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Polizei und Ordnungsamt ziehen Bilanz

17 Anzeigen beim „besinnlichen Lichtermarsch“ durch Rosenheim – Fünf Teilnehmer ausgeschlossen

Gut 2000 Teilnehmer nahmen am Sonntag an einem „besinnlichen Lichterzug“ durch Rosenheim teill, um gegen die Corona-Auflagen des Staates zu protestieren.
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Gut 2000 Teilnehmer nahmen am Sonntag an einem „besinnlichen Lichterzug“ durch Rosenheim teill, um gegen die Corona-Auflagen des Staates zu protestieren.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Der „besinnliche Lichterzug“ durch Rosenheim gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern ist größtenteils ohne Zwischenfälle verlaufen. Jedoch habe es Verstöße gegen die Auflagen der Stadt als Versammlungsbehörde gegeben, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilt.

Rosenheim – Gegen 14 Teilnehmer erstatten die Einsatzkräfte Anzeige, da diese Mund und Nase trotz Ermahnung durch die Polizei nicht mit einer FFP2-Maske bedeckt hatten. Fünf besonders uneinsichtige Demonstranten schloss die Polizei gar von der Teilnahme aus. Ebenso ahndeten die Beamten zwei Verstöße gegen Bestimmungen des Versammlungsgesetzes. Auch gegen einen Teilnehmer, der verbotenerweise ein Messer mit sich führte, erstattete die Polizei Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Insgesamt hat sich die Anzahl der Delikte laut Polizei mit Blick auf die Teilnehmerzahl jedoch in Grenzen gehalten.

Durchweg friedlich verlaufen

Die Veranstaltung zwischen 16 und 18 Uhr sei durchgehend friedlich verlaufen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Lage vom Sonntag schildert. Auch das Ordnungsamt, dessen Leiter Oliver Horner selbst vor Ort war, berichtet von keinen nennenswerten Verstößen.

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Ganz wie geplant verlief der Lichterzug indes nicht. Eigentlich wollten sich die Organisatoren am Mangfallpark Süd aufstellen. Diese Fläche war jedoch bereits durch eine Veranstaltung der Evangelischen Jugend belegt. Beim Kooperationsgespräch am Donnerstag vor der Veranstaltung offenbarte die Stadt den Veranstaltern den neuen Treffpunkt wie auch die vorgegebene Wegführung. Vom Mangfallpark Nord verlief die Strecke wie folgt: Schönfeldstraße, Innstraße, Ludwigsplatz, Kaiserstraße, Frühlingsstraße – Heilig-Geist-Straße und Stollstraße. Zurück zum Mangfallpark Nord ging es über die Rathausstraße, die Königsstraße, den Ludwigsplatz, die Innstraße und die Schönfeldstraße.

Mehr Teilnehmer als erwartet

Die Zahl der Teilnehmer überstieg offenbar die Erwartungen der Organisatoren, die nur mit bis zu 1000 Personen gerechnet hatten. Jedoch seien im Verlauf des Zuges immer mehr Menschen dazugestoßen, wie die Polizei berichtet, die mit rund 300 Beamten im Einsatz war, darunter auch mit Kräften der umliegenden Inspektionen, der Bundes- und der Bereitschaftspolizei. Gezählt hatten die Beamten rund 2100 Teilnehmer der Demonstration.

Wiederholung frühestens nach Weihnachten

Vonseiten der Veranstalter zeigt man sich zufrieden mit dem Verlauf des Lichterzugs am Sonntag. Die Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsamt habe gut funktioniert, wie Organisatorin der Veranstaltung, Peggy Galic, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen schildert. Vereinzelte Unstimmigkeiten mit den Ordnungshütern habe man im Nachhinein schnell klären können. Auch der Umstand, dass die Veranstaltung nicht wie geplant im Mangfallpark Süd starten konnte, sei für Galic kein Problem gewesen.

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Während zur Weihnachtszeit nun zunächst ein wenig Ruhe einkehren soll, seien für die Zeit danach weitere Veranstaltungen dieser Art geplant, sagt sie. Die Corona-Mahnwachen mittwochs ab 19.15 Uhr laufen indes weiter, bis Ende des Jahres jedoch im Lampenpark des Mangfallparks Nord. Der Ichikawa-Platz sei als Veranstaltungsort zu klein geworden, um die Abstände zwischen den Demonstranten sicherstellen zu können.

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Dort wiederum kommt morgen (14. Dezember) erstmals eine Gruppe namens „Rückenwind Gesundheitspersonal“ zusammen. Ab 19.15 Uhr will diese ihre Solidarität mit dem Pflegepersonal zum Ausdruck bringen. Auch Anfang kommenden Jahres will „Rückenwind Gesundheitspersonal“ in dieser Sache Flagge zeigen. Hierfür haben die Organisatoren bei der Stadt bereits Kundgebungen für die Mittwochstermine 5. und 12. Januar angemeldet.

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