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Auch Kreisbäuerin lehnt den Vorstoß ab

AfD scheitert im Rosenheimer Kreistag mit Antrag zum Wolfsabschuss und zur Entschädigung

Die AfD hatte in ihrem Antrag an den Kreistag gefordert, auf die Staatsregierung einzuwirken, um bei einer Rudelbildung von Wölfen in stärker besiedelten Gebieten die Entnahme zu erleichtern.
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Die AfD hatte in ihrem Antrag an den Kreistag gefordert, auf die Staatsregierung einzuwirken, um bei einer Rudelbildung von Wölfen in stärker besiedelten Gebieten die Entnahme zu erleichtern.
  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Mit deutlicher Mehrheit hatte der Rosenheimer Kreistag jetzt einen Antrag der AfD abgelehnt, die Staatsregierung aufzufordern, die Wolfsentnahme in bestimmten Fällen zu erleichtern. Während der Kreisobmann der Landwirte dem Antrag zustimmte, lehnte die Kreisbäuerin den Vorstoß ab.

Rosenheim – Mit 42 zu sechs Stimmen lehnte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag der AfD-Fraktion ab, die Staatsregierung aufzufordern, die gezielte Entnahme von Wölfen bei einer Rudelbildung innerhalb von stärker besiedelten Regionen zu erleichtern. Dies könne in einer „Artenschutzrechtlichen Ausnahmeverordnung“ geregelt werden, meinte AfD-Kreisrat Andreas Winhart. In dem Antrag sprach sich die AfD zudem für die gezielte Entnahme verhaltensauffälliger Einzeltiere, die strikte Entnahme von nachgewiesenen Wolfshybriden zum genetischen Schutz der reinrassigen Wölfe und die gezielte Entnahme der Tiere in den bayerischen Alpen zum Schutz der Almwirtschaft aus.

Außerdem formulierte die Fraktion den Wunsch, Entschädigungshürden für Nutztierhalter bei Rissen von Tieren abzubauen. Bis zu einer Grenze von 500 Euro jährlich sollten Tierhalter auch dann unbürokratisch entschädigt werden, wenn kein Hinweis darauf vorliegt, dass ein großer Beutegreifer für den Tod des Tieres verantwortlich war. Auf diese Weise könnten aufwendige genetische Folgeuntersuchungen des Landeamtes für Umwelt unterbleiben.

Winhart gespannt auf Meinung von Landwirten

„Das ist eine rechtssichere Lösung. Wir wollen dadurch auch unsere Almen vor einer Verzaunung freihalten“, begründete Winhart seinen Vorstoß. Mit Verweis auf die kurz zuvor erfolgte Debatte über einen Antrag von CSU und Freien Wählern zur Absenkung des Schutzstatus‘ für Wölfe konnte sich Winhart eine kleine Spitze in Richtung von Kreisbäuerin Katharina Kern und Josef Bodmaier, den Kreisobmann des Bauernverbandes, nicht ersparen. Beide gehören der CSU-Kreistagsfraktion an. „Ich bin schon gespannt, wie sich die Vertreter der Landwirte zu unserem Antrag stellen“, so Winhart.

Während Bodmaier den Vorstoß der AfD unterstützte, lehnte Kern ihn ab. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen sagte Bodmaier, er halte das von der AfD vorgebrachte Anliegen für sachlich richtig und habe es deshalb unterstützt. Da habe er kein Problem damit.

Katharina Kern sah für sich keine Grundlage, dem Antrag zuzustimmen. Auch der Kreisausschuss folgte tags zuvor dem Vorschlag der Verwaltung, den Antrag abzulehnen.

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