In zwei Stunden drei Schleusungen gestoppt

Kiefersfelden/Rosenheim – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Samstag innerhalb von nur zwei Stunden drei mutmaßliche Schleusungen verhindert.

Die Beamten ermitteln nun einen Nigerianer, einen Afghanen sowie einen Albaner wegen Schleusungsverdachts.

In der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn überprüften Bundespolizisten zunächst die Papiere der drei Insassen eines einreisenden Autos. Der Fahrer (31) konnte sich mit seinem nigerianischen Pass und einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen. Seine beiden Mitfahrer (37 und 28) legten keine Dokumente vor. Bei der Durchsuchung des Handgepäcks des Beifahrers fanden die Beamten jedoch seine bereits seit mehreren Jahren abgelaufenen Papiere. Alle drei Nigerianer sind wegen versuchter unerlaubter Einreise, der Fahrer zusätzlich wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt worden. Sie mussten das Land wieder verlassen.

Der Schleuserei beschuldigt die Bundespolizei auch einen Afghanen (21) mit Wohnsitz in der Oberpfalz hat. Er wies sich mit Reiseausweis und deutscher Aufenthaltserlaubnis aus. Seine beiden Begleiter hatten jedoch keine Papiere dabei. Die 27 und 28 Jahre alten Männer waren beide bis 2019 in Deutschland gemeldet, wollten dann aber offenbar in Italien Asyl beantragen. Sie wurden wegen ihres illegalen Einreiseversuchs angezeigt. Anschließend überstellten die Bundespolizisten die Pakistaner der österreichischen Polizei. Der 21-Jährige wurde wegen Schleusens angezeigt.

Bei einer Kontrolle im Fernreisezug nahmen die Beamten zwei junge Männer fest, die ohne Reisedokumente in Richtung München unterwegs waren. Eigenen Angaben zufolge stammen die beiden 20-Jährigen aus Syrien. Die Ermittler gehen von einer organisierten Schleusung aus.

In einem in Deutschland zugelassenen Auto kontrollierten die Bundespolizisten nur wenige Stunden später drei Albaner. Der Fahrer (39) und seine Begleiterinnen (27 und 42) konnten sich mit e-Reisepässen ausweisen. Allerdings hätten sie für ihren schon seit Oktober 2019 andauernden Aufenthalt im Schengen-Gebiet zusätzlich Visa benötigt. Über diese verfügten sie aber nicht. Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte das Trio wegen des illegalen Einreiseversuchs und den Fahrer zusätzlich wegen des Einschleusens von Ausländern an. Außerdem wurde den drei die Einreise verweigert. Der Anordnung der Staatsanwaltschaft hatte der mutmaßliche Schleuser als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren 1000 Euro zu hinterlegen.

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