Fit bleiben trotz Corona: Wie die Rosenheimer Kindersportschule „KiSS“ weiter trainiert

Vater-Sohn-Beschäftigung:Jonas Droste nimmt mit seinem Sohn Mika Trainingsfilme für KiSS auf. re
  • vonKilian Schroeder
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Zu Hause zu bleiben ist das Gebot der Stunde während der Coronakrise. Zu Hause, das ist aber nicht gleich Couch. In kleinen Videos und Bildern bieten die Sportlehrer der Kindersportschule „Kiss" Übungen für Kinder an, damit die sich auch in den eigenen vier Wänden sportlich betätigen können.

Rosenheim – „Normalerweise bieten wir ein Sportprogramm für mehrere Gruppen mit Kindern an. In der derzeitigen Situation ist das natürlich nicht möglich, also sind wir auf ,Homepractice‘ umgestiegen“, sagt Jonas Droste (42). Der Diplom-Sportlehrer leitet die Kindersportschule, die zum TSV 1860 Rosenheim gehört.

Angebot für Kinder bis zehn Jahren

Ziel von „KiSS“ ist es, dass sich Kinder im Alter von eineinhalb bis zehn Jahren bewegen können, ohne sich für eine bestimmte Sportart entscheiden zu müssen. Um auch in Zeiten der häuslichen Quarantäne ein Trainingsprogramm anbieten zu können, filmen Droste und seine Kolleginnen Yvonne Krüger-Krömke (44) und Ute Rein-Kütting (63) die Übungen.

Kostenfreier Zugang für Jeden

In erster Linie war das Programm für die Mitglieder gedacht, aber über Youtube und Instagram hat nun jedermann kostenfrei Zugang zu den Videos. Wer mitmachen möchte, braucht nicht mehr als ein paar Kissen oder Seile. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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So können Eltern bei einem der angebotenen Spiele Bilder im Haus verteilen, die die Buben und Mädchen so schnell wie möglich finden müssen. Wer am schnellsten war, wird per Stoppuhr ermittelt. Wenn die Kinder zwischendrin mal eine Pause brauchen, gibt es auch Videos mit Basteltipps oder einem Rezept für einen Smoothie.

„Anders als bei einem Fitnessstudio geht es hier nicht darum, einen besonderen Trainingsplan umzusetzen“, sagt Droste. „Letztendlich ist es einfach eine Möglichkeit, sich zu bewegen.“ Die Übungen sind ein freiwilliges Angebot. Wer wann was machen will, ist jedem selbst überlassen. Auch Erwachsene können sich bei den Spielen fit halten.

Spiele mit dem Maskottchen „Pfiffix“

Sportlehrer Droste nimmt die Videos meist mit seinem Sohn Mika (10) auf, der selbst ein „KiSS-Kind“ ist und die Spiele vormacht, die sich Vater und Sohn selbst ausgedacht haben. Oft zum Einsatz kommt dazu auch ein  Maskottchen namens „Pfiffix“* von der Betriebskrankenkasse "MHplus".

„Wir verschicken die Übungen über WhatsApp an die Mitglieder, aber nicht jeder hat WhatsApp. Deswegen haben wir dann angefangen, über Youtube, Facebook und Instagram öffentlich zu posten“, sagt Droste.

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Der Bedarf am „Homepractice“ ist offenbar da – der Instagram-Account „kiss.rosenheim“ hat knapp 100 Abonnenten. Auch auf seinem persönlichen Youtube-Kanal und seiner Facebook-Seite postet Droste die Videos.

Täglich sollen Videos gepostet werden

Solange die Ausgangsbeschränkung andauert, will Droste täglich Videos posten. Aber auch danach könnte er sich vorstellen, „Homepractice“ anzubieten. „Wir überlegen gerade, ob wir das in Zukunft weitermachen wollen“, sagt der Diplom-Sportlehrer.

Bis dahin aber hat er für Familien noch einen Tipp: „Wichtig ist, dass sich Bewegung und Ruhe abwechseln. Die Familien können zusammen spielen und dann vielleicht etwas zusammen basteln.“ Ein Tipp, der auch nach der Coronakrise sinnvoll ist.

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*Das Kuscheltier „Pfiffix“, das in diesen Videos öfters zum Einsatz kommt, ist das Maskottchen der Betriebskrankenkasse „Mhplus“. Und nicht das Maskottchen der Kindersportschule „KiSS“, wie fälschlicherweise zuerst berichtet.

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