"Ältere sind unser Aktivposten"

- Rosenheim - Auch heuer hatte die Stadt ihre Senioren zum Informationstag geladen.

Treffpunkt war der Glückshafen auf der Loretowiese, wo 13 Busse, in denen die über 650 Gäste Platz nehmen konnten, zur etwa einstündigen Stadtrundfahrt starteten. Der Seniorenbeirat unter Vorsitz von Horst Halser und die Stadtverwaltung hatten eine "Sightseeing-Tour" durch alle Stadtteile arrangiert.Die an der Fahrt teilnehmenden Senioren sollten sich darüber informieren, was sich jüngst in Rosenheim geändert hat sowie sich davon überzeugen können, dass in Rosenheim gilt: "Alles ist im Fluss und im Stau und obendrein noch im Regen!" Mit diesen Worten begrüßte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Anschluss an die Rundfahrt nämlich die älteren Mitbürger der Stadt im Kultur- und Kongresszentrum. Und in der Tat, der starke Dauerregen war der einzige Wermutstropfen an diesem ansonsten gelungenen Seniorentag.

In der Stadt leben rund 15000 Menschen oder rund 25 Prozent, die älter als 60 Jahre sind. In ihrer Begrüßungsrede ging das Stadtoberhaupt ausführlich auf die damit verbundene Seniorenarbeit ein und bezeichnete die "nicht mehr ganz so jungen Mitbürger als Aktivposten." Der demografische Wandel werde auch an Rosenheim nicht vorbeigehen und deshalb müsse laut Oberbürgermeisterin im Rahmen der Stadtentwicklung ein Generationenkonzept entstehen, in dem Wohnen, Leben und Freizeit für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv seien und die Generationen sich wohl fühlen.

Mit dem Altenhilfeplan der Stadt liege nunmehr ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept vor, das die relevanten Handlungsfelder wie beispielsweise integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, Beratungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung und Pflege sowie die Unterstützung pflegender Angehöriger, Kooperations- und Vernetzungsstruktureneinbindet und an dem die Wohlfahrtsverbände, Vereine, Selbsthilfegruppen und sonstige Akteure der Altenhilfe mitwirken. Der Seniorenbeirat ist das vom Stadtrat bestellte Gremium und fungiert als Bindeglied zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik.

Im Einzelnen sprach Bauer sowohl bereits vorhandene als auch geplante Projekte wie beispielsweise das "Mehrgenerationswohnen der GRWS" oder die "Seniorenwohngemeinschaft Gemeinsam leben Oldies ohne Reue im Alter (GLORIA)" an. Und auch die Landesgartenschau 2010 war Thema. Die im Raum stehende Frage, ob sich die Stadt trotz Fi-nanzkrise und Haushaltssperre das alles noch leisten könne, beschied Oberbürgermeisterin Bauer durchaus optimistisch, räumte aber ein, dass "das eine oder andere Schmankerl nicht mehr dabei sein werde". je

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