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Rückblick auf ereignisreiches Einsatzjahr

„Rückgrat der Gefahrenabwehr“: OB März lobt Rosenheimer Feuerwehr bei Mitgliederversammlung

Neue Aufgaben für zwei Feuerwehrmänner: Gregor Häusler (Mitte) und Phillip Schildbach (Zweiter von rechts) wurden von Oberbürgermeister Andreas März(Zweiter von links) im Beisein des stellvertretenden Kommandant Mario Zimmermann (links) und Kommandant Hans Meyrl zum „Örtlichen Einsatzleiter“ ernannt.
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Neue Aufgaben für zwei Feuerwehrmänner: Gregor Häusler (Mitte) und Phillip Schildbach (Zweiter von rechts) wurden von Oberbürgermeister Andreas März(Zweiter von links) im Beisein des stellvertretenden Kommandant Mario Zimmermann (links) und Kommandant Hans Meyrl zum „Örtlichen Einsatzleiter“ ernannt.

„Was wäre die Stadt Rosenheim ohne ihre Feuerwehr? Sie könnte ohne sie nicht existieren.“ Klare Worte kamen jetzt von Oberbürgermeister Andreas März bei der 161. Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in der Hauptfeuerwache.

von Martin Binder

Rosenheim – März war der einzige Ehrengast bei der Versammlung, die wegen der Corona-Maßnahmen in ungewohntem Ambiente in der Fahrzeughalle mit viel Platz stattfand. Da laut Kommandant und Vorstand Hans Meyrl über 80 Prozent der aktiven Feuerwehrler geimpft sind, konnten alle Mitglieder der Feuerwehr an der Versammlung teilnehmen, dazu noch einige Vertreter der anderen Rosenheimer Feuerwehren. Mehr ließen die Vorschriften nicht zu.

Um alle Corona-Regeln einzuhalten, trafen sich die Feuerwehrler in der Fahrzeughalle der Hauptfeuerwache.

März bezeichnete die Feuerwehr als das „Rückgrat der Stadt bei der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr“, sie sei wirklich das „Mädchen für alles“. Das habe sich wieder gezeigt, als es um den Aufbau des Impfzentrums in Rosenheim ging. Ohne die schnelle Hilfe der Feuerwehr wäre das in der vorgegebenen kurzen Zeit nicht möglich gewesen, sagte der Oberbürgermeister.

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Trotz des Lockdowns sind die Einsätze für die Rosenheimer Feuerwehren 2020 leicht gestiegen, insgesamt gab es 1239 Alarmierungen, so Meyrl in seinem Bericht. 889 davon übernahmen die Aktiven der Rosenheimer Feuerwehr. Über 150 dieser Einsätze standen im Zusammenhang mit der Pandemie, sei es mit Auf- und Umbauarbeiten am Impf- und Testzentrum oder mit Transporten von Impfstoffen.

Erfreulich, so Meyrl, sei, dass 2020 neun Aktive neu zur Feuerwehr gekommen seien, die jetzt über 153 Einsatzkräfte verfüge. Der Ausbildungs- und Übungsbetrieb war coronabedingt monatelang nicht möglich, dennoch hätten sich einige Gruppen selbst geholfen und eine Ausbildung zumindest über Videokonferenzen organisiert.

Vereinsleben zum Stillstand gekommen

Meyrl bedauerte, dass wie überall auch das Leben im Feuerwehrverein weitgehend zum Stillstand gekommen sei, fast alle der üblichen Veranstaltungen mussten ausfallen. Das war auch Thema im Bericht von Schriftführer Andreas Ziehut.

Dennoch sei man mit der Situation kreativ umgegangen und habe zum Beispiel an Stelle der Jahresabschlussfeier alle Mitglieder mit einem Video voller Grußbotschaften in die Weihnachtstage geschickt. Kassier Philipp Franke konnte von einem ausgeglichenen Etat des Vereins berichten, den entgangenen Einnahmen vieler Veranstaltungen stünden entsprechend auch weniger Ausgaben entgegen.

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Der vom Stadtrat gerade beschlossene Feuerwehr-Bedarfsplan sei „das Reizwort des Jahres“ bei den Rosenheimer Feuerwehren, sagte Oberbürgermeister März in seinem Grußwort. Er sicherte den Feuerwehren zu, alles dafür zu tun, dass die Leistungsfähigkeit erhalten bleibe. Das sei nötig, um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Vorschriften einzuhalten. Deshalb werde die Ausstattung der Feuerwehren kontinuierlich ausgebaut.

Kommandant und Vorsitzender Hans Meyrl blickte auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück.

Gutachten zur Ausrückzeit

Ein Gutachten hatte festgestellt, dass die Ausrückezeit der Feuerwehr in der Nacht nicht immer innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist bleibt. Kommandant Hans Meyrl verwies auf viele, auch kontroverse Diskussionen zum Thema Feuerwehr-Bedarfsplan. Er versicherte dem Oberbürgermeister, dass die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim als Hauptbetroffene das Projekt mittrage und man sich auf eine rasche Umsetzung freue.

Oberbürgermeister März bedankte sich bei den Arbeitgebern, die Feuerwehrkräfte immer wieder für den Einsatzdienst freistellen. Sein Dank galt im Namen von Stadtrat und Verwaltung vor allem aber den Frauen und Männern der Rosenheimer Feuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement rund um die Uhr für die Menschen in der Stadt und darüber hinaus. „Bleibt gesund und kommt von jedem Einsatz wieder gut zurück“, so der Wunsch von März.

Beförderungen, Ehrungen und Neuaufnahmen

Bei der 161. der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim gab es einige Beförderungen, Neuaufnahmen und Ernennungen. Vorstand Hans Meyrl und Stellvertreter Mario Zimmermann konnten die entsprechenden Urkunden übergeben.

Beförderungen

  • Brandmeister: Gregor Häusler, Marco Wehrle
  • Oberlöschmeister: Christian Voracek
  • Löschmeister: Christian Seidel, Benjamin Stelzer
  • Hauptfeuerwehrfrau/-mann: Edith-Anette Artemiak, Stefan Gurgießer, Doris Hammer, Sebastian Heimrath, Michael Müller, Michael Prentl
  • Oberfeuerwehrmann: Michael Oswald, Pascal Schnebelen
  • Feuerwehrmann: Sebastian Lang, Lucas Sauter, Corbinian Tauer, Tobias Pfaffe, Florian Warter

Neuaufnahmen

  • Leon Bach
  • Michael Bächle
  • Valentin Hopf
  • Fynn Köhler
  • Lauren Grabis
  • Daniel Rapphahn
  • Lukas Render
  • Simon Unkauf

Ernennung

„Im Voraus benannten Örtlichen Einsatzleiter“: Gregor Häusler, Philip Schildbach.

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