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Neues Angebot der Diakonie Rosenheim

Berufliche Alternativen für Menschen mit Beeinträchtigung: In Rosenheim will „Der Andere Leistungssanbieter“ helfen

Gratulation zur bestandenen Staplerscheinprüfung: (von links) der Betriebsleiter von „Bio-Kontor 7“, Franz Stephan, Ina Stacheter, Geschäftsleitung bei „Bio-Kontor 7“, Mitarbeiter Lars und der Integrationsberater Stefan Petzold.
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Gratulation zur bestandenen Staplerscheinprüfung: (von links) der Betriebsleiter von „Bio-Kontor 7“, Franz Stephan, Ina Stacheter, Geschäftsleitung bei „Bio-Kontor 7“, Mitarbeiter Lars und der Integrationsberater Stefan Petzold.

Für Menschen mit einer körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigung gibt es neben dem Bereich der Werkstätten für behinderte Menschen kaum berufliche Möglichkeiten. Genau an diesem Punkt setzt „Der Andere Leistungsanbieter“, kurz „ALA“, an.

Rosenheim –Das fünfköpfige Team der Diakonie Rosenheim sucht gezielt, unter Berücksichtigung der Wünsche der Teilnehmer, Beschäftigungsplätze im regionalen Umfeld.

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Bisher engagiert sich der ALA seit seiner Gründung in 2019 an zwei Standorten: München und Rosenheim. In diesen beiden Regionen werden derzeit 19 aktive Teilnehmer betreut. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Zahl der Teilnehmenden – trotz Corona – im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt werden konnte. Die Mitarbeiter unterstützen mit ihrer Arbeit aber nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Betriebe in vielen Belangen.

Teilweise arbeiten die Mitarbeitenden der Diakonie Rosenheim sogar in den Betrieben vor Ort mit, um sowohl die Betriebe als auch die Teilnehmenden des ALAs zu unterstützen.

In den Berufsalltag aufgenommen

Um als Teilnehmer im Angebot „Der Andere Leistungsanbieter“ aufgenommen zu werden, brauchen die Teilnehmenden eine Werkstattbefähigung von der Agentur für Arbeit oder alternativ eine Erwerbsminderungsbestätigung durch die Deutsche Rentenversicherung. Damit können die Teilnehmer der Maßnahme ab dem ersten Tag in „ihrem“ Betrieb Erfahrung sammeln, sich persönlich entwickeln und sich so auf eine Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vorbereiten.

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In ihren Einsatzorten erfahren die Teilnehmenden echte Inklusion und werden wie alle anderen Mitarbeitenden auch in den Berufsalltag aufgenommen. Lediglich die Suche nach dem passenden Betrieb stellt die Mitarbeiter der Maßnahme gelegentlich vor Herausforderungen. Denn nachdem die größten Hürden – Bedenken seitens der Betriebe oder falsche Vorstellungen – genommen wurden, führt die Zusammenarbeit mit Beeinträchtigten fast immer zu einem Gewinn für alle Mitwirkenden.

Zusammenarbeit scheint Früchte zu tragen

Und so scheint die Zusammenarbeit aller Beteiligten Früchte zu tragen. Nach nur 22 Monaten konnte bereits der erste Teilnehmer auf den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Sein sehnlichster Wunsch nach einer Teilhabe am „normalen“ Berufsleben ging somit in Erfüllung. Durch verschiedene Praktika konnte er sich an die Arbeitswelt herantasten und bei der „Schema Hydraulik GmbH“ in Bruckmühl auf ganzer Linie überzeugen. Nach seinem Beginn im Frühjahr wurde er ab August von der Firma übernommen und in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis angestellt.

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In Zukunft sollen möglichst viele weitere Teilnehmer denselben Weg einschlagen und sich in die „normale“ Berufswelt integrieren. Gemeinsam und mit einem bisschen guten Willen wird dies auch gelingen, da ist sich das Team des „Anderen Leistungsanbieters“ sicher. Interessierten Teilnehmern, aber vor allem auch aufgeschlossenen Betrieben, steht dessen Tür daher immer offen.

Mehr Infos gibt es unter Telefon 08031/284518 oder per Mail. (re)

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