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Initiative „Klettern und Therapie“

Kurse in Rosenheim: Wie Bouldern Menschen mit Depressionen und Burnout helfen soll

Die in acht Einheiten erlernten Bewältigungsstrategien stärken das Selbstvertrauen und verbessern die Stressresistenz.
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Die in acht Einheiten erlernten Bewältigungsstrategien stärken das Selbstvertrauen und verbessern die Stressresistenz.

Die Initiative „Klettern und Therapie“ bietet in Rosenheim ab Oktober neue Kurse zur Depressionsbewältigung und Prävention für mehr mentale Gesundheit. Wie zwei Klettertrainerinnen aus Weyarn und Frasdorf Achtsamkeit und Resilienz steigern wollen.

Rosenheim – „Wenn das Wort Achtsamkeit fällt, rollen die meisten schon mit den Augen. Dabei ist es weniger ‚Eso‘ wie es klingt und bedeutet nichts anderes, als dass man den aktuellen Moment wertfrei wahrnimmt, anstatt sich in Gedankenkreisen und Bewertung zu verlieren“, erklärt Larissa Kranisch, Klettertrainerin und Wirtschaftspsychologin.

„Es gibt mittlerweile wissenschaftliche Studien, die belegen, dass eine Achtsamkeitspraxis zu mehr Resilienz, also seelischer Widerstandsfähigkeit, beiträgt. Wir nutzen Elemente daraus in unseren Boulder- und Kletterkursen“, ergänzt Sabrina Höflinger, Klettertrainerin und Sporttherapeutin. Beim Bouldern und Klettern bekäme man automatisch einen freien Kopf, da die Bewegung an der Wand die volle Konzentration fordert, weiß die 31-Jährige.

Steigende Zahlen der Betroffenen

Eine Studie des Uniklinikums Erlangen aus dem Jahr 2018 belegt die Wirksamkeit der manualisierten Bouldertherapie für Menschen mit Depressionen. Höflinger arbeitete daran bereits mit. Darauf basiert nun das Angebot von Kranisch und Höflinger. Dass ein solches Angebot notwendig ist, zeigen die in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegenen Zahlen von Betroffenen, die an Depression und Burnout leiden.

Das Deutschland-Barometer Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe berichtet, dass 2021 jeder fünfte Beschäftigte bereits die Diagnose Depression erhalten hat, weitere 19 Prozent vermuten erkrankt zu sein. Bei Kindern und Jugendlichen erhöhte sich die Zahl der Behandelten gegenüber 2019 um 28 Prozent, bestätigt der Kinder- und Jugendreport 2022 der DAK.

In den Gruppenkursen erarbeiten die Teilnehmer in acht Einheiten ohne Leistungsdruck Bewältigungsstrategien, stärken das Selbstvertrauen und verbessern die Stressresistenz. Die Boulderwand dient dazu, sich und seinen Körper wieder zu spüren und das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Dabei spielen weder Alter noch Vorerfahrung eine Rolle.

Die schnellen Erfolgserlebnisse motivieren und der Austausch in der Gruppe trägt dazu bei, sich mit seinen Problemen nicht allein zu fühlen.

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Der Kurs startet zum Selbstkostenpreis am Freitag, 21. Oktober, um 17.30 Uhr in der Boulderhalle Stuntwerk Rosenheim. Anmeldung und Informationen gibt es unter www.kletternundtherapie.de.

re/PW

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