Aus der Geschichte lernen

Bei der Veranstaltung: Die Rosenheimer „Initiative Erinnerungskultur“ erinnert an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren.
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Bei der Veranstaltung: Die Rosenheimer „Initiative Erinnerungskultur“ erinnert an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren.

Rosenheim – Kann man aus der Geschichte lernen? Für Doktor Thomas Nowotny von der Rosenheimer „Initiative Erinnerungskultur“ ist das keine Frage, es ist ein Auftrag.

Deshalb veranstaltete die Initiative am Sonntag am Eisstadion eine Aktion, in der an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki von 75 Jahren erinnert werden sollte. Dort befindet sich zurzeit an einer Werbeplakatwand ein Bild des völlig zerstörten Hiroshima, dies ist eine Aktion der Organisation ICAN, eine internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, die für ihre Bemühungen 2017 den Friedensnobelpreis bekam. Dieses Bild eine eindrückliche Mahnung: Nach einem Atomkrieg würde nicht nur eine Stadt, es würden ganze Kontinente so aussehen.

Die Gefahr eines solchen Krieges aber sei, so meinten die Teilnehmer, zu denen auch die Europaabgeordnete Maria Noichl (SPD), die ehemalige Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) sowie Stadtrat Karl-Heinz Brauner (Grüne) zählten, in jüngster Zeit wieder am Wachsen: Es gäbe auf der Welt wieder vermehrt Konflikte, die das Potenzial hätten, sich zu neuen „Kalten Kriegen“ auszuwachsen.

Der letzte Kalte Krieg, das wisse man aber mittlerweile, sei mehr als einmal knapp davorgestanden, in einen tatsächlichen, bewaffneten Konflikt zu eskalieren. Für die Teilnehmer Grund genug, das Schicksal von Hiroshima und Nagasaki zum Anlass zu nehmen, um für eine weltweite Ächtung aller Atomwaffen einzutreten. jt

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