Gemeinsames Projekt von Karolinen-Gymnasium und Waldorfschule

Bauwagen als Museum

Gemeinsam haben Schüler des Karolinen-Gymnasiums und der Waldorfschule eine Ausstellung zum Thema Denkmalschutz organisiert und durchgeführt. Unser Bild zeigt sie mit einem Zementsack, der in der Papierverarbeitungsfabrik Niedermayr hergestellt worden war. Foto Wunsam
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Gemeinsam haben Schüler des Karolinen-Gymnasiums und der Waldorfschule eine Ausstellung zum Thema Denkmalschutz organisiert und durchgeführt. Unser Bild zeigt sie mit einem Zementsack, der in der Papierverarbeitungsfabrik Niedermayr hergestellt worden war. Foto Wunsam

Rosenheim - Ein mobiles Mini-Museum gestalteten 14 Schüler des Karolinen-Gymnasiums gemeinsam mit fünf Schülern der Freien Waldorfschule an der Mangfallstraße. Die von ihnen ins Leben gerufene Ausstellung beschäftigte sich mit Fragen rund um den Denkmalschutz. Die Jugendlichen stellten dabei die Kunstmühle und die ehemalige Papierverarbeitungsfabrik Niedermayr in der Brückenstraße in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen.

Die Rosenheimer Kunstmühle, heute bekannt durch das Café Dinzler, erstrahlt seit einigen Jahren in neuem Glanz, während die ehemalige Papierverarbeitungsfabrik dagegen ein Schattendasein führt. Die Schüler gingen dieser Tatsache auf den Grund. Ihre Fragestellung bei der Recherche lautete: "Warum ist das so?"

Für die Schüler des Karolinen-Gymnasiums war die Aufgabe durch das P-Seminar im Rahmen des Schülerwettbewerbs der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" Pflicht. Die fünf Waldorfschüler machten freiwillig mit. Ein Jahr lang dauerten die Vorbereitungen für die Ausstellung. Dabei führten die Schüler auch viele Gespräche mit Zeitzeugen. "Die Aufgabe war interessant. So betrachtet man alte Gebäude jetzt mit ganz anderen Augen", fand der 17-jährige Waldorfschüler Julian.

Hilfe bekamen die Schüler bei ihrer Arbeit von den Lehrern Barbara Kühn und Winfried Engeser. Als externer fachlicher Berater fungierte der Architekt Steffen Rex. Auch die Besitzer der beiden Gebäude standen den jungen Leuten bei ihrer Recherche gerne mit Rat und Tat zur Seite und machten Besichtigungen möglich.

Die Schüler wollten auch wissen, ob sich der Verfall der Papierverarbeitungsfabrik Niedermayr nicht doch noch aufhalten lässt. "Es sieht tatsächlich so aus, als ob sich da bald etwas tun könnte", lautet nun ihr Fazit. In Gespräch sei derzeit die Unterbringung eines Architekturbüros in der alten Fabrik.

Das Mini-Museum zum Thema "Denkmalschutz" war zuerst für eine Woche auf dem Schulhof des Karolinen-Gymnasiums stationiert, danach rollte es zum Hof der Waldorfschule.

Beim dortigen Weihnachtsmarkt stieß die Ausstellung auf großes Interesse bei Schülern, Lehrern und Eltern. Die beiden Schulen denken bereits über ähnliche gemeinsame Projekte in der Zukunft nach. Dabei könnte auch wieder einmal ein Bauwagen als Museum zum Einsatz kommen. wu

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