Mehrheit stimmt im Bauausschuss dafür

16 neue Wohnungen für Aising: 4 Rosenheimer Familien wollen investieren

Auf der Ackerfläche
              am östlichen Ortsausgang von Aising könnten schon bald Doppel- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden.
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Auf der Ackerfläche am östlichen Ortsausgang von Aising könnten schon bald Doppel- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Der Wohnraum in Rosenheim ist knapp. Für die Stadt Grund genug, nach neuen Flächen Ausschau zu halten. Die scheinen jetzt gefunden.

Update 12. Januar 2021, 17.13 Uhr

Rosenheim - Vier Rosenheimer Familien wollen sich jetzt dafür einsetzen, dass es bald ein zusätzliches Angebot gibt.

Auf der Fläche nördlich der Grünfeldstraße sollen fünf Doppelhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Doch die Investoren kommen nicht wie ursprünglich berichtet aus München, sondern sind „mit Leib und Seele Rosenheimer“ – und das schon seit drei Generationen. „Die Flächen sind seit über 35 Jahren in Familienbesitz“, sagt eine Investorin, die ihren Namen vorerst nicht in der Öffentlichkeit genannt wissen will. „Ich war selbst auf der Suche nach einem geeigneten Objekt im Raum Rosenheim und musste feststellen, dass die Situation etwas Passendes zu finden aussichtslos ist. Damit entstand die Idee einer Bebauung auf den Flächen an der Grünfeldstraße“, sagt sie.

Seit vier Jahren stehe sie seither mit der Stadt in Verhandlungen, habe unzählige Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. „Das Ganze hat uns viel Zeit, Energie und Geld gekostet.“ Jetzt hofft sie darauf, dass in diesem Sommer die Entscheidung fällt, ob gebaut werden darf oder nicht. Der entstehende Wohnraum soll – anders als vom Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Franz Opperer vermutet – nicht für Leute mit einem hohen bis sehr hohen Einkommen entstehen, sondern durchaus erschwinglich sein. „Klar ist aber auch, dass den hohen Baukosten ein Stück weit Rechnung getragen wird“, sagt die Investorin.

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Erstmeldung

Aising – Am östlichen Ortsausgang von Aising, dort wo sich im Moment noch landwirtschaftliche Flächen befinden, könnte sich bald schon ein anderes Bild zeigen. Geht es nach der Investorin – einer Münchnerin – sollen auf der Fläche nördlich der Grünfeldstraße fünf Doppelhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Das hatte Oberbürgermeister Andreas März (CSU) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates bekannt gegeben.

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Einen ersten Planungsentwurf hatte es bereits im November vergangenen Jahres gegeben. Nach der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung und der vorliegenden Gutachten wurden die Pläne erneut überarbeitet und nun dem Gremium vorgestellt.

Doppelhäuser auf Fläche von 150 Quadratmetern

So sollen die Doppelhäuser auf einer Grundfläche von 150 Quadratmeter entstehen und maximal sieben Meter hoch sein. Gleiches gilt für die Höhe des geplanten Mehrfamilienhauses, das auf einer Grundfläche von 192 Quadratmeter gebaut werden soll. Geplant ist – so geht es aus den Unterlagen der Stadtverwaltung hervor – dass in den Doppelhäusern jeweils maximal zwei Wohnungen pro Doppelhaushälfte untergebracht werden und im Mehrfamilienhaus im Westen maximal sechs Wohnungen.

Gespräch mit Investorin bereits vor zwei Jahren

Die groben Pläne also stehen. Und doch stimmten die Grünen, gemeinsam mit der Stadtratsfraktion der AfD gegen den Vorschlag. Und das hat zumindest aus Sicht der Grünen gleich mehrere Gründe. Bereits vor zwei Jahren hatte sich die Investorin bei der Stadtratsfraktion der Grünen vorgestellt und erklärt, was sie vorhat. Grundsätzlich vertrete man die Ansicht der Stadt, dass man neue Wohnräume schaffen müsse, sagt Fraktionsvorsitzender Franz Opperer.

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Und trotzdem ist ihm die geplante Bebauung ein Dorn im Auge. Zum einen müsste man schauen, wie mit den landwirtschaftlichen Flächen in der Stadt umgegangen wird. Zum anderen befürchtet Opperer, dass hier neuer Wohnraum nur für „Leute mit einem hohen bis sehr hohen Einkommen entsteht, die dann nach München pendeln“. „Genau das wollen wir eben nicht haben“, sagt er.

Und doch hatte die Mehrheit des Gremiums eine andere Meinung. Mit 7:4 Stimmen sprachen sich die Stadträte dafür aus, den Bebauungsplan für die Öffentlichkeit und die Behörden freizugeben.

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