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LESERFORUM

Wo bleibt die Menschlichkeit?

Zum Bericht „Das sagt das Landratsamt zur Abschiebung“ (Regionalteil):

Die Landratsamtssprecherin hat recht, dass die Abschiebung der Familie E. aus Brannenburg eine Vorgeschichte hat. Wer eine Ablehnung seines Asylantrags bekommt, geht den rechtlichen Weg – mit Einspruch, Klage, Gerichtsverfahren etc. Eine andere Möglichkeit haben die Flüchtlinge nicht. So entstehen lange und komplizierte Geschichten. Doch dass eine Mutter mit drei minderjährigen Kindern aus ihrem Umfeld gerissen und nach Nigeria gebracht wurde, widerspricht jeder Menschlichkeit. Eine Frau, die mit drei Kindern allein nach Nigeria kommt, ist schutzlos. Sie muss dort ohne Geld und Unterstützung zurechtkommen. Sie hat kaum eine Chance Geld zu verdienen. Gerade alleinstehende Frauen müssen vieles mit sexuellen Diensten zahlen. Die 13-jährige Tochter, ein Mädel mitten in der Pubertät, ist hier in besonderer Weise ausgeliefert. Dass unser Staat Frauen und Kinder solch einer Situation ausliefert, ist nicht akzeptabel. Die möglichen Alternativen: Nach acht Jahren in Deutschland war die Familie im Kontakt mit der Rückkehrberatung. Die freiwillige Rückkehr abzuwarten oder zu unterstützen wäre möglich gewesen. So hätte sie über Hilfsorganisationen in Nigeria menschlich und finanziell Unterstützung bekommen. Wo wurden Ermessensspielräume genutzt? Wa rum war eine Duldung nicht möglich? Die Familie war doch gut integriert, besonders die Kinder, die Nigeria noch nie gesehen haben. Der Vater, der nicht abgeschoben wurde, hat Arbeit. Es ist daher zu einfach, wenn sich das Amt nur auf die Verpflichtung zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages beruft. Menschlichkeit wäre gefragt!

Barbara Weidenthaler

für den Freundeskreis Asyl Brannenburg-Flintsbach

Brannenburg

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