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Mit „Schutzwirkung“ für den Ortskern

Kiefersfelden will zentralen Mobilfunkmast auf Silogebäude des Zementwerks

Auf dem Gebäude des Zementwerks könnte der neue Mobilfunkmast gebaut werden.
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Auf dem Gebäude des Zementwerks könnte der neue Mobilfunkmast gebaut werden.
  • VonFranz Hoffmann
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Auf Standortsuche für Mobilfunkantennen begab sich der Kiefersfeldener Gemeinderat in jüngster Sitzung. Am Ende gab es drei Beschlüsse und eine Zustimmung. Der neue Standort ist zentral und mit „Schutzwirkung“ für den Ortskern.

Kiefersfelden – In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kiefersfelden stand das Thema „Suchanfragen über geplante Mobilfunk-Standorte“ im Mittelpunkt. Hintergrund war, dass eine von Vodafone beauftragte Fachfirma gleich mehrere Suchanfragen bei der Gemeinde gestartet hatte. Diese Anfragen müssen nun zügig innerhalb der nächsten acht Wochen behandelt und darüber entschieden werden. Eine „Zeitüberschreitung“ werde automatisch als Zustimmung gewertet.

Drei Beschlüsse zu geplanten Standorten

Am Ende gab es drei Beschlüsse: Im Bereich Kiefersfelden-West (Schöffauer Straße) und im Bereich Mühlbach/Gut Wiesen wurden die geplanten Mobilfunkstandorte abgelehnt. Zugestimmt wurde hingegen einer geplanten Errichtung einer Mobilfunksendeanlage auf dem Silogebäude des ehemaligen Zementwerks.

Fühler Richtung Tirol ausgestreckt

Was die Standorte betrifft, geht es einmal in Richtung Wachtl, hin zur Tiroler Grenze und zurück bis zum Bippenwald-Areal – ein Gebiet, das vom weit ausladenden Buchberg beschattet wird. Ein anderer Standort für die Mobilfunkantennen wird im Bereich des Kieferer Ortsteils Mühlbach gesucht. Bürgermeister Hajo Gruber (UW) stellte nochmal klar, dass es „sicher einen Bedarf für die Mobilfunkversorgung der Gemeinde“ gibt, und das betreffe auch den Ortskern. „Der allerdings könnte mit einer Mobilfunkantenne auf den Silos des nahen Zementwerkes schnell und anwohnerfreundlich abgedeckt werden.“ Hier stünden nämlich ehemalige Werksgebäude mit einer beträchtlichen Höhe schon als „Fundamente“ zur Verfügung, die der Betreiber dann mit entsprechenden Funkantennen bestücken könnte.

Weg von Wohnbebauung

Ein weiterer Vorteil ergebe sich aus dem Umstand, dass das Gelände nicht unmittelbar an bebauten Wohnraum anschließt. Der Rathauschef habe bereits mit dem Besitzer des Geländes, den Rohrdorfer Zementwerken, erste Gespräche geführt, die „durchaus positiv verlaufen“ seien.

Weiter betonte Gruber: „Die Option mit den Rohrdorfer Zementwerken ist für uns die beste Lösung, zumindest was den Kernbereich Kiefersfelden betrifft, und der Standort des Mastes ist auch relativ weit weg von einer Wohnbebauung“.

Florian Haidacher (Grüne) konnte sich mit diesem Vorschlag nicht anfreunden: „Ein jeder möchte doch Mobilfunk haben“.

Auch an Gut Wiesen gedacht

Die weiteren Standortanfragen stellen sich dagegen deutlich problematischer dar. „Das Gelände befindet sich im Besitz der Deutschen Bahn und ein Maststandort kann durch die Gemeinde nicht verhindert werden“ sagte Gruber.

Auch ein weiterer geplanter Standort liegt laut Gruber „außerhalb der gemeindlichen Zuständigkeit“ – nämlich der im Bereich des Ortsteils Mühlbach/Gut Wiesen, der sich auf Oberaudorfer Territorium befindet, machte der Rathauschef deutlich.

Am Ende war die Abstimmung für die Räte letztlich dreigeteilt. Mit knapper Mehrheit (11:7 Stimmen) wurdeder geplante Mobilfunkstandort im Bereich Kiefersfelden-West (Schöffauer Straße) abgelehnt. Die in diesem Bereich gelegenen gemeindlichen Flächen werden nicht zur Errichtung einer Sendeanlage zur Verfügung gestellt“.

Mit einem Patt von 9:9 Stimmen endete die zweite Abstimmung, „den geplanten Mobilfunkstandort im Bereich Mühlbach/Gut Wiesen abzulehnen“. Da sich also keine Mehrheit für eine Zustimmung fand, wurde auch dieser Antrag abgelehnt.

Von Begründung überzeugt

Deutlich anders verlief das Votum der Gemeinderäte zur „geplanten Errichtung einer Mobilfunksendeanlage auf dem Silogebäude des ehemaligen Zementwerks“. Mit 17:1 Stimmen wurde diesem Ansinnen „das gemeindliche Einvernehmen erteilt“. Vor allem die Begründung überzeugte die Kieferer Bürgervertreter, denn „durch die Errichtung dieser zentralen Sendeanlage soll erreicht werden, dass keine weiteren Sendeanlagen im Ortskern erforderlich sind“, sagte Bürgermeister Gruber abschließend.

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