Diskussion über Wohnmobil-Stellplatz wieder angestoßen

Für Camper weiter ungastlich

Rosenheim - Lang, lang ist‘s her, dass es in Rosenheim einen Campingplatz gab. Er lag an der Klepperstraße beim Gelände der Freien Turnerschaft. Mitte der 1980er-Jahre wurde er ersatzlos geschlossen. Inzwischen fahren die Campingfans nicht mehr "mit Kleppermantel, -boot und -zelt fröhlich durch die Welt", sondern mit Wohnwagen und immer häufiger auch mit Wohnmobilen. Solche Fahrzeuge sind nicht billig, die Besitzer meist alles andere alsmittellos.

Gäbe es diesen Platz noch, wäre er durch die neue Bahnhofsunterführung ein geradezu idealer Stellplatz für Wohnmobilisten: ruhig und nahe an der Stadt, deren Zentrum von dort zu Fuß oder per Fahrrad schnell erreichbar ist, zudem nahe am Bahnhof für Bayern-Ticket-Ausflüge nach München oder Salzburg.

CSU-Stadträtin Eleonore Dambach brachte jetzt am Ende der Haupt- und Finanzausschusssitzung dieses Thema zur Sprache.

Baudezernent Helmut Cybulska berichtete, das Thema sei in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden. Der ADAC habe bisher zwei alternative Stellplätze vorgeschlagen: beim Landgasthof "Happinger Hof" oder beim Seehotel "Hubertus" am Happinger See. Natürlich wäre den Campern eine stadtnahe Lage lieber. Es würde weiter überlegt und gesucht, aber es zeichne sich bisher nichts konkret Realsierbares ab.

Auf Hambergerwiese oder am Hallenbad?

SPD-Fraktionschefin Gabi Leicht brachte den gut ausgebauten Parkplatz auf der ehemaligen "Hambergerwiese" zwischen Au- und Rechenauerstraße in die Diskussion ein als einen zentral gelegenen Standort, an dem der Anschluss an Ver- und Entsorgungsleitungen wenig aufwendig wäre. Bis vor Kurzem campierten dort die Leute vom Circus Krone. Nachteil für die wachsende Zahl der Wohnmobil-Städtetouristen sei, dass der Platz gegen Ende der Sommerferien als Parkplatz für Herbstfestbesucher gebraucht werde.

Auf Nachfrage der Redaktion schlug City-Manager Günter Boncelet wegen der sanitären Möglichkeiten das Gelände hinter dem Hallenbad vor..

Es darf weiter diskutiert werden. Jahr für Jahr fließt diese Art von Tourismus an der Stadt vorbei - für die einen ein Standortnachteil, für die anderen eine vernachlässigbare Angelegenheit. hh

Kommentare