Vom York‘schen Marsch bis zur Bohemian Rhapsody

Johanna Riedl (links) und Simone Kurze (zweite von links) glänzten mit einem Solo für zwei Flöten. Ruprecht

Raubling-Großholzhausen. – Ein York’scher Marsch von Ludwig van Beethoven zum Auftakt kündigte bereits das anspruchsvolle Konzertprogramm, Welthits verschiedener Stilrichtungen, der Musikkapelle Großholzhausen im 67.

Frühjahrskonzert an.

In der blumengeschmückten Raublinger Gemeindehalle war ein deutliches Zeichen auf das Frühjahr zu sehen und zu spüren. Dirigent Stephan Heinke und die rund 40 Personen starke „Hoizhauser Musi“ zeigten sich wieder einmal von ihrer besten Seite und legten mit einer Ouvertüre aus „Der Barbier von Sevilla“ nach.

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„Na hot a wenigstens net lang leid’n müassn“, meinte die eine Frau zu ihrer Freundin, als diese klagte, dass ihr Gatte bereits zwei Monate nach ihrer Hochzeit verstorben sei. Ein netter Witz von Ansagerin Johanna Riedl als Einstimmung auf ein Musikstück aus der Operette „Die lustige Witwe“. Eine Anekdote kannte Riedl auch über den Militär Marsch „Pomp und Circumstance Nr. 4“ von Edward Elgar, der beim Auszug aus der Kirche nach der Trauung 1981 von Lady Diana und Prinz Charles gespielt wurde. Mit dem Solo für zwei Flöten „Celtic Flutes“ von Kurt Gäble glänzten Simone Kurze und Johanna Riedl, ehe es in die wohlverdiente Pause ging.

Moderner war dann der zweite Teil gestaltet, angefangen mit dem Konzertmarsch „Fürst Siegfried“ von Rudi Fischer über die Polka „Wir leben Blasmusik“ von Peter Leitner über die Ouvertüre „Dschingis Khan“ von Kees Vlak bis hin zu „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury und dem Medly „Samba-Time“ von Manfred Schneider spannte sich der musikalische Reigen von Welthits verschiedener Stilrichtungen.

Lang anhaltender Beifall war nur die logische Folge und Zugabe-Forderungen sowieso. Diese drei Zugaben waren alle eine Klasse für sich, aber ohne die anderen schmälern zu wollen, begeisterte „My Dream“ von Peter Leitner, ein Solostück für Flügelhorn und Blasorchester, bei dem Martin Gruber am Flügelhorn und Musikervorstand Thomas Kaltwasser auf der Hoch B-Trompete brillierten.

Immer wieder aufs Neue ein musikalischer Genuss, „de Hoizhauser Musi“ um ihren Dirigenten Stephan Heinke beim Frühjahrskonzert zu hören. Leider sind ihre nächsten geplanten Auftritte wegen dem Coronavirus ebenso wie alle anderen Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt.

Bezirksmusikdirigent Christoph Danner aus Kiefersfelden war es vorbehalten an Flötistin Simone Kurze für 25 Jahre und an Posaunist Georg Bauer für 40 Jahre aktive Mitglieder die Ehrenurkunden zu überreichen. ru

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