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Neues Programm

Bunte Vielfalt im Bildungswerk: Wie die Rosenheimer Einrichtung auch junge Leute anlocken will

Das Team hinter dem Bildungswerk: (erste Reihe, von links) Barbara Schwendenmann, Dr. Markus Roth, Daniela Schwaiger, Magdalena Blabsreiter sowie (zweite Reihe von links) Uschi Köhlhoff, Birgit Mikat und (dritte Reihe von links) Marion Hilger, Melanie Paulus und Christine Birgel. Nicht auf dem Bild sind Larissa Kurt und Christof Langer.
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Das Team hinter dem Bildungswerk: (erste Reihe, von links) Barbara Schwendenmann, Dr. Markus Roth, Daniela Schwaiger, Magdalena Blabsreiter sowie (zweite Reihe von links) Uschi Köhlhoff, Birgit Mikat und (dritte Reihe von links) Marion Hilger, Melanie Paulus und Christine Birgel. Nicht auf dem Bild sind Larissa Kurt und Christof Langer.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Kalligrafie, Minimalismus oder Zeitmanagement: Im katholischen Bildungswerk gibt es ein vielfältiges Angebot an Vorträgen, Kursen und Weiterbildungen. Während der Pandemie haben die Mitarbeiter nicht nur das Online-Angebot erweitert, sondern sich auch Wege überlegt, wie sie neue Zielgruppen erreichen können.

Rosenheim – Daniela Schwaiger kennt das Programm des katholischen Bildungswerks in- und auswendig. Hin und wieder schaut die Mitarbeiterin trotzdem auf den Flyer, um auch wirklich keines der Angebote zu vergessen. Sie zeigt auf die vier Kreise, erklärt, wie sich das Programm zusammensetzt. „Es gibt die Bereiche Glaube leben, Familie und Generationen stärken, Interessen entwickeln und Gesundheit erhalten“, sagt Schwaiger.

Für jeden Bereich eine andere Farbe

Jeder Bereich hat eine andere Farbe, die im Programmheft hinterlegt ist. Da gibt es das Angebot „Die biografischen Wege – ein Seminar auf dem Postweg“, unterrichtet von Ursula Hendrich, das Mitte Oktober beginnt. Oder die Tagung „Ehrenamt im interkulturellen Kontext“ mit den beiden Referentinnen Veronika Reiser und Lena Schützle, die am Samstag, 13. November, stattfindet.

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Beliebt sei auch der Grundkurs Theologie, in dem sich die Teilnehmer mit Glaubensfragen und geschichtlichen Entwicklungen auseinandersetzen. „In diesem Kurs sind oft viele ältere Menschen, weil die dem Glauben oft mehr zugetan sind als jüngere Menschen“, sagt Schwaiger.

Mitmachkurs für die jüngere Generation

Um die jüngere Gruppe abzuholen, gibt es ab Oktober zum ersten Mal den Mitmachkurs „Craftivism – mit Kreativität die Welt gestalten“ und den Studiengang „Demokratie gestalten“ aus der Reihe „Politik und Gesellschaft“, der sich im ersten Semester mit den Grundlagen der Demokratie beschäftigt. „Den Studiengang bieten wir sowohl im Bildungswerk als auch online an“, sagt Schwaiger.

Pandemie gut genutzt

Dass sich die Online-Angebote bewährt haben, haben die Mitarbeiter während der Corona-Krise immer wieder bemerkt. Und das obwohl es, wie Schwaiger sagt, vor der Pandemie kein einziges Online-Angebot gegeben hat.

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„Für uns war das Neuland“, sagt Schwaiger. Und dennoch sei es ihren Kolleginnen gelungen, innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Online-Veranstaltungen aufzubauen. „Einen Monat nach Beginn der Pandemie hatten wir schon etliche Angebote.“

Präsenzunterricht mit 3G-Regel

Und auch, wenn die Teilnehmer mittlerweile unter der Einhaltung der 3G-Regeln wieder am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen, soll auch in Zukunft an den Online-Angeboten festgehalten werden. Der guten Resonanz wegen. Aber auch, weil es ohne nicht mehr geht.

Digitale Welt bei Erwachsenen immer präsenter

„Die digitale Welt wird auch bei den Erwachsenen immer präsenter“, sagt sie. So würde ein Großteil der Anmeldungen beispielsweise mittlerweile über den Newsletter stattfinden.

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Um auch Senioren auf diese Entwicklung vorzubereiten, gibt es im Bildungswerk bereits seit einiger Zeit den Kurs „Medienkompetenz für Senioren“. Während der Präsenzunterricht hier oft ausgebucht ist, finden sich häufig nur wenig Teilnehmer für das Onlineangebot.

Auch analoge Teilnehmer nicht vernachlässigen

Einer der Gründe, warum die Mitarbeiter sich nach wie vor dafür einsetzt, dass auch die analogen Teilnehmer nicht vernachlässigt werden. „Wir wollen und können nicht komplett auf Print verzichten“, sagt sie und zeigt, wie zum Beweis, auf den Flyer, der vor ihr liegt.

Größere Präsenz in sozialen Medien

In den kommenden Jahren soll das Augenmerk darauf liegen, auch jüngere Teilnehmer in die Einrichtung zu locken. „Im Moment ist unsere Hauptgruppe die über 40-Jährigen“, sagt Schwaiger. Geplant seien Angebote, die auf jüngere Leute zugeschnitten sind, aber auch eine größere Präsenz in den sozialen Medien.

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„Wir sind ein alteingesessenes Unternehmen, das jetzt komplett umdenken muss“, sagt Schwaiger. Es brauche eine andere Sprache und andere Werbewege. Bereit für die Herausforderung aber sei man – dass die Mitarbeiter mit Veränderung umgehen können, haben sie während der Pandemie unter Beweis gestellt.

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