Aktion in der Coronakrise: Rosenheimer Gastwirte machen mit leeren Stühlen aufmerksam

Die Stühleder Gastronomiebetriebe bleiben nicht nur bei der Protestaktion in der Innenstadt leer. Geyer
  • Anna Heise
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Mit der Aktion „Leere Stühle“ will das Gastronomienetzwerk „Leaders Club“ bundesweit auf seine schwierige Situation in Zeiten der Corona-Krise aufmerksam machen.

Rosenheim – In Rosenheim initiierte Benjamin Mödel, Geschäftsführer von „Hans im Glück“, die Protestaktion. Spontan fanden sich viele Kollegen aus der Branche, die mitzogen.

Jeder Gastwirt brachte einen Stuhl mit, auch zwei gedeckte Tische fanden sich am Freitag am Ludwigsplatz. „Trotz der Unterstützung der Politik fehlen im Moment schlicht und einfach die Umsätze“, sagte Mödel.

Richard Perkusic vom „Das Färber“ sagte, dass es guttue, überhaupt aktiv zu werden. „Wir fahren in der Situation auf Sicht und müssen abwarten, was die Politik sagt. Es ist bitter, weil wir selbst kaum mitgestalten können.“

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Georg Höhensteiger vom gleichnamigen Gasthof gefällt an der Aktion, dass die Wirte zusammenhalten. Die Aufmerksamkeit der Rosenheimer war laut Mödel spürbar: „Viele finden das gut und eine sehr kreative, tolle Idee.“ Die Wirte hoffen nun, dass die Stühle in ihren Lokalen bald wieder besetzt sein dürfen. hgy

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