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Weitere Prüfungen notwendig

Astrazeneca-Tag für Rosenheim? Stadträte wollen Impfangebot ohne Priorisierung

Ein Blick nach Ebersberg: Am vergangenen Wochenende hat dort ein Astrazeneca-Impftag stattgefunden, bei dem Haus- und Fachärzte rund 1500 Impfdosen ohne Priorisierung und terminliche Anmeldung verimpft haben.
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Ein Blick nach Ebersberg: Am vergangenen Wochenende hat dort ein Astrazeneca-Impftag stattgefunden, bei dem Haus- und Fachärzte rund 1500 Impfdosen ohne Priorisierung und terminliche Anmeldung verimpft haben.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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  • Jens Kirschner
    Jens Kirschner
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Um die Impfungen gegen das Coronavirus voranzutreiben, könnte es in Rosenheim bald einen Astrazeneca-Impftag geben. SPD und CSU hatten einen solchen Sondertag gefordert. Jetzt soll Fritz Ihler, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Rosenheim, die Planungen vorantreiben.

Rosenheim – In Ebersberg hat es funktioniert, in Strasburg und Dachau ebenfalls. Jetzt soll es auch in Rosenheim einen Tag geben, an dem sich jeder, ganz ohne Priorisierung, mit Astrazeneca impfen lassen kann. „Viele Menschen in der Region haben das Bedürfnis schnell geimpft zu werden, ganz gleich mit welchem Impfstoff“, teilen SPD und CSU mit.

Stadt kann Sondertag nicht organisieren

Aus diesem Grund soll – in Abstimmung mit den Hausärzten und unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapazitäten – eine Astrazeneca-Sonderaktion zur Corona-Impfung vorgenomen werden. „Grundsätzliche begrüßen wir Sonderimpfaktionen immer.

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Sie sind die Grundlage dafür die Pandemie einzuschränken und in Schach zu halten und zu einer – wie immer gearteten Normalität zurückkehren können“, sagte Oberbürgermeister Andreas März (CSU).

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Er machte aber auch deutlich, dass die Stadt einen solchen Sonderimpftag nicht organisieren könne.

So sei zum einen nicht genügend zusätzlicher Impfstoff vorhanden, zum anderen dürfe Astrazeneca seit Mitte April in den bayerischen Impfzentren nicht mehr für Erstdosen verwendet werden.

Ohne Priorisierung und terminliche Anmeldung

Ein „Astra-Impftag“ könnte also nur dann stattfinden, wenn sich die Haus- und Fachärzte der Sache annehmen. Dass dies funktionieren kann, zeigt das Beispiel aus Ebersberg. Dort verabreichten Haus- und Fachärzte, wie berichtet, rund 1500 Impfdosen ohne Priorisierung und terminliche Anmeldung. Initiiert hatte die Impf-Sonderaktion Dr. Marc Block (52).

Der Zornedinger Mediziner ist der Koordinierungsarzt der niedergelassenen Arztpraxen im Kreis Ebersberg. In Absprache mit dem Bürgermeister und dem Landratsamt organisierte er innerhalb eines halben Tages den Aufbau eines provisorischen Impfzentrums mit sieben Spuren auf dem Ebersberger Volksfestplatz.

Impfen in der Tiefgarage

Um den Andrang gerecht zu werden, richtete das Landratsamt zudem weitere zehn Impfzimmer in der Tiefgarage des Impfzentrums ein. Insgesamt konnten laut Block so rund 2750 Impfdosen verabreicht werden.

„Das was in anderen Landkreisen möglich ist, sollte auch bei uns möglich sein“, mahnte deshalb Stadtrat Florian Ludwig (CSU).

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Fritz Ihler (SPD), Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Rosenheim, stimmte zu, sagte aber auch, dass eine Sonderimpfaktion nur dann Sinn ergebe, wenn sie im Impfzentrum stattfinden könne und nicht in den jeweiligen Praxen. Zudem müsse man schauen, ob sich genügend Ärzte finden. „Wenn der Wunsch besteht, versuche ich es zu organisieren“, sagte Ihler und erntete dafür klopfenden Beifall.

Stadt kann Infrastruktur zur Verfügung stellen

Oberbürgermeister März schlug deshalb vor, einen Tag zu nutzen, an dem der Betrieb des Impfzentrums ruhe. Dann könne die Stadt die Infrastruktur zur Verfügung stellen, um alles weitere müssten sich anschließend die niedergelassenen Ärzte kümmern.

Keine Konkurrenz zum Impfzentrum

CSU-Stadtrat Florian Ludwig machte noch einmal deutlich, dass man keinesfalls in Konkurrenz zum Impfzentrum treten will. „Uns geht es mehr darum, dass vom Astrazeneca nichts übrig bleibt.“ Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender der SPD sagte, dass die Sonderaktion für all diejenigen gelte, die sich „schnell impfen lassen wollen“.

Keinerlei Nebenwirkungen nach Impfung

Er selbst habe sich mit Astrazeneca impfen lassen und keinerlei Nebenwirkungen verspürt. Gleiches bestätigte Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/UP.

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Judith Kley-Stephan (Grüne) appellierte an die ältere Generation, sich für den Astrazeneca-Impfstoff zu entscheiden. Die Jüngeren hätten ein Jahr lang auf vieles verzichtet. Jetzt sei es an der älteren Generation etwas an sie zurückzugeben.

Viel Lob für das Impfzentrum

Nach viel Lob über die „sehr gute Arbeit des Impfzentrums“ – unter anderem für die laut März „saumäßig gute Organisation“ – gab die Verwaltung Fritz Ihler den Auftrag zu prüfen, ob der vorgeschlagene Astrazeneca-Tag in Rosenheim überhaupt umsetzbar wäre. Zudem will die Stadt herausfinden, wann der nächste Ruhetag des Impfzentrums ist.

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