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LESERFORUM

Zurück ins Mittelalter

Zum Bericht „Oberaudorf prüft Parkgebühren“ (Lokalteil)

:

Bayern erlebt einen touristischen Boom, den man in Corona-Zeiten nicht überall in diesem Ausmaß wollte. Zumal die Besucher angesichts geschlossener Lokalitäten keinen Umsatz in den Gemeinden machen konnten. Zur Abschreckung wurden Gebühren für gemeindliche Parkplätze ersonnen. Man darf getrost annehmen, dass solche Gebühren dauerhaft bleiben. Das ermutigte nun die Gemeinde Oberaudorf. Auch dort fallen übermäßig Tagestouristen ein, was Bürgermeister Bernhardt „steigendem Verkehrsdruck durch Tagestourismus“ feststellen und die Einführung von Parkgebühren für gemeindliche Plätze vorschlagen ließ. Was verfolgt man eigentlich für ein Ziel? Gegen Verkehrsdruck helfen eine Maut oder echte Zufahrtsbeschränkungen. Beispiele sind Orte mit historischer Altstadt, wo die Mobilisten stark gelenkt werden. Ansonsten kann man den Verkehr vielleicht schikanieren, aber nicht richtig vergrämen. Daher greift man gerne auf das parkende Fahrzeug zu und belegt es mit Zeitgrenzen und/oder Gebühren. Wird deswegen investiert oder entstehen Kosten, ist Wirtschaftlichkeit gefordert und so könnten am Ende größere Plätze entstehen. Je mehr Mieter desto mehr Einnahmen. Das ursprüngliche Ziel ginge verloren und man würde sogar mehr Suchverkehr riskieren. Last but not least, für das Gastgewerbe sind freie Parkplätze nicht selten eine Platzreserve. Es bleibt ein ungutes Gefühl, wenn, wie in einer konzertierten Aktion vielerorts immer mehr kleine Freiheiten auf diese Weise auf der Strecke bleiben. Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt, jeder Ort kassiert seine Gäste ab. Es tut gut zu lesen, dass manche im Gemeinderat Oberaudorf noch für Freiparkzeiten oder eine Kompensation der Gebühren eintreten.

Norbert Vogel

Schechen

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