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Ein Terroranschlag zum Geburtstag

20 Jahre nach 9/11: So hat Jguwon Hogges aus Rosenheim die Anschläge in New York erlebt

Jguwon Hogges war zur Zeit der Anschläge 15 Jahre alt und hat in Kalifornien gelebt.
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Jguwon Hogges war zur Zeit der Anschläge 15 Jahre alt und hat in Kalifornien gelebt.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Es ist ein Datum, das wohl niemand vergessen wird: Am 11. September 2001 rasten zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center in New York, eine weitere Passagiermaschine flog ins Pentagon. Heute jährt sich der wohl größte Terror-Anschlag der Welt zum 20. Mal.

Rosenheim/New York – Eigentlich ist der 11. September für Jguwon Hogges (35) ein Grund zum Feiern. Mit Freunden, Familie und viel Kuchen. Denn an diesem Tag hat der gebürtige Kalifornier, der seit vielen Jahren für den Basketball-Regionalisten Sportbund Rosenheim spielt, Geburtstag. Doch seit 20 Jahren ist die Situation eine andere. „Natürlich denke ich an die Menschen, die während des Anschlags ihr Leben verloren haben“, sagt er.

Bilder, an die sich auch 20 Jahre später noch viele Menschen erinnern: Am 11. September 2001 rasten zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center.

Auf dem Weg zur Schule

Er selbst sei am 11. September 2001 in Kalifornien auf dem Weg zur Schule gewesen, als um kurz vor 9 Uhr in New York binnen 18 Minuten zwei Flugzeuge nacheinander ins World Trade Center einschlugen. „Ich weiß noch, dass ich viele Leute gesehen habe, die traurig geschaut haben, aber ich habe mir damals nichts weiter dabei gedacht“, sagt er.

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Erst als sein Lehrer die Schüler über die Situation informierte, habe er verstanden, was vor sich ging. Im Fernsehen verfolgte er gemeinsam mit seiner Klasse die Nachrichten. Er beobachtete, wie die beiden 110 Stockwerke hohen Zwillingstürme in sich zusammenstürzten, sah die dicken Rauchwolken und die verstörten Menschen auf der Suche nach ihren Angehörigen. „Es waren schreckliche Bilder“, sagt er.

Angst um Familie, die im Pentagon gearbeitet hat

In die Verzweiflung und Hilflosigkeit mischte sich kurze Zeit später auch die Angst um seine Familie. „Ich hatte einige Angehörige, die an dem Tag im Pentagon gearbeitet haben“, sagt er.

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Während seine Familie den Anschlag jedoch körperlich unbeschadet überlebten, starben bei den Anschlägen fast 3000 Menschen. „Ich bin immer noch unheimlich traurig, wenn ich an die vielen Tote denke“, sagt Hogges.

Land ist enger zusammengewachsen

Zwar überwiege der Kummer über das Geschehene, trotzdem haben die Anschläge in seinen Augen dazu beigetragen, dass Amerika als Land enger zusammengewachsen ist und mehr als eine Einheit auftritt. Daran habe sich auch 20 Jahre danach nur wenig geändert. Und auch wenn die Bilder verblassen, die Erinnerungen bleiben.

Memorial erinnert an die fast 3000 Toten

Seit den Anschlägen hat Jguwon Hogges New York einige Mal besucht. Dort, wo vor 20 Jahren die beiden Zwillingstürme kurz nacheinander in sich zusammensackten, befinden sich nun zwei quadratische Löcher, an deren Rändern Wasserfälle in die Tiefe stürzen.

Namen der Toten eingraviert

Außerdem sind an der Brüstung des Memorials die Namen der knapp 3000 Toten eingraviert, die während der Anschläge vor 20 Jahren ums Leben gekommen sind.

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„Ich fand es unglaublich berührend, als ich zum ersten Mal davor stand. Die Architekten haben eine unglaubliche Arbeit geleistet“, sagt Hogges. Ob und wie er seinen Geburtstag feiert, weiß er zwar noch nicht. An die Anschläge von vor 20 Jahren wird er aber auch heute denken.

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