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DISKUSSION IN NUSSDORF ZUM BRENNER-NORDZULAUF

Zweifel an Zahlen

Ein Güterzug rast am Kirchturm von Flintsbach vorbei. stm
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Ein Güterzug rast am Kirchturm von Flintsbach vorbei. stm

Hoch her ging es im Pfarrsaal in Nußdorf. Die Bürgerinitiative zum Brenner-Nordzulauf Nußdorf hatte eingeladen und weit über 100 Bürger waren gekommen. Uli Schreiber vom Bürgerforum Inntal schilderte die offenen Fragen in Bezug auf die zweigleisige Neubautrasse durchs Inntal.

Nußdorf – Er erläuterte, dass die von den Planern zugrunde gelegten Zahlen für die Auslastungsrechnung der geplanten Bahnstrecken seiner Meinung nach nicht korrekt seien.

Sepp Reisinger von den „Parteifreien Nußdorf“ ergänzte, dass bereits vor 15 Jahren täglich 230 bis 250 Züge die Strecke zwischen Rosenheim und Kufstein befahren hätten, derzeit seien es etwa 170 Züge. Mit einer Ertüchtigung der Bestandsstrecke und einer damit verbundenen höheren Frequenz könnten täglich mehr Züge abgewickelt werden. Außerdem sei das angenommene Güteraufkommen nicht so hoch, wie es in die Berechnungen eingeflossen sei. Damit sei der Bau der Neubautrasse mit zwei weiteren Gleisen obsolet. Außerdem, so habe er gehört, würden die beiden neuen Gleise als „Schnellfahrtstrecke“ geplant, auf der mit bis zu 250 km pro Stunde gefahren werden soll. Für Sepp Reisinger eine Geschwindigkeit, die Güterzüge nie erreichen würden. So unterstellt er, dass diese Trassen künftig ausschließlich dem Personenverkehr dienen würden.

Dass auf das dritte und vierte Gleis verzichtet werden könne, sahen nicht alle Teilnehmer der Veranstaltung so. Ein Lokführer, der diese Strecke täglich mit Güterzügen einer privaten Eisenbahngesellschaft befährt, klagte darüber, dass diese Strecke derzeit ein Nadelöhr sei und dass insbesondere Güterzüge mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen müssten, um diesen Abschnitt passieren zu können.

Ein weiterer Redner des Abends, Georg Dudeck von der Inntalgemeinschaft, glaubt, dass die derzeit stattfinden geologischen Untersuchungen des Untergrundes nicht ausreichend werden. Die geplanten 30 Erkundungsbohrungen seien zu wenig, um aussagefähige Informationen zur örtlichen Geologie zu erhalten. Seiner Ansicht nach müssten weitergehende Untersuchungen stattfinden. In einem Gespräch mit der DB Netz habe er erfahren, dass diese nur dazu dienen würden, um mögliche Trassenverläufe auszuschließen. Danach sollen weitere Erkundungen nachgeschoben werden, um weitere Erkenntnisse zu erlangen. Der Einstieg in die geologische Erkundung sei für ihn sehr dünn gewesen, hier müsse nachgearbeitet werden. Im nächsten Regionalforum sollen alle Erkenntnisse präsentiert werden.

Mehr zum Brennerdialog unter: www.brennerdialog.de

Bürgerforum Neubeuern: www.buergerforum-inntal.de

Inntalgemeinschaft: www.inntal-gemeinschaft.de

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