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Bayerischer Grieche tritt kürzer: Restaurant „Arkadia“ in Rosenheim schließt nach 10 Jahren

Ein vorübergehender Leerstand: Das griechische Restaurant „Arkadia“ in der Heilig-Geist-Straße gibt es nicht mehr. Ein Auerbräu-Lokal soll in die Räumlichkeiten einziehen. Heise
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Das griechische Restaurant „Arkadia“ in der Heilig-Geist-Straße in Rosenheim hat seit Kurzem geschlossen. Nach zehn Jahren zieht der Inhaber Georgios Vassios (60) einen Schlussstrich. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Ein Nachfolger steht bereits fest.

Rosenheim – Die Stühle und Tische sind weggeräumt, das Lokal fast leer. Übrig geblieben sind die Speisekarte im Schaukasten, die Schriftzüge am Gebäude und eine Tafel, auf die irgendjemand vor einiger Zeit die beliebtesten Gerichte mit Kreide geschrieben hat. Babycalamari, überbackenes Gyros und Dolmadakia steht da, dazu die Preise. All das gehört ab jetzt der Vergangenheit an.

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Das Restaurant im Herzen der Rosenheimer Innenstadt hat geschlossen. Eine Entscheidung, die dem Inhaber Georgios Vassios (60) schwerfiel, wie er immer wieder betont. „Ich bin sehr traurig. Aber es ist einfach alles zu viel geworden“, sagt er. Denn: Vor zehn Jahren hatte der gebürtige Grieche gleich zwei Lokale eröffnet. Eins in der Heilig-Geist-Straße, ein weiteres, das „Duschlbräu“, auf dem Max-Josefs-Platz. Weil er von morgens bis spät in die Nacht hinein an beiden Standorten eingespannt war, will er jetzt kürzer treten, will sich nur noch auf das „Duschlbräu“ konzentrieren.

Mehr Zeit mit der Familie verbringen

„Ich hatte bisher einfach nicht so viel vom Leben“, sagt er. Das soll sich in Zukunft ändern. Der selbstständige Gastronom will mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, will seine Zwillinge in Sydney und Singapur besuchen. Außerdem plant er Reisen nach Griechenland, will sich dort um seine Eltern kümmern. Die Zeit, die er nicht mit seiner Familie verbringt, will er in das „Duschlbräu“ investieren.

Speisekarte soll geändert werden

Die Speisekarte soll in regelmäßigen Abständen geändert werden. Er will neue Gerichte ausprobieren, „seine Stammkunden und sich selbst verwöhnen“. Unter anderem mit Babycalamari und verschiedenen Fischsorten. Denn auch, wenn er sein Restaurant in der Heilig-Geist-Straße geschlossen hat, ein bisschen griechische Tradition soll im „Duschlbräu“ erhalten bleiben.

Eine Entscheidung für das „Duschlbräu“

Hier gefalle ihm die Bierkarte, das gemütliche Lokal. Alles Gründe, warum er sich am Ende für das „Duschlbräu“ und gegen das „Arkadia“ entschieden habe, sagt er. Und das, obwohl beide Lokale „sehr gut“ liefen. „Aber die Arbeit ist immer mehr geworden“, sagt Georgios. Stolz erzählt er, wie sein Lokal ständig beliebter geworden sei. Wie am Anfang nur vereinzelte Gäste gekommen seien und wie er sich am Ende vor Arbeit kaum habe retten können. Er erzählt von der gemütlichen Atmosphäre, von den zahlreichen Stammgästen, die sein Restaurant jeden Tag aufs Neue besuchten.

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„Viele Gäste sind traurig und sauer, dass ich „Arkadia“ aufgegeben habe“, sagt Georgios. Trotzdem seien ihm viele ins „Duschlbräu“ gefolgt, sagt er. Und nicht nur die Gäste blieben dem Gastronom treu. Auch die Angestellten, die jahrelang im „Arkadia“ gearbeitet haben, haben fast alle einen neuen Platz im „Duschlbräu“ gefunden. Georgios weiß, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Auch weil ein Nachfolger für die Räumlichkeiten in der Heilig-Geist-Straße bereits feststeht.

Auerbräu-Lokal soll eröffnen

„Es wird ein Auerbräu-Lokal mit einem besonderen Konzept“, sagt der Pressesprecher der Brauerei, Michael Hinterseer, auf Anfrage. Was genau geplant ist, will er noch nicht verraten. „Es soll eine Überraschung werden“, sagt er. Ein Geheimnis lüftet er trotzdem schon: Das Lokal wird Anfang April eröffnen.

„Duschlbräu“ bleibt weiterhin erhalten

„Ich freue mich sehr, mein Restaurant in so gute Hände übergeben zu können“, sagt Georgios. Und so fällt ihm der Abschied ein bisschen leichter.

Mietvertrag läuft erst in acht, neun Jahren aus

Das „Duschlbräu“ soll es – wenn es nach ihm geht –  noch eine ganze Weile geben. „Mein Mietvertrag endet erst in acht oder neun Jahren“, sagt er.

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Ganz genau weiß er es nicht. Was er weiß ist, dass danach Schluss ist. Schluss mit dem Duschlbräu, Schluss mit dem ständigen Arbeiten. „Es ist eine Kunst rechtzeitig aufzuhören“, sagt er. Georgios Vassios scheint diese Kunst zu beherrschen.

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