Zweite internationale Übungsfirmenmesse im Kuko

Beste Bildung und Praxis

Beim Messebesuch im Kuko tauschen sich Schulleiterin Bärbel Marx (von links) von der WS Alpenland, Michael Wolf, Leiter der Übungsfirmenzentrale Memmingen, sowie Thomas Seidel, Schulleiter der privaten Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, und Hans Kapser von der Übungsfirmenzentrale aus. Foto re
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Beim Messebesuch im Kuko tauschen sich Schulleiterin Bärbel Marx (von links) von der WS Alpenland, Michael Wolf, Leiter der Übungsfirmenzentrale Memmingen, sowie Thomas Seidel, Schulleiter der privaten Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, und Hans Kapser von der Übungsfirmenzentrale aus. Foto re

Rosenheim - "Si, va bene": Maximilian lächelt zufrieden eine italienische Geschäftspartnerin an, bei der er Mailänder Schuhe zu besonders günstigen Konditionen gekauft hat. Der Aisinger Schüler ist einer von 3000 Teilnehmern an der zweiten internationalen Übungsfirmenmesse in Rosenheim. "Es ist super, das Einkaufen bei den anderen Übungsfirmen macht Spaß", sagt der 16-Jährige.

"Auf die Übungsfirmenmesse sind wir sehr stolz", begrüßte Schulleiter Thomas Seidel von der privaten Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer die Besucher im Kultur- und Kongresszentrum. Jugendliche von über 80 Übungsfirmen aus Deutschland, Italien und Österreich präsentierten zwei Tage auf professionell gestalteten Messeständen eine Vielfalt von Produkten. Die Messe veranstalteten die Wirtschaftsschulen Alpenland aus Bad Aibling, die Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer sowie die Übungsfirmenzentrale Memmingen.

Zweiter Bürgermeister Anton Heindl wies in seiner Ansprache auf die große Bedeutung des "Learning by doing" hin. "Unser Nachwuchs braucht beste Bildung", so Heindl. Wirtschaftspädagoge Professor Dr. Karl Wilbers betonte besonders den handlungsorientierten Charakter des Übungsfirmenunterrichts. Die kaufmännische Simulation unterliege einem permanenten technischen Wandel, mit dem die Arbeit in der Übungsfirma Schritt halten müsse. Schließlich seien die realen Außenkontakte auf der Messe ein zentrales Merkmal der Übungsfirmenarbeit, so Wilbers.

Michael Wolf von der Übungsfirmenzentrale Memmingen stellte vor allem die Schülerperspektive in den Mittelpunkt. "Die Schüler gewinnen auf der Messe neue Erkenntnisse", freute er sich.

Abschließend skizzierte Ministerialdirigent German Denneborg vom Bayerischen Kultusministerium die zukünftigen Perspektiven der Wirtschaftsschulen, die angesichts der Globalisierung und demografischer Veränderungen vor großen Herausforderungen stünden. In der Übungsfirmenmesse besitze die Wirtschaftsschule gleichwohl ein Alleinstellungsmerkmal. re

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