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Rosenheimer Polizei nach Blitzmarathon zufrieden: Keine Verstöße bei Laserkontrolle am Schwaiger Kreisel

Mit Kelle und Lasergerät ausgerüstet haben sich Polizeimeisterin Lisa Posse und Polizeimeister Maximilian Huber von der Rosenheimer Polizei für den bayerischen Blitzmarathon am Schwaiger Kreisel positioniert.
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Mit Kelle und Lasergerät ausgerüstet haben sich Polizeimeisterin Lisa Posse und Polizeimeister Maximilian Huber von der Rosenheimer Polizei für den bayerischen Blitzmarathon am Schwaiger Kreisel positioniert.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Am Schwaiger Kreisel hatte sich die Rosenheimer Polizei am Mittwoch (21. April) für den achten bayerischen Blitzmarathon positioniert. Statt Strafzettel für die Raser gab es von Polizeihauptkommissar Robert Maurer am Ende Lob für die Auto- und Motorradfahrer.

Rosenheim – Viel los ist bei der Rosenheimer Kontrollstelle am Schwaiger Kreisel nicht. Das einzige Fahrzeug, das die Polizeibeamten in den anderthalb Stunden aus dem Verkehr ziehen, ist ein blauer Opel. Dabei hat die Fahrerin nicht einmal die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde überschritten, sondern ist ohne Kennzeichen unterwegs.

Polizeimeisterin Lisa Posse hält eine Frau auf, die ihren Opel ohne Nummernschilder fährt.

Den Blitzmarathon der Polizei findet sie trotzdem gut. „Das ist sinnvoll, weil es viele Raser gibt“, sagt sie und darf kurze Zeit später weiterfahren.

Linse vergrößert Autos sechsfach

Entdeckt hat ihr kennzeichenloses Auto Polizeimeister Maximilian Huber. Er steht mit zusammengekniffenen Augen am Lasergerät und blickt durch die Linse, die die Autos sechsfach vergrößert. Er zielt und drückt auf den schwarzen Auslöseknopf. Es piepst kurz. Der unsichtbare Lichtstrahl treffe das Auto irgendwo zwischen Scheinwerfern und Nummernschild, sagt er.

Den Verkehr genau im Auge: Polizeimeister Maximilian Huber misst mit dem Laser die Geschwindigkeit.

Auf dem Display an der Seite des Lasers erscheinen die gemessene Geschwindigkeit: 62 km/h. Alles im grünen Bereich. Die Beamten ziehen erst ab einer Geschwindigkeit von 84 Kilometern pro Stunde die Fahrer aus dem Verkehr, erklärt Polizeimeisterin Lisa Posse. „Aber auch dann liegt das im Ermessen des jeweiligen Beamten.“

Lasergerät zieht Toleranz automatisch ab

Bei bis zu 100 km/h beträgt die Höhe der Toleranz, die von der Geschwindigkeit abgezogen wird, vier km/h. Das macht das Lasergerät automatisch. Wenn die Polizei einen Verkehrsteilnehmer wegen überhöhter Geschwindigkeit stoppt, gibt es entweder eine Verwarnung und eine Geldbuße.

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Bis 55 Euro kann man diese vor Ort bar bezahlen. Oder der Fahrer bekommt eine Anzeige. Dann müsse man mit Punkten in Flensburg, einer höheren Geldstrafe oder auch mit einem Fahrverbot rechnen, sagt Lisa Posse. Je nachdem, wie schnell man eben unterwegs war.

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Um an diesem Nachmittag auch nur einen einzigen Raser zu erwischen, ist laut Maximilian Huber aber zu viel Verkehr unterwegs. „Da fahren einfach alle hintereinander dieselbe Geschwindigkeit.“

Messrekord am Schwaiger Kreisel: 147 km/h

Während er weiter mit dem Laser auf Autos „schießt“, steht Polizeihauptkommissar Robert Maurer hinter seinen beiden jungen Kollegen und beobachtet sie. „Mein Messrekord an dieser Stelle waren 147 km/h“, erzählt er. Sinn des Blitzmarathons sei, die Verkehrsteilnehmer an ihre eigene Geschwindigkeit zu erinnern und die Messungen ins Gedächtnis zu rufen. Er sieht die Aktion als Prävention, da die Orte der Messstellen vorab veröffentlicht werden.

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Mit dem Null-Ergebnis bei der Kontrolle ist Maurer zufrieden. Egal aus welchen Gründen in eineinhalb Stunden niemand aus dem Verkehr gezogen worden sei: „Autofahrer, das habt ihr gut gemacht“, sagt er.

Raser-Problem bleibt trotz Pandemie

Am Schwaiger Kreisel mag die Rosenheimer Polizei keinen zu schnellen Verkehrsteilnehmer erwischt haben. Aber das Raser-Problem bleibt – trotz des pandemiebedingt geringeren Verkehrs. Laut Bayerischem Innenministerium wurden 2020 in Bayern 147 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet. 2019 waren es 141.

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