Christsoziale vor den Grünen

428 von 488 wahlberechtigten Schüler am SFG haben an der fiktiven Juniorwahl teilgenommen. re
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428 von 488 wahlberechtigten Schüler am SFG haben an der fiktiven Juniorwahl teilgenommen. re

Rosenheim – Die Bürger haben am Sonntag über einen neuen Bundestag entschieden.

Schon zwei Tage vor den Erwachsenen stimmten bundesweit rund eine Million Schüler bei der Junior-Wahl über ihre politischen Präferenzen ab. So auch 428 Schüler am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium (SFG).

Stimmberechtigt waren 488 Jugendliche der Jahrgangsstufen acht bis zwölf. Wie bei einer echten Wahl waren sie aufgefordert, ihre Erst- und Zweitstimme zu verteilen. In zwei Projektwochen wurden die Schüler zuvor im Unterricht auf die Bundestagswahl vorbereitet. Sie studierten im Unterricht Wahlprogramme, setzten sich mit den Tücken des Wahlsystems auseinander und diskutierten über die Fünf-Prozent-Hürde und die Besonderheit von Überhangmandaten. Auch der „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung stand auf dem Stundenplan. Als Wahlhelfer fungierten Schüler der zehnten Klasse, die den Wahlraum vorbereiteten, die Wahlkabinen ausstatteten und nach Abschluss der Wahl auch die Stimmen auszählten.

Um allen Wahlberechtigten die Stimmabgabe zu ermöglichen, durften die Mädchen und Buben während der Unterrichtszeit, begleitet von ihren Lehrern, zur Stimmabgabe schreiten. So ergab sich ein ständiges Kommen und Gehen, das die Wahlhelfer ins Schwitzen brachte. „Es hat aber riesig Spaß gemacht. Bei der Landtagswahl sind wir wieder dabei“, resümierte Wahlvorstand Johannes am Ende.

Folgendes Ergebnis ergab die Juniorwahl am SFG: Die Wahlbeteiligung lag bei 86,7 Prozent – 423 Schüler warfen ihren Zettel in die Urne. In Sachen Direktmandat konnte sich auch bei den Jugendlichen Daniela Ludwig (CSU) mit 40,7 Prozent durchsetzen. 20,1 Prozent der abgegeben Stimmen entfielen auf Abuzar Erdogan SPD), 14,4 Prozent auf Korbinian Gall (Grüne), 4,5 Prozent auf Michael Linnerer (FDP) und 5,7 Prozent auf Andreas Winhart (AfD). Sebastian Misselhorn (Linke) erhielt 5,4 Prozent der Stimmen, 9,2 Prozent der Stimmen entfielen auf andere Parteien.

Bei der Zweitstimme erhielt die CSU 31 Prozent der abgegebenen Stimmen, 13,1 Prozent gewann die SPD. 18,8 Prozent erhielten die Grünen, 6 Prozent die FDP. Die AfD kam bei den Jugendlichen auf 6,2 Prozent, die Linke auf 4,2 Prozent. re

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