „Das kam zu einem Zeitpunkt, da sich kaum mehr jemand daran störte.“ Allerdings hat er auch Verständnis für die Lockerungen: „Wenn Sie Wirtshäuser und Clubs aufmachen, können Sie nicht weiter strenge Regeln nur für Schulkinder aufrechterhalten.“

Das Gesundheitsamt drückt allerdings schon wieder auf die Bremse. In einer Schule im Landkreis waren seit 22. September insgesamt 27 Fälle aus 14 verschiedenen Klassen gemeldet worden.

Für drei Klassen verhängte das Gesundheitsamt Quarantäne-Maßnahmen, eine generelle Maskenpflicht im Schulgebäude und tägliche Antigen-Schnelltestungen ab Jahrgangsstufe 5.

Long Covid kann auch Jüngeren zu schaffen machen

Doch wie aufschlussreich sind die Zahlen? Nach wie vor leiden Kinder im Großen und Ganzen viel seltener unter schweren Verläufen.

Das stellt auch Kinderarzt Laub fest. Allerdings, so sagt er auch: „Der an sich seltene schwere Verlauf ereignet sich auch häufiger, wenn die Zahl der Ansteckungen so steigt.“

Und auch bei milderen Verläufen klagen viele jüngere Menschen über lange und teilweise heftige Nachwirkungen. Wie hoch der Anteil der langfristig Geplagten wirklich ist, darüber streiten die Experten – es fehlt schlicht an Daten und Studien.

Die Jüngsten sind nur schwer zu schützen

Die Zahlen des Gesundheitsamtes Rosenheim allerdings sind in einem Punkt klar: Gerade die jüngsten Schüler sind besonders exponiert und könnten Infektionen auch in ihre Familien tragen. Nach Angaben von Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes, traten elf Prozent der Fälle bei Kindern unter zwölf Jahren auf. Es sind die sozusagen „unvermeidlichen“ Infektionen – denn für Kinder in diesem Alter gibt es noch keine Impfstoffzulassung.

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