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Rückblick auf 107-jährige Geschichte

Ältester Rosenheimer Pflegeverein ab sofort unter neuer Führung

Die neue Vorstandschaft: (von links) Karola Specht-Garnreiter, Schwester Cristina, Anton Heindl, Brigitte Simon, Elisabeth Ritter und Barbara Weis. Der Verein unterstützt kranke Menschen in häuslicher Pflege, Personen, die hauswirtschaftliche Unterstützung brauchen und auch Menschen, die demenziell erkrankt sind.
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Die neue Vorstandschaft: (von links) Karola Specht-Garnreiter, Schwester Cristina, Anton Heindl, Brigitte Simon, Elisabeth Ritter und Barbara Weis. Der Verein unterstützt kranke Menschen in häuslicher Pflege, Personen, die hauswirtschaftliche Unterstützung brauchen und auch Menschen, die demenziell erkrankt sind.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Der Hauskrankenpflegeverein ist der erste und somit älteste ambulante Pflegedienst für kranke Menschen in der Stadt Rosenheim. In seiner Mitgliederversammlung hat der Verein nun eine neue Vorstandschaft gewählt und die Veranstaltung genutzt, um auf die vergangenen 107 Jahre zurückzublicken.

Rosenheim – Eigentlich wollte Anton Heindl, der ehemalige Zweite Bürgermeister der Stadt, nach seiner politischen Karriere etwas kürzer treten. Doch so richtig geklappt hat das nicht. Denn neben seinen zahlreichen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten hat er sich nun entschlossen, das Amt als erster Vorsitzender des Hauskrankenpflegevereins anzunehmen.

Aufgabe mit seiner ganzen Kraft widmen

„Ich werde mich mit meiner ganzen Kraft der Aufgabe widmen und mich sowohl für die Mitarbeiter, als auch die uns anvertrauten zu pflegenden Mitmenschen einsetzen“, sagte er zu Beginn seiner Rede, in der er sich unter anderem für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankte.

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Teil der neuen Vorstandschaft sind außerdem Elisabeth Ritter, Ordensschwester Cristina, Karola Specht-Garnreiter, Barbara Weis und Brigitte Simon. Das Amt des Kassenprüfers übernehmen Daniel Artmann, Zweiter Bürgermeister der Stadt und Franz Sollinger, Mitarbeiter in der Kämmerei der Stadt. „Ich denke, wir sind ein gutes Team und gemeinsam werden wir den Verein durch die sicher nicht immer einfachen Wogen der Zeit führen“, sagte Heindl, der die Mitgliederversammlung auch nutzte, um einen Blick zurückzuwerfen.

Aus der Not heraus gegründet

Er erinnerte an das Jahr 1914, in dem der Verein aus der Not heraus gegründet wurde, weil es bereits „in der damaligen Zeit Notstände bei der Pflege von älteren Menschen gab“. Da die christliche Nächstenliebe von Anfang an im Mittelpunkt des Vereins stand, wurde 1918 ein Vertrag mit den Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen geschlossen, der bis ins Jahr 2011 seine Gültigkeit behielt.

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„Zahlreiche Schwestern betreuten in dieser langen Zeit Rosenheimer Bürger in der häuslichen Pflege“, sagte Heindl, der sich unter anderem an Schwester Bernadett, Schwester Billhilde und Schwester Angnella erinnert.

Zahl der Klosterschwestern nimmt ab

Doch während die Pflegebedürftigen über die Jahre immer mehr wurden, nahm die Zahl der Klosterschwestern ab. Um dennoch allen Bedürfnissen gerecht zu werden, stellte der Verein im Jahr 1980 zusätzliche weltliche Pflegekräfte ein. 2011 verließen schließlich die letzten beiden Ordensschwestern als Altersgründen die Stadt Rosenheim.

Vier Ordensschwestern im Verein tätig

„Zum Glück ist es dem damaligen Vorsitzenden Michael Kleeberger gelungen Schwestern aus dem Orden ‚Surolie Franciscane Misionari‘ aus Rumänien zu gewinnen“, sagte Heindl.

Im Moment sind vier Schwestern aus diesem Orden in Rosenheim tätig, die von zahlreichen weltlichen Pflegekräften unterstützt werden. Es ist ein Konzept, das in der Stadt geschätzt wird.

Wertschätzung in der Stadt

Diese Wertschätzung gegenüber dem Hauskrankenpflegeverein ist ein Verdienst, der, wie Heindl betonte, vor allem Toni Kohwagner und Rudi Angerer zu verdanken sei. Sechs Jahre leitete Kohwagner als Vorsitzender des Vereins. Er habe immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter gehabt, den Verein durch die Pandemie geführt und trotz allem die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren.

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Angerer sei seit 2017 in der Vorstandschaft gewesen und war unter anderem der „Verbindungsmann zur Demenzgruppe“ und habe sich zudem um die Fortführung der Senioren-Nachmittage gekümmert. „Ihre Dienste kann man nicht mit Geld honorieren, aber mit einem großen Dankeschön“, sagte Heindl am Ende seiner Rede.

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