Absage an S-Bahn-Verkehr

Rosenheim - Die Anzahl der Fahrradstellplätze am Bahnhof wird sich im Zuge der geplanten Baumaßnahmen vervierfachen, kündigte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer auf einer Wahlveranstaltung der Panger CSU im Gasthaus "Huberwirt" in Westerndorf.

Dass sich die 12000 Auspendler aus der Stadt auf leistungsfähige Zugverbindungen verlassen können, dafür müsse die Veolia sorgen. Eine bedarfsgerechte Infrastruktur im Umfeld des Bahnhofs sei städtische Aufgabe. Die Stadt wolle am Südtiroler Platz und im Umfeld der Fußgängerunterführung im Süden des Bahnhofs insgesamt rund 2500 Fahrradstellplätze schaffen. Zusätzlich plädierte Bauer für die Errichtung eines Park and Ride-Parkhauses an der Klepperstraße mit 350 Stellplätzen(wie berichtet).

Forderungen, die Stadt an den Münchner Verkehrsverbund MVV anzubinden, erteilte Bauer für den S-Bahn-Verkehr eine klare Absage: "Jeder, der in der Grafinger S-Bahn von einem schnellen Rosenheimer Regionalzug überholt wird, beneidet uns. Wir sind mit den regionalen Schienenverkehren inzwischen sogar in nur 27 Minuten am Ostbahnhof." Mit den S-Bahn-Takten sei das nie und nimmer zu schaffen. Sehr wohl könne man aber über MVV-Busverkehre auch in der Region nachdenken. Dann ließe sich in der Stadt und der Region vielleicht endlich ein einheitliches Bus-Tarifsystem verwirklichen, was bisher an den bestehenden Betreiber-Strukturen scheitere.

Bauer zeigte Verständnis für die Wünsche der Panger nach einer Verminderung des Lkw-Verkehrs durch Pang und Aising. Wenn die B15-Westtangente gebaut ist, biete sich die Chance, die Lkw über diese neue Route von der Autobahn in den Westen und Norden der Stadt zu leiten. Auf dieser Grundlage könne über eine Durchfahrtssperre für Lkw von der Brannenburger Straße bis zur Schwaig diskutiert werden. "Wir werden das staatliche Straßenbauamt um eine entsprechende Prüfung ersuchen", so die OB. re

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