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Bürgerversammlung: Wirbel um Anfrage

Bauvorhaben, Sanierungen und Fachkräftemangel: Das passiert im südlichen Teil Rosenheims

Zahlreiche Menschen haben an der Bürgerversammlung im Kultur- und Kongresszentrum teilgenommen, in sich viele Themen um den südlichen Stadtbereich gedreht haben.
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Zahlreiche Menschen haben an der Bürgerversammlung im Kultur- und Kongresszentrum teilgenommen, in sich viele Themen um den südlichen Stadtbereich gedreht haben.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Das geplante Baugebiet in Oberwöhr, der Umzug der Straßenmeisterei und der Fachkräftemangel: Bei der Bürgerversammlung im Kultur- und Kongresszentrum ist Oberbürgermeister Andreas März auf zahlreiche Themen eingegangen. Anfragen gab es einige – darunter eine, die für Empörung gesorgt hat.

Rosenheim – „Stille Kämmerchen“ gibt es im Rathaus nicht. Das sagte Oberbürgermeister März gleich zu Beginn der Bürgerversammlung, in der sich alles um den südlichen Stadtbereich gedreht hat. „Wir haben keine Geheimnisse“, sagte er, bevor er die rund 100 Bürger über die Lage in Rosenheim informierte. Die Arbeitslosenquote in der Stadt liege bei 4,0 Prozent, insgesamt gebe es 6200 offene Stellen, die besetzt werden müssten – dabei handele es sich zu einem Großteil um Fach- und Pflegekräfte.

Personalmangel im Krankenhaus

Das würde auch das Romed-Klinikum zu spüren bekommen. „Die Lage ist angespannt. Nicht weil die Intensivstation voll ist mit Coronapatienten, sondern weil der Personalmangel auch vor den Ärzten nicht Halt macht“, erklärte März.

Zudem liege der Krankenstand beim Personal zwischen zehn und 15 Prozent. Zwar gelinge es auch weiterhin, die Versorgung sicherzustellen, aber jeder Tag bleibe dennoch eine Herausforderung. So sei man vonseiten des Gesundheitsministeriums auch weiterhin angehalten, planbare Eingriffe abzusagen beziehungsweise zu verschieben.

Gewerbesteuer entwickelt sich positiv

Deutlich erfreulicher sei das Thema Gewerbesteuer, die sich laut März deutlicher positiver entwickle als gedacht. Das liege unter anderem auch daran, dass die Leerstandsquote in der Stadt bei unter zehn Prozent liege. „Insgesamt gibt es nur zwischen 20 und 25 leerstehende Gebäude“, sagte März. Angespannter sei die Situation auf dem Rosenheimer Wohnungsmarkt. „Wir machen was dagegen“, sagte März und erinnerte an das geplante Bauvorhaben in der Lena-Christ-Straße (216 Wohnungen), auf der BayWa-Wiese (106 Wohnungen) sowie in Oberwöhr (165 Wohnungen).

Baugebiet in Oberwöhr sorgt für zahlreiche Anfragen

Letzteres sorgte während der Bürgerversammlung – wie bereits in der Vergangenheit – für zahlreiche Anfragen. So befürchten viele Bürger aus Oberwöhr, dass sich durch das geplante Bauvorhaben ihre Situation bei einem Starkregenereignis verschlechtern könnte. „Das geplante Baugebiet führt nicht zu einer Verschlechterung“, entgegnete März. Dennoch setzte sich eine Bürgerin dafür ein, dass unter anderem der Hochwasserschutz am Auerbach überprüft wird. „Es sollte nicht nur die Mangfall gesichert werden, sondern auch der Auerbrach“, sagte sie.

Luitpoldhalle bleibt Unterkunft für Geflüchtete

Weitere Themen, die bei der rund dreistündigen Veranstaltung angesprochen wurden, waren unter anderem, dass die Luitpoldhalle in Rosenheim auf absehbare Zeit nicht freigegeben wird. „Wir rechnen damit, dass die Zahl der Fliehenden wieder zunimmt“, sagte März. Zudem gebe es vonseiten der Staatsregierung die Anweisung, dass mindestens 50 Plätze für eine Erstaufnahme freigehalten werden müssen.

Verbesserung für Bahnhofsareal

Das Areal rund um die Bahnhofsstraße wird sich laut März in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Nicht nur sei auf dem Kathrein-Areal an der Gießerei-/ und Salinstraße ein urbanes, lebendiges Quartier geplant. Auch das Quartier Posthöfe am Rosenheimer Bahnhof soll in den kommenden Jahren völlig neu gestaltet werden. Und auch der Bahnhofsvorplatz nehme immer mehr Gestalt an. „Der östliche Teil ist fast fertig, im westlichen Teil wird gerade das Wasserspiel angefertigt“, sagte März.

Straßenmeisterei zieht nach Schechen

Überlegungen gibt es auch dazu, wie in Zukunft die Fläche an der Greidererstraße genutzt werden soll, auf der sich im Moment noch die Straßenmeisterei befindet, die jedoch nach Schechen zieht. „Der Innspitz wird nicht zugebaut“, versicherte März. Die Bauarbeiten am Brückenberg sollen voraussichtlich Ende Oktober fertiggestellt werden. Und auch die Arbeiten an der Mangfallstraße neigen sich dem Ende zu.

Neubau des Feuerwehrhauses in Happing schreitet voran

Für Gesprächsstoff sorgte in der Vergangenheit auch der geplante Neubau für das Feuerwehrhaus in Happing. Bereits 2013 hatte man damit begonnen, nach einer geeigneten Fläche für einen Neubau zu finden – und diesen an der Happinger Straße, mitten auf der Wiese gefunden.

Das Problem: Viele hätten sich für das Feuerwehrhaus einen anderen Standort gewünscht. „Es gibt keine Alternative“, sagte März. Mangels dieser sei deshalb geplant, dass es zum Ende des Jahres einen Satzungsbeschluss geben soll.

Fahrgastbeirat für Verkehrsgesellschaft

Demnächst soll zudem der Antrag eines Bürgers im Stadtrat besprochen werden, der sich während der Versammlung dafür eingesetzt hatte, dass es einen Fahrgastbeirat für die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft geben sollte, der die Geschäftsleitung unterstützt und beratend zur Seite stehen könnte. Mehrheitliche sprachen sich die Anwesenden für diesen Vorschlag aus.

Antworten auf jegliche Fragen

Kurz vor Ende sorgte dann noch der Rosenheimer Youtuber Stefan Bauer, der im vergangenen Jahr aus der AfD ausgeschlossen wurde, für Aufregung. Er hinterfragte nicht nur, wie es um die Vorbereitungen der Bundeswehr bezüglich eines lang anhaltenden Stromausfalls stehe, sondern auch, ob es dann zu dem Gebrauch von Schusswaffen kommen würde.

Eine Beantwortung dieser Frage ersparte sich Oberbürgermeister Andreas März, versprach jedoch, dass man sich mit jeglichen Anfragen an ihn wenden könnte. „Sie bekommen immer eine Antwort. Auch wenn diese ihnen vielleicht nicht gefällt“, sagte er.

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