Die Lage der Woche

Corona-Fälle am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim – Zwei größere lokale Ausbrüche im Kreis

Neue Hotspots: Vor allem in Bad Feilnbach und Raubling steckten sich viele Menschen an, mehr als in der viel größeren Stadt Rosenheim. Schöne
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Neue Hotspots: Vor allem in Bad Feilnbach und Raubling steckten sich viele Menschen an, mehr als in der viel größeren Stadt Rosenheim. Klicken Sie auf die Karte für eine vollständige Darstellung.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Zwangspause: Insgesamt 160 Schüler und zehn Lehrer aus acht Klassen des Ignaz-Günther-Gymnasiums in Rosenheim sind in Quarantäne. Die wurde den Schülern auferlegt, nachdem an der Schule im Laufe der Woche vier positive Fälle bekannt geworden waren. Die aktuelle Corona-Lage.

RosenheimZunächst waren am Ignaz-Günther-Gymnasium zwei Tests positiv ausgefallen. Bei den Testungen der engen Kontaktpersonen ergaben sich zwei weitere Infektionen. Auch die Kontaktpersonen (1. Grades) dieser Fälle wurden in die häusliche Isolation geschickt. Wie Ina Krug, Sprecherin des Landratsamts, betonte, seien nicht immer die kompletten Klassen unter Quarantäne gestellt, „sondern nur die Schüler und Lehrer, die bestimmte gemeinsame Kurse besucht hatten“.

Bislang keine Symptome bei den von der Quarantäne Betroffenen

Schulleiter Dieter Friedel zeigte sich nach Telefonaten mit Betroffenen vorerst beruhigt. „Mir wurde aus der Quarantäne bislang nichts von Covid-19-Symptomen berichtet“, sagte er am Freitag. Friedel wie auch Thomas Tram, der Vorsitzende des Elternbeirats, sprachen von einer guten Kommunikation zwischen Schule, Gesundheitsamt und Eltern. Am Gesundheitsamt hatten zuletzt Eltern Kritik geübt.

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Entwarnung gab es dagegen für die Grundschulen Schloßberg und Riedering, wo jeweils ein Corona-Fall gemeldet worden war. Aus den Testungen im Umfeld sind bisher keine weiteren Infektionen hervorgegangen. Dennoch sind hier insgesamt 60 Personen in Quarantäne. Insgesamt 90 Schüler und Lehrer wurden am Gymnasium in Prien in Quarantäne geschickt, 59 waren es an der Grundschule Flintsbach.

Wieder Ausbruch in Bad Feilnbach

In Bad Feilnbach wurden 16 Neuinfektionen registriert, in der Woche davor waren es elf gewesen. „Ein Großteil der Neuinfektionen lässt sich auf private Feiern zurückführen“, sagt Ina Krug. Raubling verzeichnet mit sieben Ansteckungen ebenfalls eine hohe Zahl.

Ende der Urlaubszeit macht sich bemerkbar

Ferienende und Schulstart machen sich bemerkbar. Im September wurden insgesamt 288 neue Ansteckungen registriert, davon lediglich 128 bei Reiserückkehrern, was 45 Prozent entspricht. Im August war der Anteil bei 70 bis 90 Prozent gelegen. In den vergangenen sieben Tagen wurden überhaupt nur 15 Reiserückkehrer positiv getestet.

Die Fernreisesaison ist vorüber, es naht die Skisaison. Seit Tirol am 25. September zum Risikogebiet erklärt wurde, verpflichten Reisen dorthin zur Quarantäne – allerdings mit Ausnahmen. Vereins-Skitraining zum Beispiel geht in Ordnung. Wer übers Wochenende im Stubai –  dort startete die Saison am Freitag – trainieren will, muss nicht in Quarantäne.

Rosenheim noch unter der Frühwarnmarke

Insgesamt wurden für Stadt und Landkreis Rosenheim 78 neue Fälle gemeldet. Bisher verzeichnet man 3347 Fälle von Covid-19, davon im Landkreis 2621 und in Rosenheim 726. Als genesen gelten 2965 Menschen. In Rosenheim bleibt man mit einer Sieben-Tagesinzidenz von 30,0 unter der Frühwarnmarke, liegt aber gut doppelt über dem Stand vergangener Woche.

Die Zahl der Sterbefälle bleibt mit 222 Menschen gleich. In den Kliniken bleibt die Lage entspannt: Hier werden nur drei Covid-19-Patienten stationär behandelt, keiner davon intensiv. Von Bad Feilnbach und Raubling abgesehen blieb das Infektionsgeschehen moderat. Aus Bruckmühl, Söchtenau, Riedering, Bernau, Brannenburg, Kolbermoor, Kiefersfelden, Wasserburg und Eiselfing wurden je zwei neue Infektionen gemeldet, aus Bad Aibling vier.

Darüber hinaus gab es in elf Gemeinden Einzelfälle: Feldkirchen-Westerham, Großkarolinenfeld, Stephanskirchen, Aschau, Samerberg, Flintsbach, Rohrdorf, Stephanskirchen, Höslwang und Gstadt.

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