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AKTIV IM KAMPF GEGEN CORONA

Apothekerin Nadja Wehner errichtet ein Schnelltestzentrum im Happinger Bürgerhaus

Neue Nutzung: Apothekerin Nadja Wehner will das Bürgerhaus in Happing als neues Zentrum für kostenlose Schnelltests verwenden.
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Neue Nutzung: Apothekerin Nadja Wehner will das Bürgerhaus in Happing als neues Zentrum für kostenlose Schnelltests verwenden.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Digital, unkompliziert und kostenlos, das ist der Plan. Apothekerin Nadja Wehner will in Zusammenarbeit mit dem Rosenheimer Stadtrat Markus Dick (Freie Wähler/UP) und dem Stadtteilverein Happing im dortigen Bürgerhauses ein Schnelltestzentrum starten.

Rosenheim –.„Wir sind sowieso schon viel zu spät dran“, ist sich Nadja Wehner, Inhaberin der Rosenapotheke in Happing, sicher, wenn sie auf die aktuelle Corona-Situation in Rosenheim blickt. Solange nicht alle Einwohner geimpft werden können, müsse man so viele Leute wie möglich testen, um wieder mehr Aktivitäten in der Region zu ermöglichen.

In den aktuell wenig genutzten Räumen des Happinger Bürgerhauses will sie daher mithilfe ihrer Mitarbeiter ein Schnelltestzentrum aufbauen, das ab Montag, 29. März, in Betrieb genommen werden soll. Die Testverordnung der Bundesregierung sieht für jeden Einwohner einen kostenlosen Schnelltest pro Woche vor.

Der ganze Prozess soll dann mit „so wenig Hürden wie möglich“ verbunden sein. Um einen Antigen-Test durchzuführen, muss man sich online einen Termin reservieren. Diese werden derzeit erst einmal nur vormittags, dafür aber auch an Samstagen angeboten. Mithilfe eines QR-Codes, den man per E-Mail zugesendet bekommt, geht man dann in eine der vier Kabinen im Bürgerhaus, um sich von einem geimpften Mitarbeiter testen zu lassen. Innerhalb von 30 Minuten kann das Ergebnis, wieder durch einen persönlichen QR-Code, mithilfe einer App angezeigt werden. Dieser ist dann 24 Stunden gültig.

Bedingungen im Bürgerhaus sind gut

Die Idee zur neuen Teststation entstand dabei durch den Einsatz von Rosenheimer Stadtratsmitglied Markus Dick, der „die große Verzweiflung“ in der Stadt beim Thema Corona immer wieder wahrgenommen hat. Als Vorstandsmitglied des Stadtteilvereins wusste er um den zur Verfügung stehenden Platz im Happinger Bürgerhaus. Zusammen mit der Vorsitzenden des Vereins, Sabine Schmitz, organisierte er daher die neue Nutzungsmöglichkeit.

„Die Bedingungen hier im Haus sind sehr gut geeignet“, ist Schmitz überzeugt. Von einem Durchgangssystem, über genügend Parkmöglichkeiten, bis hin zur sanitären Ausstattung sei man bestens vorbereitet, um die Leute möglichst kontaktlos durchzuschleusen. Apothekerin Wehner könnte sich daher sogar vorstellen, das Ganze auszuweiten, wenn die Nachfrage tatsächlich groß sein sollte und dafür andere Apotheker „mit ins Boot zu holen“.

Apotheker will Test-Nachfrage abwarten

Rosenheimer Apotheker wie Dominik Simon, Inhaber der Rosenheimer Heilig-Geist-Apotheke, sind sich allerdings nicht sicher, ob die Nachfrage überhaupt so groß werden wird. „Bisher haben wir eher den Eindruck, dass die Kunden nach Selbsttests fragen, als sich unbedingt von Mitarbeitern testen lassen zu wollen.“ Er will daher erst einmal abwarten und sehen, ob ein negativer Test verpflichtend wird, um beispielsweise im Einzelhandel zukünftig einkaufen zu dürfen. Erst dann würde seiner Meinung nach eine große Anzahl an Stationen zum schnelltesten Sinn ergeben.

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Auch Thomas Riedrich, Inhaber der Optymed-Apotheken, will nach wie vor abwarten, bis alle Fragen und Rahmenparameter, die zur Durchführung größerer Testzahlen erforderlich sind, ausreichend geklärt wurden. Dinge wie das Impfen der Mitarbeiter sowie die Finanzierung und Lieferung von genügend Tests wären dementsprechend zwar umsetzbar, allerdings mit erheblichen Organisationsaufwand verbunden.

Kosten durch Förderung abgedeckt

Für die Happinger Apothekerin ist das allerdings kein Grund, um nicht sofort zu reagieren. Die Kosten für die Tests, die rund sechs Euro betragen, sowie für Miete und Mitarbeiterbezahlung seien ziemlich genau mit der bundesweiten Förderung abgedeckt. Zudem seien ihre Lieferanten gut organisiert und können bis zum Start am 29. März 5.000 Schnelltests liefern.

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Die Hoffnung von Stadtrat Dick und Apothekerin Wehner ist daher nach wie vor, dass bei steigender Nachfrage auch bisher zurückhaltende Apotheken in der Region mit einsteigen. Notfalls, so Wehner, könnte man sonst auch Studenten oder andere Hilfskräfte mithilfe von Schulungen als Mitarbeiter in den Testzentren aktivieren. Zunächst einmal ist jedoch das erklärte Ziel, die Station im Bürgerhaus erfolgreich zu eröffnen.

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