Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Das Prinzenpaar trainierte im Geheimen

„Wir sind alle Feuer und Flamme“: So ist Vogtareuth in den Fasching gestartet

Johann Bauer von der Faschingsgilde (links) nimmt von Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter den symbolischen Rathausschlüssel entgegen.
+
Johann Bauer von der Faschingsgilde (links) nimmt von Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter den symbolischen Rathausschlüssel entgegen.
  • VonKatharina Heinz
    schließen

Voll motiviert ist die Vogtareuther Faschingsgilde am 11.11. in den Fasching gestartet. Nach der Corona-Zwangspause waren die Tänzer, Hofdamen und Elfer glücklich, wieder loslegen zu können.

Vogtareuth – Die Freude war allen ins Gesicht geschrieben: Voll motiviert ist die Vogtareuther Faschingsgilde am 11.11. in den Fasching gestartet. Nach der Corona-Zwangspause waren die Tänzer, Hofdamen und Elfer glücklich, wieder loslegen zu können. Rund 40 Gildemitglieder haben sich vor dem Vogtareuther Rathaus gesammelt, um traditionell um 11.11 Uhr den Amtssitz des Bürgermeisters zu stürmen.

„Wir sind alle Feuer und Flamme für die neue Faschingssaison“, sagte Regina Schmidmaier vom Trainerteam. Seit Mai proben die Aktiven für ihr neues Programm. „Es gab keinen größeren Wechsel in der Truppe“, berichtete Schriftführer Stephan Rinser. Man habe etwas Angst gehabt, dass man nach Corona nicht mehr genug Leute zusammen bekomme – doch alle hätten große Lust gehabt. „Wir brennen schon sehr“, sagte er lachend.

Urlaub für den Bürgermeister

Im Rathaus wurde die Gilde bereits von Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter erwartet. „Ich musste extra einen Termin zur Kreisumlage verschieben, aber ich wollte euch unbedingt sehen“, sagte er schmunzelnd. Kein Problem, meinte Faschingsvereins-Vorstand Johann Bauer. Darum kümmere sich jetzt die Gilde. Man komme viel rum im Landkreis, das Finanzielle mache man mit den Gemeinden einfach an der Bar aus.

Mit einer Entlassungsurkunde wurde der Bürgermeister anschließend symbolisch in den „Faschings-Urlaub“ geschickt. Wie es der Brauch ist, regiert vom 11.11. bis Faschingsende symbolisch die Gilde in der Gemeinde. Der Bürgermeister „hat den Rathausschlüssel sowie alle Privilegien“ unverzüglich abzugeben. „Er ist des Weiteren verpflichtet, jede Suppe auszulöffeln, die ihm der neue Gemeindevorstand einbrockt.“ Den Rathaus-Schlüssel musste Faschings-Präsident Bauer dem Bürgermeister quasi entreißen. Doch dann fügte der sich in die Situation. „Ich lehne mich jetzt einfach zurück“, so Leitmannstetter lachend. Ausschlafen und lange frühstücken sei auch nicht schlecht.

In vollem Ernst wünschte er der Faschingsgilde abschließend einen vergnüglichen und unfallfreien Fasching. „Bringts wieder Schwung rein“, richtete er sich an die Truppe.

„Der erste Tagesordnungspunkt lautet: Feiern“, kündigte Vorstand Johann Bauer an. Damit ging es am Abend gleich weiter. Zum ersten Mal fand die Vorstellung der Garde, des Prinzenpaars sowie des neuen Programms im Pfarrsaal statt. Eine gute Entscheidung, wie Schriftführer Rinser meinte. „Das Ambiente ist super, es ist ganz festlich und elegant“, betonte er. Damit passte der feierliche Rahmen gut zu den Faschings-Begeisterten, die allesamt in Abendgarderobe erschienen waren.

Rund 120 Gäste und vier Gastgilden aus der Umgebung verfolgten voller Spannung das Programm. Nach Grußworten von Vorstand und Bürgermeister, einem Rückblick auf die Saison 2019 sowie einem unterhaltsamen Spiel mit dem Publikum folgte der Höhepunkt. Zunächst marschierten die Hofdamen und Elfer ein und wurden vorgestellt, danach folgten die aktiven Tänzerinnen und Tänzer.

Unter tosendem Applaus betrat schließlich das neue Prinzenpaar den Saal. In der Saison 2022/2023 regieren Prinzessin Verena I. – Brennende Herrscherin über Jugend, Land und Freude sowie Prinz Dominik I. – Feuriger Regent über Buch und Balken aus dem luftigen Reich.

+++ Mehr aus der Region finden Sie hier. +++

Die 22-jährige Verena Freiberger und der 25-jährige Dominik Maier sind zwar privat nicht liiert, harmonieren als Prinzenpaar aber prächtig. „Wir haben seit Sommer zusätzlich einmal die Woche zusammen trainiert“, erzählte Verena. Das geheim zu halten, sei nicht einfach gewesen. Das Prinzenpaar-Training fand daher oft direkt vor dem Gardetraining statt, damit das private Umfeld der beiden keinen Verdacht schöpfte. Als Prinz und Prinzessin vom Vorstand ausgewählt zu werden, empfinden die beiden als große Ehre. Ihr Ziel: „Wir wollen nach der Pause den Fasching wieder hochleben lassen!“

Prinzenpaar übt im Geheimen

Dieses Vorhaben passt zum neuen Motto der Gilde. Es lautet: „Wie der Phönix aus der Asche – Vogtareuth steigt empor“. Zwar wollten die Trainerinnen Regina, Lisi, Katrin, Steffi und Martina noch nicht zu viel verraten. Es soll aber imposant und feurig werden. Musikalisch werde für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Zum Programm gehören traditionell ein Marsch, der Prinzenwalzer sowie ein Showtanz. Bis Januar wird noch fleißig trainiert. Am Inthronisationsball am 7. Januar lässt die Vogtareuther Faschinggilde ihren Phönix erstmals aus der Asche emporsteigen.

Mehr zum Thema

Kommentare