„Außerirdische sind auch nur Menschen“

Professor Harald LeschAstrophysiker

Rosenheim – Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Aula des Ignaz-Günther-Gymnasiums: Kein Wunder, war doch der nicht zuletzt durch das Fernsehen berühmte Astrophysiker Professor Dr.

Harald Lesch zu Gast in der „Bayerischen Forscherschule des Jahres“ und erklärte, was das Universum mit uns zu tun hat.

Lesch erzählte locker und witzig, wie das Universum entstand, und wie dies und die immer noch anhaltende sich beschleunigende Ausbreitung entdeckt wurde. Die „Tour de Force“ durchs Universum ging durchs Sonnensystem mit der Sonne als Fusionsreaktor, durch Staubwolken und spiralförmige Sterngalaxien, die zwischendurch verschmelzen. Lesch erwähnte, dass wir zu 92 Prozent aus Sternenstaub bestehen, zeigte, wie Sterne aus Wolken entstehen, dass Planeten migrieren und dass „der Mars inkontinent ist“. Er erzählte von Stein- und Gasplaneten und erläuterte, wie bei der Fusion zweier Teilchen zu einem dritten Bindungsenergie frei wird: Sternphysik sei Kernphysik.

„Die Sonne scheint nicht nur, sie bläst auch!“ So machte er Komplexes einfach und verständlich. Nach dem Urknall hat sich das Universum erstaunlicherweise verdichtet – warum, weiß man nicht. Die molekulare Entwicklung habe vor 4,3 Milliarden Jahren auf dem Planeten Nr. 3 begonnen. Die Naturgesetze, betonte Lesch, gelten überall im Weltall, deswegen sei „der Außerirdische auch nur ein Mensch.“ Der „Erdkugelfaschist“, wie er von Esoterikern bezeichnet wird, sagte auch, dass wir über 93 Prozent des Weltalls nichts wissen und dass auch die Kosmologie nicht sagen könne, was vor dem „Urknall“ war.

Zum Schluss beklagte Lesch, dass wir durch Computer und deren Auswirkungen den Kontakt zur Natur verloren und angefangen hätten, ganz massiv in die Natur einzugreifen. Sein Appell: „Haben Sie den Mut, Ihrem eigenen Herzen zuzuhören!“

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