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Neue Technik in altem Gewand

Anbau des Rosenheimer Lokschuppens von Bayerischer Architektenkammer ausgezeichnet

Im Stil von 1857: Sowohl der Anbau als auch die Sanierung des Rosenheimer Lockschuppens sollen sich nahtlos in den originalen Bestand einfügen.
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Im Stil von 1857: Sowohl der Anbau als auch die Sanierung des Rosenheimer Lockschuppens sollen sich nahtlos in den originalen Bestand einfügen.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Die Sanierung und der Anbau des Rosenheimer Lokschuppens hat allen Beteiligten viel Mühe gekostet. Diskussionen im Stadtrat, Probleme mit dem feuchten Boden und der Ausbruch der Corona-Pandemie waren Stolpersteine für das Projekt im historischen Museum. Jetzt zahlt sich die jahrelange Arbeit aus.

Rosenheim – Nach jahrelanger Arbeit und einer Investition von rund 12 Millionen Euro ist die Erweiterung erfolgreich abgeschlossen. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde dafür nun von der Bayerischen Architektenkammer ausgezeichnet und ist Teil der Wanderausstellung „Architektouren 2021“, die bis zum 5. November im Foyer des Staatlichen Bauamtes Halt in Rosenheim macht.

Vier neue Räume im Rosenheimer Museum

Es war eine große Herausforderung, den Altbau von 1857 respektvoll zu erweitern“, berichtet Stefan Lippert, Architekt der Rosenheimer Firma Krug Grossmann Architekten. Das lokale Großbauprojekt, das bereits seit 2017 von der Stadt geplant wurde, stand bei der Eröffnung der Wanderausstellung im Mittelpunkt. Rund 170 Handwerker und 35 Planungsbüros waren laut Lippert involviert, um den Lokschuppen im neuen und dennoch altehrwürdigen Glanz erstrahlen zu lassen.

Für 12,5 Millionen Euro erbaute das Architektenbüro einen „Kopfbau im Stil des bestehenden Gebäudes“, um vier neue Räume für Gastronomie, Museumsshop, Sanitäranlagen und Pädagogikräume zu schaffen. Zudem wurde die 5259 Quadratmeter große Fläche saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

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Auf Tafeln im Raum verteilt: Im Rosenheimer Bauamt sind über drei Stockwerke alle der 208 ausgezeichneten Bauprojekte der Bayerischen Architektenkammer ausgestellt.

Für Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, ist das Grund genug, um das Gebäude in die Liste der bayernweit 208 ausgezeichneten Projekte aufzunehmen. „Die bestehenden Strukturen zu erhalten und sinnvoll zu ergänzen, ist die Aufgabe, der wir uns künftig stellen müssen“, betont sie. Nach dem Motto der Ausstellung „Architektur gestaltet Zukunft“ sei es gerade im Hinblick auf klimaneutrales Bauen unumgänglich, den bisherigen Bestand mit den heutigen Möglichkeiten zu optimieren.

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Die Gebäude im Landkreis zu sanieren und danach „so aussehen zulassen, als wäre man gar nicht da gewesen“, ist für Lippert allerdings keine leichte Aufgabe. Gerade beim Bau in die Tiefe stehe man in Rosenheim vor einem Problem, wie das Beispiel des Lokschuppens zeige: „Der Boden unterhalb des Museums war, wie in der Region durchaus üblich, sehr feucht, weshalb wir für den Bau des geplanten Kellers viel abdichten mussten“, bilanziert der Architekt. Für die Saurierausstellung sei allerdings nun alles einsatzbereit. Insgesamt sei man daher zufrieden, dass man im Rosenheimer Lokschuppen nun endlich mehr Platz habe und kein Stau mehr an der Kasse entstehe. Denn dort habe sich bisher eine Schlange an Menschen bis in den Museums-Shop gezogen.

Sechs Projekte aus der Region dabei

Die Leiterin des Rosneheimer Bauamtes, Doris Lackerbauer, freut sich, die erfolgreichen Werke der Architekten ausstellen zu können. Ein persönlicher Höhepunkt der „Architektouren“ ist für sie das sieben Jahre andauernde Projekt des Sudetendeutschen Museums in München, welches das Rosenheimer Bauamt im Auftrag des Freistaates errichtete. Aber auch die Auszeichnung der fünf Bauprojekte aus der Region wie die Sporthalle des Landschulheims in Marquartstein, die Sanierung der Kloster- sowie der Pfarrkirche in Traunstein, das Holzhaus in Trostberg und die neue Energiezentrale im Kloster Seeon seien sehr gut gelungen.

Projekt abgeschlossen: Die Leiterin des Rosenheimer Bauamtes, Doris Lackerbauer (links), die Präsidentin der Bayrischen Architektenkammer, Lydia Haack, und Architekt Stefan Lippert eröffnen die Ausstellung.

„Architektouren“ auch im kommenden Jahr

Die Wanderausstellung im Foyer des Bauamtes solle auch nach dem 25. Jubiläum noch weiter Bestandteil der „Architektouren“ bleiben. Im kommenden Jahr hofft Präsidentin Haack allerdings, dass zu diesem Anlass auch wieder mehr Aktionen in ganz Bayern stattfinden können. Fest stehe in jedem Fall, dass am 25. und 26. Juni 2022 erneut fortschrittliche Bauprojekte aus der gesamten Region ausgezeichnet werden.

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