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Mit *Video*: Neue Ausstellung „Eiszeit“

Am 18. März geht’s los: Die Mammuts kommen nach Rosenheim in den Lokschuppen

Lokschuppenleiterin Dr. Jennifer Morscheiser.
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Lokschuppenleiterin Dr. Jennifer Morscheiser.
  • VonThomas Stöppler
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Ins Ausstellungszentrum Lokschuppen ziehen neben den ganz großen Tieren auch die ersten Menschen ein. Die kommende Ausstellung will den Besuchern das Leben ihrer Urahnen näher bringen und Brücken in die Gegenwart schlagen.

Rosenheim – Nach den Sauriern kommt die Eiszeit. Das ist nicht nur historisch mehr oder weniger korrekt, sondern gilt auch im Ausstellungszentrum Lokschuppen. Dort ziehen nämlich gerade Mammuts, Bisons und Höhlenbären ein, denn am 18. März soll die neue Ausstellung „Eiszeit“ eröffnen.

Aber neben den Tieren soll es vor allem um die Menschen gehen, erklärt Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Ausstellungszentrums. Der Lebensalltag der Steinzeitbewohner ist ein wichtiges Element der Ausstellung. Und ein ganz zentraler Teil davon war Essen. Doch im Gegensatz zu uns heute war die oft schwierige Frage nach dem, was es heute zum Mittag gibt, nicht durch ein Überangebot geprägt – im Gegenteil: Im Sommer Beeren, im Winter Trockenfleisch, Eier – eine seltene Delikatesse – nur im Frühjahr.

Ein Jahr in der Eiszeit

Noch herrscht Chaos und die Ausstellungsräume ähneln mehr einer Baustelle als einem Familienausflugsziel. Ein Mammut wird gerade aus drei Kisten gepackt und sechs Männer setzen es gerade zusammen. Aber die vielen Exponate machen bereits Lust, eine Zeitreise in die Eiszeit zu unternehmen.

Die Besucher der Ausstellung können ab dem 18. März eine Familie durch ein Jahr in der Eiszeit begleiten. Ihren Lebensalltag bestaunen, der „zwangsweise sehr viel naturverbundener war“. Einen festen Wohnsitz hatten die Menschen nicht. Sie reisten nämlich Tierherden hinterher, schließlich bedeutete die Nähe zu Tieren auch eine Nahrungsquelle. Dabei übernachteten sie natürlich nicht unter freiem Himmel, sondern in einer Jurte. Einen Nachbau gibt es ebenfalls als Exponat zu bestaunen.

Nicht jedes Tier in der Ausstellung wirkt urzeitlich. Der ein oder andere Bekannte lebte schon in der Eiszeit.

Löwenmenschen und Bison-Stalaktiten

Allgemein will die Ausstellung mit einigen Vorurteilen aufräumen. Zum Beispiel, dass die Landschaften der Eiszeit vornehmlich Gletscher waren. „Natürlich gab es viele Gletscher zum Beispiel hier in Rosenheim, aber weiter nördlich dominierten Tundras“, erzählt Morscheiser.

Und ganz wichtig für sie ist, dass auch die Menschen der Eiszeit denkende und fühlende Wesen waren. „Auch die hatten Sorgen und Nöte“, sagt die Archäologin. Die Vorstellung von primitiven Höhlenmenschen träfe so nicht zu. Das beweisen zum Beispiel Kultvorstellungen von „Löwenmenschen“ oder ein bearbeiteter Stalaktit, der auch in der Ausstellung zu sehen ist. Lange habe man sich gefragt, warum dieser bearbeitet ist, erzählt Morscheiser. Bis man entdeckte, dass der Schattenwurf des des Stalaktiten wie der Kopf eines Bisons aussieht.

Die Besucher der Ausstellung können selbst den Effekt bestaunen und das Licht an und aus schalten. Auch an anderen Stellen soll es interaktive Elemente geben.

Lehren für die heutige Zeit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Bezug ins Hier und Jetzt. Und da geht es auch um die großen Stars der Ausstellung, die Mammuts. Denn an ihnen lässt sich leicht zeigen, was für Auswirkungen der Klimawandel hat. Den Mammuts wurde es nämlich nicht zu warm, es war der Regen, der Ihnen zusetzte. Der gefror nämlich oft durch die Kälte und die Zottel der Mammuts waren nicht gefettet – wie etwa das von Bären – und somit nicht wasserabweisend.

Zwei Familienmitglieder sind schon da.

Die Schau bringt nun diesen Aspekt in die Gegenwart. Schließlich leben wir auch in Zeiten des Klimawandels „und der ist durch den Menschen eine Runde schneller“, erklärt Morscheiser. Und wir müssten uns fragen, wie wir und unsere Umwelt auf den Klimawandel reagiert.

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