Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Vom 10. bis 17. September

U-18-Wahl in Rosenheim: Im September können die Jüngeren ihre politischen Wünsche einbringen

Acht Wahllokale hat der Stadtjugendring Rosenheim für die U18-Wahl vorbereitet, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgeben können.
+
Acht Wahllokale hat der Stadtjugendring Rosenheim für die U18-Wahl vorbereitet, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stimme abgeben können.

Ein politisches Stimmungsbild der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren will der Rosenheimer Stadtjugendring mit seiner U18-Wahl einfangen. Doch daneben gibt es noch andere Gründe, den Urnengang für Minderjährige abzuhalten.

Rosenheim – Seine Stimme für die politische Zukunft Deutschlands abgeben – das bleibt in Rosenheim nicht nur Volljährigen vorbehalten. Der Rosenheimer Stadtjugendring ermöglicht Kindern und Jugendlichen, an einer fiktiven U18-Bundestagswahl teilzunehmen. Vom 10. bis zum 17. September können sie ihre Stimme in acht Wahllokalen verteilt über das Stadtgebiet abgeben.

Unter diesen ist auch die Stadtbibliothek Rosenheim. Dort können die Jugendlichen bei schönem Wetter sogar draußen auf dem Salzstadel wählen, bei schlechtem Wetter im Erdgeschoss der Stadtbibliothek.

Politische Plattform bieten

Demokratie und Politik verstehen, junge Menschen dazu motivieren, ihre Stimme einzubringen. Dies will der Stadtjugendring mit seiner Aktion erreichen. Es sei wichtig, ihnen dafür eine politische Plattform zu geben, schildert Happi Wörndl vom Rosenheimer Stadtjugendring: „Hier zählt ihre Stimme, sie können etwas bewirken“, sagt er.

Lesen Sie auch: Nach Corona-Zwangspause hat der Aktivspielplatz Hüttenstadt in Rosenheim wieder geöffnet

Sicher: Es handle sich bei der Aktion um keine „richtige Wahl“, um keine Abstimmung, deren Ergebnis die Zusammensetzung des neuen Bundestages beeinflusse.

Meinungsbild der jungen Menschen

Aber, findet Wörndl, am Ende stehe ein Meinungsbild, welches die Interessen der jungen Menschen widerspiegele. Und dieses kommt offenbar auch in Berlin an: Die Politik trage für die Zukunft junger Menschen Verantwortung, findet die CSU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Rosenheim, Daniela Ludwig. „Deshalb birgt das, was sie zu sagen haben, für mich auch wichtige Hinweise für meine politische Arbeit“, sagt die Christsoziale.

Jugendliche betreuen Wahllokale

Letztendlich will der Stadtjugendring junge Menschen aber auch auf jenen Moment vorbereiten, ab dem sie tatsächlich an Wahlen zu den Parlamenten teilnehmen dürfen.

Kinder und Jugendliche stimmen bei einer U18-Wahl allerdings nicht nur ab, sie betreuen auch die Wahllokale.

Lesen Sie auch: Rosenheim: So fühlt es sich an, im Lockdown Schüler, Elternteil oder Schulleiterin zu sein

„So lernt man am besten, wie die Wahlverfahren funktionieren“, meint Wörndl. In seinem mobilen Wahllokal, das am 17. September wieder vor dem Nepomuk-Brunnen auf dem Max-Josefs-Platz steht, setzt der Jugendring dies auch selbst um. Junge Rosenheimer verteilen dort Flyer, informieren und zählen die Stimmzettel aus.

Lesen Sie auch: Gelbe Wände, Tonstudio, Sitzsäcke: Das Rosenheimer Jugendzentrum Jump bekommt ein Umstyling

Und während bei Parlamentswahlen um 18 Uhr zunächst die erste Prognose erscheint, ist der Jugendring bereits einen Schritt weiter: Er veröffentlicht zu diesem Zeitpunkt schon die Ergebnisse der U18-Wahl auf der -Homepage der Initiative „U18“.

Themen, die der Jugend wichtig sind

Diese möchte mit dem Wahlergebnis ein Signal setzen. Eines, das Parteien und Erwachsenen zeigt, welche Themen der Jugend aktuell wichtig sind. Dies seien vor allem Zukunftsthemen, darunter der Klimawandel, wie Wörndl berichtet.

Lesen Sie auch: „Frust ist bei Rosenheims Jugendlichen auf jeden Fall zu spüren“

„Die Wahlergebnisse der letzten U18-Wahlen ähnelten denen der echten Wahlen meist. Nur Parteien, die Klima- und Tierschutz fokussieren, liegen immer weiter vorne als bei den Erwachsenen.“ Das findet der Sozialpädagoge durchaus logisch. Schließlich seien die Jüngeren von diesen Themen besonders betroffen.

Wahlalter auf 16 Jahre senken

Es sei wichtig, die Meinung der Jungen und Mädchen unter 18 Jahre zu hören und ernst zu nehmen. Ein Grund, warum der Kreisjugendring auch hinter der Forderung steht, das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre zu senken. „Bloß weil man erwachsen ist, wählt man nicht zwingend reflektierter“, findet Wörndl. Gut informierte Jugendliche hätten eine genauso wertvolle Meinung wie gut informierte Erwachsene. Davon ist Happi Wörndl überzeugt.

Steigende Beteiligung

Seit der ersten U18-Wahl in Rosenheim 2017, ebenfalls zu einer Bundestagswahl, erfreue sich die Aktion wachsender Beliebtheit. Beziffern kann Happi Wörndl dies jedoch nur für ein Wahllokal am Rosenheimer Max-Josefs-Platz.

Lesen Sie auch: Digitaler Treffpunkt: Rosenheimer Stadtjugendring entwickelt umfassendes Online-Programm

Dort seien zu Beginn der Aktion 2017 nur 30 Stimmzettel in der Urne verschwunden, bei der jüngsten zur Kommunalwahl seien es bereits 130 gewesen. Auch die Wahlbeteiligung steige mit jedem Jahr, die Anzahl an Wahllokalen in der Stadt habe sich von der vorherigen zur diesjährigen Wahl von vier auf acht Gelegenheiten zur Stimmabgabe verdoppelt.

Mehr zum Thema

Kommentare