Nächster Großviehmarkt am 3. Februar - Eliteversteigerung am 24. März

Zügiger Großviehmarkt

Miesbach - Als "Walhalla" bezeichnete Versteigerer Michael Walser die Miesbacher Oberlandhalle in Anspielung auf die 18 zur Abstützung der Dachkonstruktion auf Veranlassung des Landratsamtes eingesetzten Holzsäulen. Nach dieser Einführung konnte er 103 Zuschläge erteilen und den Markt zu leicht gestiegenen Preisen flott räumen.

Die 15 aufgetriebenen Jungstiere konnten für 1896 Euro abgesetzt werden, wobei drei das Prädikat "Prüfbulle" erhielten. Spitzenstier "Inside", ein Inder-Sohn aus der Zucht von Rosi und Sebastian Gilg aus Aßling, überzeugte Aushilfseinkäufer Sepp Maier von CRV Meggle durch sein tadelloses Aussehen und eine Mutter mit hoher Leistung, Lebenskraft und guten weiblichen Nachkommen. Die beiden anderen Prüfstiere gingen an die durch Fusion aus den Besamungsstationen München Grub und Landshut entstandene Bayern Genetik GmbH.

Imposium-Sohn "Interlaken", aufgezogen von Franz Demmel, Wackersberg, gezüchtet von Josef Greiter, Reichertshausen, trat eine Reise nach Niederbayern an. Neben dem aktuellen Vater waren dabei fruchtbare, gesunde und hochleistende Kühe in der Mutterlinie entscheidend. "Mastino" ist in Grub in der Quarantäne und hat mit Mangfall einen seltenen Vater und auch bei den mütterlichen Vorfahren gibt es nur wenig verbreitete Linien. Dadurch ist die Gefahr der Inzucht sehr gering. Für die Natursprungstiere wurde zwischen 1000 und 1900 Euro bezahlt.

Bei gegenüber dem Dezembermarkt mit 25,7 kg und 2,2 kg pro Minute unveränderter Durchschnittsmenge und -melkbarkeit zog der Preis der 88 Jungkühe leicht auf 1292 Euro an. Das Spektrum reichte dabei von 900 bis 1900 Euro. Sechs der zehn Spitzentiere hatten den Vermerk "geälpt" im Katalog und bewiesen die Vorteile einer Sommerfrische in den Bergen. Die Bewertungskommission mit Fachberaterin Katrin Söldner und den Züchtern Josef Orterer und Andreas Bartl hatten Töchter der Prüfstiere Maradona, Waterkant und Santa sowie der Altstiere Woodstock, Vigor, Gebalot, Roibos, Rubin, Merkur und Engadin vorgezogen. Als Verkäufer traten dabei Franz Vordermayer, Riedering, Georg Dold, Valley, Georg Wasensteiner, Lenggries, Andreas Bartl, Bad Wiessee, Maria Mayr, Königsdorf, Johann Hainz und Paul Kranz, Dietramszell, Josef Markhauser, Schliersee, Sebastian Huber, Fischbachau, und Johannes Krug aus Babensham in Erscheinung. Auf der Käuferseite erstand Kuenen aus den Niederlanden 21 Tiere. Knapp die Hälfte des Angebots blieb im Zuchtverbandsgebiet, der Rest ging ins übrige Bayern und auch einige Jungkühe nach Nordrhein-Westfalen. Nur der Vollständigkeit halber seien hier noch drei ältere Kühe für durchschnittlich 1037 Euro erwähnt.

Der nächste Großviehmarkt findet am 3. Februar statt. Die Eliteversteigerung mit einer Präsentation von Lebensleistungskühen und interessanten Bullenmüttern kann aus organisatorischen Gründen erst am 24. März durchgeführt werden.

Bei den Kälberpreisen ist in dieser Woche ein leichter Rückgang zu verzeichnen. 718 Kälber wurden am vergangenen Donnerstag in der Oberlandhalle zum Verkauf angeboten, davon 607 Stierkälber und 71 Kuhkälber zur Weiternutzung sowie außergewöhnlich viele Kuhkälber zur Zucht, nämlich 39 Stück. Die Stierkälber erreichten in den einzelnen Gewichtsklassen folgende Durchschnittspreise: 70 bis 80 kg - 5,36 Euro; 80 bis 90 kg - 5,29 Euro und 90 bis 100 kg - 5,02 Euro pro Kilo. Die Spitzenware bei den Stierkälbern erzielte Preise zwischen 6,16 und 6,70 Euro pro Kilo. Die Kuhkälber zur Weiternutzung kosteten bei einem Gewicht von 70 bis 80 Kilo 3,91 Euro, mit 80 bis 90 Kilo 3,93 Euro und mit 90 bis 100 Kilo 3,77 Euro pro Kilogramm. Bei den Kuhkälbern zur Zucht lag der durchschnittliche Stückpreis bei 332 Euro pro Kalb, daraus errechnet sich ein Kilopreis von 3,74 Euro. re

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