LESERFORUM: „ROSENHEIMER BAHNGELÄNDE ENTTÄUSCHT OPTISCH“

Bahngelände enttäuscht optisch

Zum Bericht „Keine Herzensangelegenheit“, erschienen im Lokalteil

Man war gespannt, wie die Stadt Rosenheim die Bebauung der Freiflächen entlang des Bahngeländes vornehmen würde und hoffte auf ein architektonisches Erwachungserlebnis. Aber schon die bisher in Bahnhofsnähe fertiggestellten Bauten enttäuschen optisch und ließen gleichzeitig erwarten, dass die restlichen, noch zu errichtenden Gebäude das kompensieren und helfen, den Gesamteindruck zu verbessern. Beim Blick vom Brückenberg gen Osten erscheinen die Industriebauten der Auerbrauerei gar als wohltuende und gelungene städtebaulichen Tupfer in der Nachbarschaft von tristen, kubischen Zweckbauten mit glatten, leeren Fassaden von denen auf Besucher und Passanten kaum Anziehungskraft ausgehen dürfte. Nach den Fotos im OVB setzt sich diese Bauweise in der Planung mehr oder weniger fort. Es ist zwar verständlich, wenn aus teuren Grundstückstücken möglichst viel umbauter, verwertbarer Raum entstehen soll, aber das geht bestimmt auch gefälliger, als im vorliegenden Entwurf. Insofern stimmt es hoffnungsfroh, wenn einige Stadträte gegen den Entwurf waren und Nachbesserungen verlangt haben. So viele Chancen auf ein Facelifting eines wichtigen Bereichs hat die Stadt Rosenheim nicht. Um so sorgfältiger sollte mit dem Potenzial umgegangen werden.

Norbert Vogel

Schechen

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